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Foodfotografie: Grundlagen

Backlight

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Der Aufbau eines Backlight-Setups stellt im Studio natürliches Licht nach. Dadurch bleiben sämtliche Konturen und Formen auf dem Objekt erhalten.
03:37

Transkript

Wir schauen uns jetzt das klassische Food-Photography-Lightsetup an, nämlich ein sogenanntes Backlight-Setup. Das heißt nichts anderes, als dass das Licht von hinten kommt und wir von vorne fotografieren und unser Objekt von hinten beleuchten. Warum tun wir das nicht von vorne totblitzen? Weil dann die ganzen Konturen und Formen und Highlights auf dem Objekt verloren gehen. Man sieht das gleich an dem Beispielbild, was wir machen werden. Zum allgemeinen Setup: Wir haben hier eine große Softbox im Einsatz, weil wir eigentlich immer das Sonnenlicht nachbilden wollen. Wir wollen die natürliche Lichtquelle, die wir alle kennen - die Sonne - nachbauen. Wir haben eine sehr große Lichtquelle, die unsere Hauptlichtquelle ist und alle anderen sind dann nur Kleinigkeiten um gewisse Effekte zu setzen, bzw. um Bereiche im Bild aufzuhellen, die sonst zu dunkel wären. Man macht in der Food Photography sehr, sehr, sehr selten irgendwelche ganz dynamischen Special Effects. Man versucht eher, das Essen natürlich gut aussehen zu lassen, wie wir es gewohnt sind. Wie gesagt, eine große Softbox. Wir haben hier eine Wabe drinnen, damit das Licht etwas gerichteter genau hier auf den Tisch fällt. Man könnte diese auch weglassen, dann würde das Licht weiter streuen. Das wäre dann wichtig, wenn ich das Ambiente, das Drumherum, das Lokal, in dem ich mich befinde, auch mitnehmen möchte. In dem Fall konzentrieren wir uns einfach nur auf die Tafel Schokolade, darum die Wabe hier drin, damit das Licht auch dort hinfällt, wo wir es haben wollen. Ansonsten ist der Lichtblitz auf die niedrigste Lichtleistung gestellt. Gerade, wenn man im sehr offenblendigen Bereich arbeitet, ist es so, dass die Blitze meistens schon zu stark sind und zu viel Licht für uns hergeben. Wenn es nicht mehr geht, dass man den Blitz weiter runterregelt, kann man ihn einfach weiter wegstellen und so die Lichtmenge reduzieren, die auf das Objekt fällt, beziehungsweise dazwischen noch einen Diffusor oder irgendwas einführen um einfach die Lichtmenge zu reduzieren. Bei den Kamera-Einstellungen, die ich jetzt verwende: Ich fotografiere mit einer Blende 22, Verschlusszeit von 1/200 und einem ISO-Faktor 100. Und mach jetzt mal ein Foto, wo ich aus der gleichen Richtung wie der Blitz komme. Das heißt, ich habe ein Frontlight. Das Licht kommt von vorne drauf. Wenn ich hier dieses Foto mache, (Klick) sieht man, wenn man sich das Foto anschaut, dass es eigentlich sehr, sehr "langweilig" unter Anführungszeichen ausschaut. Die Schokolade kommt nicht gut zur Geltung, und es schaut eher alles flau aus. Wenn ich jetzt nichts anderes an diesem ganzen Setup ändere, - lasse den Blitz, lasse die Kamera-Einstellung wie sie ist - und gehe lediglich auf die andere Seite, um den Blitz von hinten zu haben, um die Lichtquelle hinter das Objekt zu bringen, und mach eigentlich genau dasselbe Foto, (Klick) dann sieht man gleich, dass das Bild wesentlich spannender und dynamischer ausschaut. Man hat wesentlich mehr Kontraste drinnen, mehr Highlights, mehr tiefere Schatten und das Auge findet dieses Bild schon wesentlich interessanter. Sollte es vorne dann zu dunkel werden, wenn man Teller hat, das Licht von hinten kommt und der vordere Rand oder darunter zu dunkel wird, dann muss man vorne aufhellen. Das geht auf unterschiedliche Arten und Weisen. Entweder man verwendet einfach einen Reflektor vorne oder man verwendet einen zweiten Blitz um hier mehr Licht reinzubringen. Um das Bild jetzt noch etwas spannender zu gestalten, machen wir einen einfachen Handgriff, und zwar nehmen wir die Schokolade, zerbrechen sie etwas, bis sie ein bisschen weniger strukturiert ausschaut und das Ganze schon ein bisschen interessanter vom Bildaufbau wirkt und machen dann nochmal ein Foto aus dieser Richtung und schauen uns an, was dabei rauskommt (Klick) und sehen: Aha. In dieser Form wird es schon langsam ein bisschen ein Produktbild, wo man sagt: Das schaut jetzt spannend aus. Da ist was, da passiert was und nicht einfach nur: Das ist eine Tafel Schokolade, die jemand mal wo fotografiert hat. Backlight ist das, was man meistens verwendet. Eine große Lichtquelle, die von hinten kommt und generell muss ich da noch unterstützen mit einer zweiten Lichtquelle oder einem Reflektor von vorne, falls es zu dunkel werden sollte.

Foodfotografie: Grundlagen

Lernen Sie, wie Sie Essen gekonnt in Szene setzen und fotografieren, sodass dem Betrachter das Wasser im Mund zusammenläuft.

1 Std. 19 min (31 Videos)
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