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People-Fotografie: Mensch und Pferd

Ausgewählte Pferdefotos und ihre Entstehung

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Die hier vorgestellte Auswahl aus dem Portfolio der Trainerin zeigt, welche unterschiedlichen Landschafts-, Aufnahme- und Lichtsituationen die mögliche Vielfalt dieser Spielart der Tierfotografie kennzeichnen.
06:52

Transkript

Wir haben sechs Bilder aus meinem Portfolio rausgesucht, die ich jetzt im Folgenden mit euch besprechen werde. Dabei haben wir extra sechs ganz unterschiedliche Fotos genommen, und dabei drei Mal das gleiche Team, damit ihr seht, was man mit einem Team an unterschiedlichen Locations so erreichen kann. Fangen wir an mit Bild 1. Hier seht ihr Talisa mit ihrer Besitzerin Nicole. Talisa ist eine Friesenstute, ja und die habe ich hier in der Heide fotografiert. Dieses Shooting war tatsächlich schon ein Jahr vorher geplant, weil es schon immer mein Traum war, in der Heide zu fotografieren. Hier sind wir dann im September zur Heideblüte hingefahren. Das Schöne ist, dass hier auch Reitwege sind. Das heißt, man macht nichts kaputt, wenn man dort Fotos macht und ich bin hier extra auf eine Erhöhung gegangen, weil es das Ziel war, die komplette Heide, einmal in der ganzen Schönheit darzustellen. Nicole trägt hier ein Designerkleid, was wir uns vor dem Shooting auch organisiert hatten. Das heißt, hier passt wirklich alles zusammen und das war auch wirklich vorher so geplant, dass die Farben zu dem Kleid passen. Die beiden passen in die Location, gliedern sich ein, und auch hier sieht man wieder das Vertrauen von Pferd und Mensch im Bild. Sie schließt hier die Augen, liegt hingebungsvoll auf ihrem Pferd und ja, das ganze Bild ist einfach voller Harmonie. Kommen wir zur nächsten Foto. Auch Talisa und Nicole. Hier habe ich in der Mittagszeit fotografiert. Das ist ein Bild vor schwarzem Hintergrund, was ich einfach an dem Stall von ihr fotografiert habe. Das heißt, wir haben vorher die ganzen Boxentüren geschlossen, damit es auch so dunkel wie möglich ist und ich einen ganz, ganz dunklen Hintergrund habe. Das heißt, dass in dem Hintergrund gar kein Licht rein kommt. Das heißt, das musste ich dann gar nicht mehr mit Photoshop irgendwie abdunkeln. Habe hier die beiden von vorne fotografiert. Die stehen quasi im Stalleingang und ich stehe einfach davor. Wenn ich hier reinzoome, sieht man das auch noch mal. Hier seht ihr mich stehen. Wie gesagt, die beiden im Stalleingang habe hier mit meinem 300 Millimeter, heißt mit einer Festbrennweite, fotografiert, und auch hier einfach nur mit dem natürlichen Licht gearbeitet. Das heißt, die Sonne kommt von vorne. Von oben und von hinten kam kein Licht. Das seht ihr hier an der Lichtumgebung, wie das Bild dargestellt wird. Ja, die Nicole schließt hier die Augen. Es ist ein Close-up-Foto. Sie ist nah an ihrer Stute dran und das ganze Bild ist einfach voller Vertrauen und Liebe, und auch immer noch eins meiner absoluten Lieblingsbilder, die ich fotografiert habe. Auf diesem Nächten Foto seht ihr wieder Talisa und Nicole. Das ist eins der allerersten Bilder, die ich von den beiden gemacht habe. Das ist schon ein paar Jahre her. Her habe ich die beiden im Gegenlicht. Das ist mit dem Abendlicht fotografiert. Die Sonne ist im Hintergrund von den beiden. Das sieht man hier auch noch mal an den Haaren. Das heißt, sie kommt von hinten. Es ist ein sehr, sehr warmes Licht. Ich habe den Weißabgleich in der Kamera. Die Kelvinzahl also sehr hoch gedreht. Das heißt, schon mit sehr, sehr warmen Licht im Vorfeld fotografiert. Die Location ist hier total unspektakulär. Das ist einfach nur ein Feldweg in der Nähe vom Stall. Ja, den haben wir genommen, weil das Pferd hier natürlich dann noch mal sehr, sehr viel entspannter sitzt. Wenn man in eine fremde Location fährt. Wie gesagt, das war das zweite Fotoshooting, was ich mit den beiden überhaupt gemacht habe. Und auch hier sind die beiden zueinander. Das heißt, sie sind auf einer Harmonielinie. Das bietet mir die Möglichkeit, sehr, sehr offenblendig zu fotografieren. Heißt, dass der Hintergrund sehr, sehr unscharf wird und die beiden komplett im Fokus sind. Und ich die Harmonielinie, heißt die beiden sind auf einer Linie fotografiert. Kommt auch hier noch mal das ganze Vertrauen und die Bindung zu den beiden rüber. Das Nächte Bild ist auch ein Gegenlichtbild. Ist allerdings im Morgenlicht fotografiert. Hier seht ihr schon an der Lichtstimmung, dass es sehr, sehr viel sanfter ist, als das Bild, was ihr davor gesehen habt. Hier waren wir auch in der Heide unterwegs, allerdings eher Richtung Winter. Das heißt, die Heide hat nicht mehr geblüht, und selbst wenn sie geblüht hätte, käme es durch dieses ganze warme Licht gar nicht so extrem rüber. Auch hier ist die Person, heiß Annica, mit ihrer Stute Wölbchen auf dem Weg fotografiert. Hier unten seht ihr, das ist ein Reitweg, heißt ein Sandweg. Und eigentlich waren hier Galoppbilder geplant. Hier waren die beiden dann quasi gerade zu dem Startpunkt, wo wir dann anfangen wollten und da war es einfach so schön, dass dieses Licht genau in diesem Strahlgebündel runter kam, dass ich sie gebeten habe, doch einmal ganz kurz anzuhalten. Hier seht ihr, wie Wölbchen dann auch noch ausgeatmet hat. Das heißt, es wird noch mal ein bisschen mehr magische Stimmung produziert. Und auch hier trägt sie ein Designerkleid, was ich mir vor dem Shooting extra ausgeliehen habe. Und wie gesagt, auch hier haben wir ein Gegenlicht. Der Weißabgleich war auch von vorne rein sehr, sehr warm eingestellt und auch hier musste ich fast gar nichts mehr bearbeiten. Das nächste Bild zeigt Anna und ihre Stute Niki. Die beiden habe ich im See fotografiert. Hier habe ich wieder mit einem etwas kühleren Weißabgleich gearbeitet, einfach weil diese ganze Bildstimmung hier auch sehr, sehr viel kühler ist, und auch hier seht ihr wieder die Harmonielinie. Das heißt, die beiden sind auf einer Linie fotografiert. Erstens komme ich dann natürlich wieder mit der Schärfe sehr, sehr viel besser klar und auch hier verschwimmt der Hintergrund und auch der Vordergrund im Unscharfen. Damit der Vordergrund überhaupt hier so unscharf wird und ich hier diese Linie also die Wasserlinie zu den beiden hinhabe, bin ich hier wirklich ins Wasser reingegangen. Das habe ich mir relativ spontan überlegt. Das heißt, ich bin mit meinen ganzen Klamotten ab ins Wasser und habe hier relativ nah über der Oberfläche fotografiert. Natürlich so, dass das Objektiv nicht nass wird, aber nur so bekommt ihr es hin, dass ich den Verlauf zu den beiden hinhabe. Wenn ich vom Ufer fotografiert hätte, wäre es eine ganz andere Perspektive gewesen und bei Weitem nicht so spannend. Anna ist ziemlich nass, wie ihr seht. Ja hier habe ich sie einfach drum gebeten, doch einmal kurz im Wasser einzutauchen, damit die Haut auch diese Wasserstruktur beziehungsweise diese ganzen Wasserperlen aufnimmt. Und besonders gerne mag ich hier noch mal den Wassertropfen, der gerade von ihrer Lippe abperlt. Das letzte Bild, was ich euch zeigen möchte, zeigt Elsa und ihren Wallach Farsante. Ja, das Bild ist relativ einfach entstanden. Wir waren hier nämlich einfach auf der Weide vom Pferd. Warum ich das gemacht habe ist erstens der Aspekt Sicherheit. Das heißt, falls irgendwas passieren sollte, waren wir hier im eingezäunten Gelände, das heißt, man ist sehr, sehr sicher. Ich habe mich hier ganz, ganz flach auf dem Boden gelegt, das seht ihr hier unten an der Struktur, denn nur so wird dieses Bild auf der Weide auch richtig spannend. Und ihr habt hier das Bokeh unten von den ganzen Blumen, was sehr, sehr unscharf ist. Das heißt, die beiden kommen automatisch durch dieses Bokeh auch noch mal in den Fokus rein. Das Pferd war hier eh sehr, sehr entspannt. Wie gesagt, wir haben auf seinem eigenen Grundstück sozusagen fotografiert. Sie lacht ihr Pferd an und auch hier seht ihr wieder das ganze Vertrauen zum Pferd. Die beiden sind auch wieder auf einer Linie fotografiert. Das Pferd hat das Ohr, die Aufmerksamkeit, bei seiner Besitzerin, ja, und auch hier seht ihr, dass man nicht immer unbedingt eine Designerkleid oder irgend ein Kleidchen anhaben muss, denn hier hat sie einfach nur einen Rollkragenpullover an und eine Jeans und auch damit können total schöne Bilder entstehen. Auch, wie gesagt, ohne Sonne, denn hier war gar keine da an dem Tag. Und das war es eigentlich auch schon. Heißt ihr habt hier sechs ganz unterschiedliche Bilder gesehen. Habt gesehen, dass es für gute Fotos nicht immer nur Sonne braucht. Dass Sicherheit beim Shooting vorgeht. Dass man also zur Not auch auf der Weide vom Pferd total schöne Bilder machen kann. Dass man nicht immer überall irgendwo hinfahren muss. Dass es kein Designerkleid für schöne Fotos braucht, aber natürlich ein Designerkleid haben kann. Und ich hoffe der Einblick hat euch gefallen.

People-Fotografie: Mensch und Pferd

Erfahren Sie, wie Mensch und Pferd einfühlsam in Szene gesetzt und portraitiert werden – vom Equipment über die richtige Location und diverse Posen bis hin zur Nachbearbeitung.

2 Std. 33 min (35 Videos)
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