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Azure: Basiswissen für Administratoren

Azure-Preise und Consumption

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Sofern man als Kunde einen kostenpflichtigen Service in Azure beansprucht, entsteht sogenannte Consumption. Die Kostenplanung für den Betrieb der Infrastruktur kann über Kostenrechner-Tools geschätzt werden. Außerdem kann einen der Azure Advisor bei der Kostenoptimierung während des laufenden Betriebs unterstützen. Im Rahmen dieses Videos vergleicht der Trainer mit CAPEX und OPEX zwei Modelle für Investitionen in IT-Infrastruktur.
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Transkript

Sofern man als Kunde einen kostenpflichtigen Service in Azure beansprucht, entsteht sogenannte Consumption, also Kosten, die in der Regel am Monatsende in Rechnung gestellt werden. Über die Schnellsuche finden wir zur Übersicht der Abonnements und können uns dann hier noch einmal einen entsprechenden Überblick verschaffen über die Consumption, die mir in meinem Abonnement in letzter Zeit entstanden ist. Mit einem Klick auf die Kostenanalyse sehen wir nach der Einstellung der Filterkriterien einen entsprechenden Bericht. Hier sehen wir einen virtuellen Computer, namens DC1, der in der letzten Zeit 85 Cent Kosten produziert hat. Ich muss dazu sagen, diese virtuelle Maschine ist länger nicht in Betrieb gewesen. Und die virtuelle Maschine an sich ist es natürlich nicht. Die virtuelle Maschine braucht weitere Dienstinstanzen, um existieren und laufen zu können, beispielsweise eine öffentliche IP-Adresse, damit ich sie per RDP ansprechen kann. Darüber hinaus braucht die VM natürlich auch Storage, und dieser Storage muss natürlich permanent vorgehalten werden. Für den muss man permanent bezahlen. Für die virtuelle Maschine muss man nur dann bezahlen, wenn sie Ressourcen allokiert. Das schauen wir uns später etwas genauer an. Darüber hinaus ebenfalls zu beachten ist die sogenannte ausgehende Datenübertragung. Das ist der sogenannte Egress traffic. Der fällt immer dann an, wenn Daten übertragen werden von einem Azure Datacenter zu einem anderen Azure Datacenter, im Sinne der sogenannten Georeplikationen. Sprich, wenn ich georedundanten oder globalreduntanten Storage verwende, Dann entsteht genau dieser Egress Traffic. Das heißt, ich sollte durchaus meine Cloud-Architektur so aufbauen, dass ich nur dann Egress Traffic entstehen lasse, wenn es unvermeidbar beziehungsweise sinnvoll im Kontext meines Szenarios ist. Mittlerweile hat sich rumgesprochen, dass natürlich nicht jeder Cloud-Service aus jedem Datacenter heraus gehostet wird. Das ist heterogen, und wir sehen das nochmals hier auf dieser Service-Landkarte. Es unterscheiden sich auch die Preise, je nachdem, aus welchem Datacenter oder aus welcher Region, genauer gesagt, ich einen bestimmten Cloud-Service beziehe. Dazu gibt es den Azure Preisrechner, damit man Pi mal Daumen die Consumption vorausplanen kann im Laufe des Betriebes. Nehmen wir uns den Klassiker - die virtuelle Maschine, wohlwissend, dass mehr an dem Betrieb einer virtuellen Maschine dranhängt, als hier auf den ersten Blick zu sehen ist, wie gesagt, die öffentlich erreichbare IP-Adresse, der Storage Inanspruchnahme und der Egress Traffic, der entsteht, ist hier nicht mit einkalkuliert. Es geht wirklich nur um die Consumption für diese virtuelle Maschine. Der Typ der virtuellen Maschine spielt natürlich auch eine Rolle. Man sieht, dass ein virtueller Server oder eine VM vom Typ Windows bedeutlich teurer ist als eine VM von Typ Linux. Das hängt damit zusammen, dass jeder windowsbasierte Server beziehungsweise jede windowsbasierte VM, die wir hier hochziehen, eine Serverlizenz enthält, die Sie sozusagen als gemietete Lizenz verwenden können, was hier im Preis mitenthalten ist. Sie können, das gucken wir uns gleich im Video noch etwas später an, auch eine eigene Windows-Server-Lizenz mitbringen und in das Azure Portal einspeisen. Wenn Sie sich entscheiden, einen Windows-Server aus der Private Cloud in die Microsoft Azure Public Cloud bringen zu wollen, können Sie diese Lizenzen weiterverwenden und einspeisen. Aber grundsätzlich ist erst einmal wichtig, zu begreifen, dass es unterschiedliche Parameter gibt nicht nur im Hinblick auf die sogenannten VM-Instanzgrößen wie in dem Fall hier D1 mit einem Kern, 3.5 GB RAM, 50 GB Festplatte, was wiederum entsprechende Kosten mit sich bringt. Wenn Sie eine bestimmte Instanzgröße suchen und nicht finden sollten nimmt man natürlich die Nächstgrößere. Aber das sind die Parameter, die den Endpreis für eine virtuelle Maschine entgegennehmen, und dann kommt es natürlich darauf an, wie lange läuft diese virtuelle Maschine. Wenn sie wirklich 24/7 für einen Monat lang durchläuft, dann entstehen folgende Kosten. Wichtig ist aber zu begreifen, dass eine virtuelle Maschine immer nur dann konkret kalkuliert wird, wenn sie Ressourcen allokiert, das heißt, wenn sie nicht in diesem Status hier ist Beendet und Zuordnung aufgehoben, was man nur auf der Hypervisor-Ebene tun kann, das kann man nicht über einen normalen Windows-Shut-Down machen, ansonsten allokiert die VM immer noch Ressourcen, gilt also nur als beendet, aber die Zuordnung ist nicht aufgehoben. Bei der zentralen Frage Was kostet mich mein Azure Szenario?, muss ich natürlich erst einmal die Objektabhängigkeiten kennen, sprich, Verfügbarkeitsgruppen, Datenträger, Netzwerkschnittstellen, Größe, Datensicherung et cetera. Das ist alles in einem produktiven Szenario unverzichtbar, und dementsprechend greift dieser Azure Preisrechner hier zu kurz. Das ist wirklich eine Kostenabschätzung nach dem Prinzip Pi mal Daumen, was für eine erste Abschätzung vollkommen in Ordnung ist. Nichtsdestotrotz sollte man für eine professionale Planung durchaus einen Berater beziehungsweise eine wirkliche Planung zu Rate ziehen. Holger Sirtl hat sich im Jahre 2011 mit der sehr häufig gestellten Frage Was kostet mich das Ganze nun unterm Strich? auseinandergesetzt und einen immer noch sehr interessanten Artikel dazu geschrieben. Grundsätzlich geht es darum, dass ich die Kosten für Azure, sprich das, was ich jeden Monat an Microsoft, an Consumption bezahle, zusammensetzt natürlich aus den Bereitstellungskosten und den Nutzungskosten. Die Bereitstellungskosten beziehen sich auf das Vorhalten beispielsweise von einem Storage Account, woher die Daten immer drinliegen und immer bereitgestellt werden. Darüber hinaus gibt es natürlich noch die Nutzungskosten: Nutzungskosten wie der sogenannte Egress Traffic oder eben Nutzungskosten zu den Laufzeitminuten der eigentlichen virtuellen Maschine, sprich, wie lange die virtuelle Maschine in einem gestarteten oder allokierten Modus gelaufen ist. Das wird minutengenau abgerechnet. Um bei der Kostenüberwachung nicht ständig auf Berater angewiesen zu sein, gibt es mittlerweile in Azure ein kleines Tool, namens Azure Advisor. In diesem Fall handelt es sich um einen Service, der mich kontinuierlich und proaktiv auf unterschiedliche Issues auch kostenbezogen aufmerksam macht. Das zeige ich Ihnen mal anhand meiner eigenen, kleinen Azure-Umgebung. Hier gibt es den Advisor. Wenn ich den öffne, braucht er manchmal etwas Zeit, um erst einmal die Umgebungen zu analysieren und Daten zu sammeln. Und hier im Bereich Kosten würden mir dann beispielsweise virtuelle Maschinen angezeigt, die laufen und laufen und laufen, ohne überhaupt genutzt zu werden. Dementsprechend würde mir der Azure Advisor empfehlen, diese VMs doch vielleicht mal abzuschalten. Darüber hinaus sammelt der Azure Advisor auch Empfehlung im Hinblick auf Leistungsoptimierung, Sicherheitsoptimierung, Hochverfügbarkeit und eine Gesamtübersicht im Hinblick auf Abonnements und Ressourcengruppe. Das ist das, was der Azure Advisor in dem Fall für mich leisten kann. Sie merken schon als Nutzer von Azure, sind die virtuellen Maschinen potenziell der höchste Kostenpunkt. Dementsprechend gibt es mittlerweile einige Funktionalitäten, um die Kosten in dieser Richtung zu reduzieren, unter anderem den sogenannten Auto-shutdown. Den sollte man immer aktivieren, falls man mal vergessen haben sollte bei einer Testumgebung, wohl gemerkt bei einer Test-VM die virtuelle Maschine abends herunterzufahren. Auf diese Art und Weise wird dann dafür gesorgt, dass eine entsprechende Test-VM, was auf diese VM hier definitiv zutrifft, ein automatischer Shutdown umgesetzt wird. Früher musste man das außerhalb der VM mit einem PowerShell-Skript machen, was zeitgesteuert in der Schleife lief. Mittlerweile gibt es diese deutlich einfacher gestrickte Funktionalität. Nächster Aspekt ist das Thema Lizenzkosten, Lizenzkosten für Windows Server und SQL-Server. Mittlerweile gibt es die Möglichkeit, für beide genannten Serverprodukte eine Lizenz-Mitnahme in die Azure Cloud durchzuführen. Das sieht dann beispielsweise so aus, wie es hier in diesem Blogartikel dokumentiert ist oder ich zeige Ihnen das mal anhand des Erstellens einer neuen Windows Server-VM. Klicken wir auf Windows Server, nehmen den Windows Server 2012 r2 Datacenter, klicken auf OK. So. Und dann gibt es hier unten im ersten Blade ein kleines Formular, wo man bestätigen kann, dass man eine gültige Windows Server-Lizenz hat, um auf diese Art und Weise in der Private Cloud einerseits eine VM abzuschalten und diese hinüberzubringen in eine durchlizenzierte Windows Server-VM. Wenn ich das nicht mache, ist natürlich grundsätzlich die Windows Server-VM vorhanden, aber dann wird sie natürlich über einen Mietmechanismus in die Consumption hineingerechnet. Was ich Ihnen gerade gezeigt habe, gilt natürlich nur für Server-Lizenzen, nicht aber für die CALs beziehungsweise Client Access Licenses. Als Nächstes schauen wir uns noch ein Szenario zum Thema Enterprise Agreement Subscription an, weil dort kommt man nicht so einfach an die Consumption-Informationen ran, weil in einem Enterprise Agreement natürlich mehrere Subscriptions vorhanden sind, die natürlich verteilte Kosteninformationen zusammenziehen müssen, das heißt, das ist nicht so einfach gestrickt, wie wir das hier sehen können, wo wir nach dem pay-as-you-go-Verfahren unterwegs sind. Wenn wir umschalten auf ein Enterprise Agreement und dann mehrere Subscriptions beinhalten, bekommen wir zu Monatsende eine Excel-Datei von Microsoft zum Download zur Verfügung gestellt, und diese Excel-Datei ist sehr groß, enthält sehr viele Daten, aber sehr wenige Informationen. Falls Sie dieses Problem haben, haben Sie bitte noch ein bisschen Geduld. Microsoft hat offiziell kommuniziert, dass daran gearbeitet wird, hierfür eine vernünftige, übersichtliche Lösung zu finden. Übrigens habe ich diese Information vom Microsoft Feedback Portal für Azure, denn hier werden Ideen beziehungsweise Vorschläge gesammelt, bewertet und von Microsoft aufgegriffen beziehungsweise kommentiert, das heißt, Microsoft hat angefangen, eine Lösung für dieses Szenarioproblem zu entwickeln. Um ausufernden Consumptions oder Kosten gegebenenfalls einen Riegel vorzuschieben, kann man nun Folgendes tun. Es gibt je nach Subscription- oder Abrechnungsart, die wir hier in der folgenden Liste aufgelistet sehen, sogenannte Ausgabenlimits. Die sind aber, wie gesagt, nur in bestimmten Angeboten enthalten. Darüber hinaus gibt es eine Möglichkeit, eine sogenannte Guthabenwarnung in einem Azure-Abonnement zu hinterlegen. Das bedeutet, Sie gehen auf die entsprechende Management-Website des Abos. Sie können das unten links vom URL her erkennen. Das ist account.windowsazure.com/subscriptions. Und dort haben Sie die Möglichkeit, einen Alert zu hinterlegen, wenn eine bestimmte Größenordnung im Hinblick auf den Abrechnungsbetrag erreicht ist. Das ist natürlich in dem Fall lediglich eine Mitteilung, eine Notification, die nicht Einfluss nimmt auf den Betrieb von vorhandenen Dienstinstanzen. Anders ist das natürlich mit den Ausgabenlimits. Last, but not least, habe ich hier noch einen schönen Artikel gefunden zum Thema Helping customers achieve more at the best prices, das heißt, was kann man grundsätzlich machen, um das, was man in Azure nutzt, kostenspezifisch zu optimieren. Die Kernaussage dieses Artikels ist, dass es sich bei der Verwendung von bestimmten VM-Instanzgrößen lohnt, genauer hinzugucken, weil sich hier nämlich die Kosten für die Instanzen sehr positiv entwickelt haben. In dem Fall haben wir hier eine deutliche Kostensenkung zu verzeichnen. Darüber hinaus gibt es noch eine Dokumentation von Rabattmöglichkeiten entweder für Entwickler oder eben für Kunden, die erwähnenswert viel oder hohen Anteil von Ihren Workloads beziehungsweise VMs in die Cloud bringen und darüber einen entsprechenden Rabatt erwarten dürfen. Grundsätzlich ist es aber wichtig, zu begreifen, dass wenn Sie keine virtuellen Maschinen für den Betrieb Ihrer Webanwendung benötigen, können Sie auch auf virtuelle Maschinen verzichten und direkt auf der Platform as a Service- Ebene ansetzen, indem Sie beispielsweise eine Azure SQL Datenbank hochziehen beziehungsweise direkt auf der Platform as a Service-Ebene einen sogenannten App-Service beziehungsweise eine Webanwendung hochziehen, um auf diese Art und Weise komplett auf virtuelle Maschinen verzichten zu können.

Azure: Basiswissen für Administratoren

Lernen Sie das Wichtigste, was Sie als IT-Adminstrator über die Möglichkeiten von Azure wissen müssen.

4 Std. 2 min (31 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.09.2017

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