Canon EOS 700D Grundkurs

Automatischer und manueller Weißabgleich

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Mit dem Weißabgleich haben Sie ein wirkungsvolles Instrument an der Hand, um Farben entweder "korrekt" oder "atmosphärisch gut" darzustellen.
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Transkript

Wenn Sie Aufnahmen mit Ihrer Kamera machen, dann sollen die natürlich nicht nur richtig belichtet sein, das, was Sie fotografieren möchten, soll scharf abgebildet sein, sondern als drittes und wesentliches Element einer guten Aufnahme: Die Farben sollen auch gut dargestellt werden. Gut dargestellt, das kann ganz unterschiedlich sein. Entweder möchten Sie die Stimmung, die bei der Aufnahme vorhanden ist –– Nehmen wir einmal an, Sie fotografieren eine Szene an einem Lagerfeuer, dann haben Sie gleich vor Ihrem geistigen Auge sicherlich so ein gelblich-orange getöntes Licht, also eine warme Farbstimmung im Kopf und die soll natürlich wiedergegeben werden. Und Sie möchten in so einer Situation natürlich nicht, dass es akurat und richtig im Sinne von: "Wie war es denn im Original?" abgebildet wird. Denn wenn Sie einen, sage ich mal, weißen Pullover tragen und der wird von so einem gelblichen Licht beleuchtet, dann ist er natürlich gelblich und nicht weiß wie er im Original vom Hersteller aus eingerichtet ist. Also, da kommt es darauf an, möchten Sie eine richtige oder eine stimmungsvolle Farbwiedergabe haben? Zur Darstellung der Farben gibt es kameraintern den sogenannten Weißabgleich. Die Grundeinstellung ist der automatische Weißabgleich, D.h., die Kamera kümmert sich automatisch darum. Das klappt in den allermeisten Fällen schon wirklich gut, sodass Sie, aus meiner Sicht, sich vielleicht nicht unbedingt als Allererstes mit der Frage des Weißabgleichs beschäftigen sollten. Wichtig wird der Weißabgleich speziell dann, wenn Ihnen auf die genaue Farbdarstellung -- wenn das für Sie ein wirklich wichtiges Argument ist und das ist meistens in der Sach- oder Produktfotografie der Fall. Da will ja sicherlich ein Hersteller, ein Produzent seine Farben auch richtig dargestellt haben. Und wenn der weiße Pullover gelblich dargestellt wird und Sie wollen das Bild vielleicht irgendwo publizieren, damit sich Leute diesen Pullover bestellen, dann möchten die ja auch sehen, welche Farbe der Pullover tatsächlich hat und nicht, dass Sie sagen: "Na ja, ich habe den in einer warmen Farbstimmung fotografiert, in Wirklichkeit sieht der ein bisschen anders aus." D.h. also, wenn der automatische Weißabgleich nicht zu dem gewünschten Ergebnis führt, dann haben Sie in der Kamera unterschiedliche Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. Ich zeige Ihnen, welche das sind. Neben dem automatischen Weißabgleich gibt es in der Weißabgleicheinstellung verschiedene Voreinstellungen für unterschiedliche Lichtsituationen: Sonnenlicht, Schatten, Wolken, Glühlampenlicht usw.. Wenn Sie damit jedoch nicht zufrieden sind, dann können Sie auch einen manuellen Weißabgleich vornehmen. Symbolisch für viele Farben eines Motivs hatte ich jetzt hier die Farbkarte stehen. Für den manuellen Weißabgleich brauchen Sie ein Referenzobjekt wie bspw. diese Graukarte hier. Von diesem Referenzobjekt machen Sie zunächst einmal eine Aufnahme und die Aufnahme ist jetzt hier in der Vorschau klein zu sehen. Das ist natürlich ungefähr grau, etwas anderes wäre jetzt nicht zu erwarten, weil wir hier auch ein relativ neutrales Studiolicht haben. Wenn Sie jetzt einen manuellen Weißabgleich vornehmen wollen, dann gehen Sie wieder in die Einstellungen für den Weißabgleich, wählen hier den Weißabgleich manuell. Das ist das Eine, was Sie tun müssen und das Andere ist, dass Sie, natürlich noch diese Referenzaufnahme der Kamera, müssen Sie ja sagen, es soll neutral dargestellt werden, deshalb haben Sie die Referenzaufnahme gemacht. Sie gehen im zweiten Aufnahmemenü in die Einstellung "Custom WB", bestätigen das mit "OK" und dann sagt er hier, durch Bestätigen der Z-Taste, wird dieses Bild als Referenzaufnahme verwendet. Das quittieren Sie noch einmal mit "OK" und wenn Sie jetzt eine weitere Aufnahme von dem Motiv machen, dann sehen Sie, auch das ist grau, auch das war natürlich zu erwarten. Wenn wir jetzt die beiden Bilder mal kurz miteinander vergleichen, dann sieht man, der Unterschied ist nicht wirklich groß, also gefühlt vielleicht im Mikromillimeter Bereich. Es gibt Situationen, wo dieser Unterschied sehr viel größer ist und Sie sehen an diesem Beispiel, wie gut der automatische Weißabgleich Ihrer Kamera tatsächlich ist. Sie haben also gesehen, mit dem Weißabgleich können Sie Einfluss nehmen auf die Farbdarstellung und abschließend vielleicht noch einen Tipp: Ich habe jetzt viel gesprochen über die richtige Farbdarstellung. Sie können natürlich den Weißabgleich auch dazu verwenden, bewusst eine andere Weißabgleicheinstellung zu nehmen als die, die jetzt dem tatsächlichen Licht entspricht um auf diesem Wege eine spezielle Bildwirkung zu erzielen.

Canon EOS 700D Grundkurs

Lassen Sie sich die Bedienung Ihrer EOS 700D vom ersten Einschalten der Kamera bis hin zum richtigen Belichten erklären und erfahren Sie, wie Sie Ihre Kamera gekonnt einsetzen.

3 Std. 33 min (37 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.11.2013

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