Azure: Basiswissen für Administratoren

Azure-Portale im Vergleich und Migration

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Das Azure-Portal ist ein gängiges Synonym für das Bereitstellungsmodell des Azure Resource Managers (ARM). Über dieses Bereitstellungsmodell können Ressourcen unter Verwendung von Ressourcengruppen, Tags, rollenbasiertem Zugriff sowie JSON-basierten Vorlagen betrieben werden. Das Azure-Klassik-Portal ist das altgediente Bereitstellungsmodell von Azure. IaaS-Objekte, die noch im Klassik-Modus betrieben werden, können jedoch über das moderne Azure-Portal konsumiert werden.
12:04

Transkript

Der Betrieb von Azure basiert auf der bekannten Data-Center-Infrastruktur, die weltweit verteilt ist. Von dort aus werden über regionenbestimmte Services angeboten oder auch manchmal auch nicht angeboten. Das heißt, auf Basis von diesen Regionen kann ich virtuelle Server hochziehen, virtuellen Storage oder virtuelle Netzwerke auf der Infrastruktur-as-a-Service-Ebene. Oder ich kann auch auf der Platform-as-a-Service-Ebene einen noch weitaus umfangreicheres Dienstangebot nutzen, was in erster Linie auf Entwickler abzielt. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Security & Management Paket und hier auf der rechten Seite die sogenannten Hybrid Operations, dies ermöglichen die Privat und die Public Cloud miteinander zu kombinieren. Worauf ich jetzt hinaus möchte ist folgendes: Azure gibt es natürlich nicht erst seit gestern, sondern auch Azure hat seine jahrelange Historie und auch Azure hat nicht immer so funktioniert, wie es heute funktioniert. Das heißt, es gibt eine Historie, eine Legacy, also auch unterschiedliche Bereitstellungsmodelle, und um das Thema geht es in diesem Video. Es geht darum, dass es ein modernes und ein relativ veraltetes Bereitstellungsmodell gibt, die wir uns jetzt etwas genauer angucken. Bei der Unterschiedlichkeit dieser Bereitstellungsmodelle geht es in erster Linie um die Kompatibilität, das heißt, wenn ich eine neue Dienstinstanz im Resource Manager erzeuge, werde ich sehr frühzeitig gefragt, welches Bereitstellungsmodell ich den benutzen möchte: den Resource Manager oder den Cassic Mode. Diesen Classic Mode findet man hier auf der linken Seite noch relativ häufig, im Hinblick auf virtuelle Maschinen, im Hinblick auf Clouddienste, die es übrigens nur im Classic Mode gibt, die gibt es im Resource Manager schon gar nicht mehr. Es gibt VM-Images, Betriebssystemdatenträger und auch Classic Mode VNETs, das bedeutet, wir haben hier eine Dopplung der Dienste. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was soll ich denn jetzt, wo anlegen? Grundsätzlich sollte man natürlich neue Infrastrukturen, neue Dienstinstanzen nach Möglichkeit immer im Resource Manager hochziehen, aufgrund der Tatsache, dass man dann nichts migrieren muss. Andere Unternehmen, die bereits länger mit Azure arbeiten und eine Historie im sogenannten Classic Portal haben, dort Clouddienste beziehungsweise virtuelle Maschinen et cetera hochgezogen haben, die müssen aktuell darüber nachdenken, diese Services in den Resource Manager umzuziehen. Nicht weil der Resource Manager als einziges Portal übrigbleibt beziehungsweise der Classic Mode abgekündigt ist oder kein Support mehr dafür vorhanden ist, das ist nicht das Problem. Das Problem ist schlicht und ergreifend, dass die wesentlichen Vorteile von Resource Manager, wie Ressourcengruppen, wie rollenbasierter Zugriff, Text, et cetera Templating, die Dinge, die wir bereits gesehen haben, im alten Portal nicht vorhanden sind. Das heißt, wenn man von diesen Features profitieren möchte, muss man die Ressourcen von Classic nach ARM, also Azure Resource Manager umziehen. Das bedeutet konkret, dass wir hier erstmal ein Sichtbarkeitsproblem haben, das bedeutet, dass wir aus dem Classic Portal nur die im Classic Mode angelegten Serviceinstanzen, also hier den einen Storage Account sehen können und mittlerweile ist der Wechselprozess vom Classic Mode zum Azure Resource Manager so weit vorangeschritten, dass ich beim Abrufen, selbst von Classic Mode Ressourcen und beim Erstellen von Classic Mode Ressourcen wieder zurückgeschickt werde zum Resource Manager beziehungsweise zum neuen Azure Portal, wo ich dann wiederum sowohl die Resource-Manager-basierten Ressourcen sehen kann, als auch die Classic-Mode-basierten Ressourcen. Jetzt beschreiben wir das Migrationsszenario, was wir durchführen möchten. Wir haben einen virtuellen Computer im Classic Mode, den habe ich migWM genannt und der hängt hinter einem sogenannten Clouddienst. Das ist vergleichbar mit einem Load Balancer, hinter dem man unterschiedliche VMs hängen kann. Dementsprechend sehen wir das auch hier in der Remote-Desktopverbindung. Das heißt, mit diesem Server bin ich jetzt verbunden, und ich werde diese RDP-Verbindung so lange stehen lassen, wie es nur irgendwie möglich ist, um eine unterbrechungsfreie Migration zu gewährleisten. Das heißt, ich werde jetzt noch mal zeigen, wie das Ganze hier grundsätzlich aufgebaut ist. Das heißt, wir haben unseren Clouddienst, das wird im Resource Manager wegfallen, den wird es dann nicht mehr geben. Wir haben die VM, die soll migriert werden. Und diese VM, die hängt in dem Fall, wie man das normalerweise aufbaut, in einem virtuellen Netzwerk. Dieses virtuelle Netzwerk habe ich folgendermaßen genannt, und natürlich können wir auch diese Ressourcen aus dem Resource Manager heraus sehen. Das heißt, wenn wir jetzt mal eine Leersuche laufen lassen nach allem, was hier klassisch ist, beispielsweise nach virtuellen Computern, sehen wir hier, genau, diese virtuelle Maschine, allerdings läuft die noch auf dem Classic Mode, das möchten wir jetzt umziehen. Die Migration selber wird über die PowerShell durchgeführt. Und grundsätzlich sieht ein Migration Job natürlich immer so aus dass man erst einmal eine Data Source definiert, sprich, wo kommen die Daten her, und eine Data Destination, sprich, wo gehen die Daten hin, um anschließend den eigentlichen Migration Job zu starten. Das gucken wir uns jetzt gemeinsam an. Um sicherzustellen, dass das bei Ihnen auch genauso funktioniert, wie bei mir, sind folgende Sachen wichtig: Starten Sie bitte die PowerShell ISE als lokaler Administrator, überprüfen Sie, ob die entsprechenden Module für Azure Classic und den Azure Resource Manager korrekt geladen sind. Und überprüfen Sie bitte die ExecutionPolicy, die ich in diesem Fall für diese Session auf Unrestricted gestellt habe. Nun melden wir uns am Resource Manager an, indem wir Zeile 5 ausführen. Jetzt werden wir nach einem globalen Administratoraccount gefragt, sprich, den sollten wir benutzen, damit das hier sauber funktioniert. Und in dem Fall hat die Authentifizierung geklappt. So, jetzt gibt es hier die Möglichkeit erst einmal unsere Subscription abzufragen, um festzustellen, wie unsere Subscription eigentlich offiziell heißt. Das weiß ich natürlich vorher schon im Rahmen meiner Vorbereitung und habe das hier in Zeile 11 eingetragen und selektiere diese Subscription, sprich, da soll die VM einmal hin. Als Nächstes wählen wir den Classic Mode Provider. Das kann ein paar Sekunden dauern. Und überprüfen noch einmal die Registrierung, denn von dort aus wollen wir die Daten abholen. Jetzt müssen wir uns über ein separates Commandlet, aus einem separaten Modul einmal am Classic Mode Portal anmelden, dafür nehme ich den gleichen Azure AD basierten globalen Administrator. Und hier das gleiche Prinzip: In Zeile 23 fragen wir die Subscriptions ab und wählen die entsprechende Subscription aus. Jetzt haben wir die Datenverbindung stehen, um die eigentliche Migration anzustoßen. Zur Rekapitulation werfen wir noch einmal einen Blick auf unsere VM, die wir eigentlich migrieren möchten. Das ist hier unser virtueller Computer und durch einen Klick auf Konfigurieren rufen wir die Information ab, in welchem virtuellen Netzwerk diese VM hängt namens Group rg3 migvnet. Das können wir auch aus der Sicht des virtuellen Netzwerks im Classic Portal noch einmal überprüfen, indem wir hier auf Netzwerke gehen, und dort sehen wir ebenfalls genau diese vnet-Bezeichnung, auf die wir uns jetzt beziehen, denn wir migrieren eigentlich nicht die virtuelle Maschine, sondern wir migrieren das ganze virtuelle Netzwerk mit allem, was darin hängt. Erster Schritt ist also den Bezeichner für das virtuelle Netzwerk in eine Variable reinzuschreiben. Und als Nächstes in Zeile 31 das Ganze zu überprüfen beziehungsweise zu validieren. Das kann ein paar Sekunden dauern. Aber das ist in dem Fall relativ schnell gegangen. Und jetzt können wir als Nächstes die eigentliche Migration anstoßen, und nämlich in dem Fall eine sogenannte Preparation anstoßen. Das wird nun einen Moment dauern, dementsprechend sehen wir uns nach einem Zeitsprung. Da wir eine kleine VM, die gerade erst erstellt worden ist, migrieren, hat der Zeitsprung nun maximal fünf Minuten gedauert. Und die Operation ist erfolgreich durchgeführt worden. Jetzt gucken wir uns im Resource Manager an, was hier nun inzwischen passiert ist. Gucken wir auf die Computer, sehen wir nicht nur die VM migVM im Classic Mode, sondern auch eine gleichnamige VM im Resource Manager. Interessant ist hier nun dass die ursprüngliche VM im Classic Mode über den ursprünglichen Cloudservice den es nur im Classic Mode gibt, immer noch erreichbar ist, und die Session ist auch immer noch gültig. Nun sehen wir uns über eine Aktualisierung nochmals den Status von meiner neuen VM an, die im Status Aktualisierung steht. Und nun versuchen wir Folgendes: Ich versuche mich zu verbinden über eine RDP-Connection, indem ich mich als lokaler Administrator auf diesem Workgroup Computer zu verbinden versuche. Nun erfolgt die bekannte Zertifikatsabfrage. Und ich bin verbunden mit der erfolgreich migrierten VM über die Public IP Address, die sich übrigens bei jedem Neustart aktualisiert beziehungsweise verändert, sofern ich hier keine statische IP-Adresse festlege. Nun mache ich Folgendes: Ich rufe erneut die Verbindung zu meiner RDP-Sitzung auf, die gerade noch mit meinem Cloudservice im Classic Mode verbunden war. Und nun ist diese RDP-Verbindung automatisch beendet worden. Das heißt, auf diese Art und Weise kriegen wir unterbrechungsfrei das Migrieren einer VM vom Classic Mode zum Resource Manager auf die Bahn. Bei dieser Migration können wir jetzt natürlich zwei unterschiedlichen Status landen, entweder gibt es Probleme beim Umschalten oder der Umschalt-Modus hat problemlos funktioniert, wie wir das gerade gesehen haben. Und jetzt brauchen wir nichts anderes zu tun, als die entsprechende Zeile noch einmal auszuführen. Das heißt, Zeile 2 würde ein Rollback bedeuten, und Zeile 5 bedeutet eine Fertigstellung der Migration. Die Migration, die ich Ihnen gerade gezeigt habe, war natürlich deswegen relativ einfach, weil es sich um eine kleine, fast jungfräuliche VM handelte, und diese VM außerdem im Classic Mode mit einem virtuellen Netzwerk verbunden war. Das ist die optimale Ausgangssituation. Das ist allerdings in Classic Mode nicht immer unbedingt der Fall. Und in der Dokumentation, die ich Ihnen hier gerade zeige, können Sie eine Migration von Classic Mode zum Resource Manager noch einmal in Ruhe durchlesen und sich Alternativen anschauen, falls beispielsweise Ihre VM nicht in einem VNET eingetragen ist. In diesem Video haben wir also gesehen, was der wesentliche Unterschied ist zwischen dem Resource Manager und dem Classic Portal, und welche Möglichkeiten es gibt alte Ressourcen vom Classic Portal in den Resource Manager umzuziehen.

Azure: Basiswissen für Administratoren

Lernen Sie das Wichtigste, was Sie als IT-Adminstrator über die Möglichkeiten von Azure wissen müssen.

4 Std. 2 min (31 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.09.2017

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