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Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

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Sie beginnen die Farbskizze mit einigen wenigen und bewusst gewählten Farben.
09:55

Transkript

An die farbige Gestaltung unserer "background illustration" werden wir ähnlich herangehen, wie an die Vorzeichnung. Wir werden erst mal grob arbeiten, vielleicht ein paar verschiedene Ideen ausprobieren, und uns dann langsam von grob nach fein nach oben arbeiten. Ich werde mir jetzt einmal gerade eine neue Datei aufmachen, -- ja, die Größe hier ist vielleicht nicht schlecht. Eine Datei mit einer etwas niedrigeren Auflösung, in der meine Pinsel schön groß werden können, ohne das ich zu viel Performanceverlust habe, weil das muss man auch dazu sagen, je größer man so einen Pinsel einstellt, desto langsamer reagiert er, ab einem bestimmten Punkt. Hinzu kommt, dass ich mich in der Farbskizze, die ich jetzt anfertigen möchte, auch nicht zu sehr ins Detail verlieren möchte, das soll also gar nicht so viel Auflösung da sein. Was ich jetzt mache ist, ich nehme mir die Zeichnung, hier aus meiner Vorzeichnungsdatei, mache mir das ein bisschen kleiner, damit ich beide Dateien sehen kann. Die Vorzeichnung, die hole ich mir hier rüber, einfach "Shift" gedrückt halten, und den "Layer" rüber ziehen, dann landet er hier drin. Er ist jetzt natürlich viel zu groß, "Strg+T" gibt mir die Möglichkeit, das "Transformierenwerkzeug" zu öffnen, und jetzt hier die Größe meiner Vorzeichnung anzupassen, an meine neue Datei. Ich guck mal, wie groß das bei hundert Prozent ist. Das ist für mich auch immer so ein bisschen der Maßstab. Bei hundert Prozent füllt das jetzt grade hier unseren Bildschirmbereich ganz gut, also lass' ich's mal bei der Größe. Was jetzt hier meine Zeichnung nicht mehr hat, ist eine Umrandung, die werde ich ihr jetzt aber mal wieder geben. Und die gedrückte "Shift"-Taste, die gibt uns hier wieder die Möglichkeit scharf, wie mit einem Lineal gezogen, hier Linien einzuziehen. So, da können wir ein bisschen wegradieren. So, und jetzt haben wir hier unsere Vorzeichnung schön in dieser Datei. Und jetzt folgt ein Schritt, den ich eigentlich sehr mag. Im Prozess der "background illustration" - jetzt werden hier Entscheidungen getroffen zur Farbigkeit. Da ist es jetzt tatsächlich ein bisschen ein Unterschied, wo wir herkommen. Wir hatten ja gesehen, ganz am Anfang, da haben wir entweder unsere Vorarbeit, unser erstes grobes Konzept für unsere Ilustration, entweder nur in Linien ausgearbeitet, oder eben in einer groben "Tonwertskizze". Ich werde mir die grade hier holen. Wenn wir schon eine Tonwertskizze haben, dann gibt die uns natürlich Anhaltspunkte, welche Farben wir am Ende hier in unser Bild hineinbringen werden. Zumindest die Intensität, die Helligkeit dieser Farben könnte in dieser Tonwertskizze schon vorgegeben sein. Wir wollen jetzt allerdings mal so tun, als hätten wir diese Entscheidung noch gar nicht getroffen, und einfach mal ganz frisch und frei hier da an die Aufgabe herangehen, auf diese Zeichnung hier eine Farbigkeit zu bringen, bzw. auf dieser Zeichnung hier eine Farbigkeit aufzubauen. Und dazu nehm' ich als allererstes mal meinen großen, breiten Pinsel, - ich kann sogar noch ein bisschen größer werden. Und das Schwierigste ist immer der Anfang, und da macht es Sinn, sich aus seinen Vorstellungen zu dem Motiv eine Grundfarbe herauszusuchen, eine Farbe, die wahrscheinlich große Teile des Bildes bedecken wird, zumindest in unserer Vorstellung, und was mir da in den Sinn kommt, ist die Farbe des Rasens hier, der quasi weite Teile unserer Illustration bedeckt, und der eine ganz bestimmte Farbe, oder eine ganz bestimmte Intensität haben wird, je nachdem, was für eine Beleuchtung wir wählen. Und mir schwebt ja eine bläuliche Abendszene vor, das heißt, grundsätzlich ist unser Rasen ja grün, wenn es jetzt ein bisschen Abend sein soll, dann ist er sicherlich etwas dunkler, und es ist außerdem ins Bläuliche verschoben. Da kann man einfach mal ein bisschen testen -- ja, vielleicht noch ein bisschen heller, und mit so einer ersten Farbe kann man tatsächlich erst einmal das gesamte Motiv füllen. Alternativ kann man auch direkt verschiedene Regionen in seinem Motiv ausfindig machen, und die mit der entsprechenden Farbe direkt füllen; das ist auch im Grunde jetzt der nächste Arbeitsschritt. Aber ich mag es tatsächlich, wenn erst mal das ganze Weiß weg ist, und man einen Bezugspunkt hat. Weil man jetzt nämlich sagt -- okay -, das ist jetzt der Rasen, von dessen Farbe hat man eine gewisse Vorstellung. Wenn es jetzt ins Dunkle geht, dann würde man diese Farbe einfach als Grundlage nehmen, und ein bisschen dunkler ziehen. Kommt man vielleicht schon in die Region der Farbe, die man hier unter den Bäumen hat, oder ein bisschen Schatten sein wird. Und wenn es jetzt darum geht, das Ganze nach hinten zu betrachten, - ich stell' mir vor, dass wir da ein wenig Atmosphäre in unserer Szene haben das heißt, da wird ein wenig Dunst sein, da wird das Ganze bisschen heller sein. Ich nehme mir deshalb hier mit der Pipette nochmal einen helleren Ton auf, mache ihn nochmal ein bisschen heller, noch ein bisschen bläulicher. Und vielleicht war das sogar ein bisschen zu hell. So lassen sich jetzt auch schon hier im hinteren Bereich Flächen füllen. Und ich spar jetzt hier einfach mal das Blätterdach aus, das hier von unseren Bäumen gebildet wird, im Vordergrund. Diese Farbentscheidung haben jetzt also direkt aufeinander aufgebaut. Die erste Entscheidung für den ersten Graston, die ist da entscheidend gewesen, danach ist dann eine Abdunklung aus logischer Erwägung gewählt worden. Hier im Schatten muss der Ton dunkler werden, also machen wir ihn etwas dunkler, und dann auch dieser ins Bläuliche gezogene hellere Ton ist auch aus der Erwägung heraus entstanden, zu sagen, okay, - wir werden hier ein bisschen Dunst in der Szene haben. Der tendiert immer dazu die Farben etwas ins Bläuliche zu verzerren, man kennt das vielleicht, wenn so in die Landschaft schaut, da werden die Berge im Hintergrund immer bläulicher, der Kontrast wird auch immer geringer, das ist der gleiche Mechanismus, den wir auch hier verwenden. Jetzt treffen wir eine zweite Farbentscheidung, der gepflasterte Weg, ausgehend von unserer Grundarbe hier, würde ich sagen, wesentlich weniger Sättigung, denn es soll sein Steinweg sein, d. h., er ist nicht mehr grün, sondern er ist eigentlich grau; aber ich gehe nicht ganz ins Grau, weil das würde ein bisschen tot wirken, sondern ich bleibe schon noch ein bisschen in diesem Grün, aber er sollte auf jeden Fall ein bisschen heller sein, als unser Rasen. Und am besten ist es immer mal so einen Farbauftrag zu machen. Und was eigentlich das Schwierigste an dieser Stelle ist, ist mit der Tatsache zu leben, dass in dieser Phase dieser Farbauftrag noch nicht so richtig wirkt. Also, das sieht jetzt alles noch nicht aus wie eine Abendszene, das sieht jetzt noch nicht aus wie weiches Licht, von einem dunklen blauen Himmel. Das ist immer die schwierigste Phase, weil hier kann man leicht verzweifeln, und dann in verschiedenste Richtungen abdriften, und dann am Ende sich völlig verlaufen, aber man wird sehen, wenn man dabei bleibt, und die bewussten Entscheidungen, die man sich auch ein bisschen logisch erklären kann, erst mal tätigt, dann hat man später noch genug Gelegenheit das Ganze aufeinander abzustimmen, und auszugleichen. Hier steigen wir mal wieder direkt ein in die Überlegung. Also wir haben ja dieses helle Grau auf den Steinen, die hier auch quasi im gleichen Licht liegen, wie der Rasen im Vordergrund. Hier hinten haben wir einen Schatten, da müssen wir auch das Grau unseres Weges ein bisschen dunkler machen. Und in diesem Grau können wir auch direkt mal hier unseren Sockel malen, und auch die Pömpel hier im Hintergrund. Was man schon sieht ist, dass dadurch, dass hier die gleichen Entscheidungen getroffen wurden, dass man gesagt hat -- okay, hier beginnt ein schattiger Bereich, da wird der Rasen dunkler, und dadurch, dass man hier die gleiche Logik auf diesen anderen Farbauftrag anwendet, passen die jetzt gut zusammen, machen Sinn, und ergeben so etwas wie eine konsistente Lichtidee. Und das ist eigentlich der erste Schritt, dass man bei der Farbskizze schon anfängt zu sehen, wie die Dinge zusammenpassen. Die ersten fünf Farben haben wir jetzt schon aufgetragen, und das will auch nochmal betonen an dieser Stelle, es macht Sinn in so einer frühen Phase wirklich mit einfachem Farbauftrag zu arbeiten, also vor allem auch mit deckendem Farbauftrag; ich hab' jetzt hier wirklich fünf Farben, die man ganz deutlich voneinander unterscheiden kann. Die beiden Töne für das Gras, die beiden Töne für den Stein, und den Ton für die Atmosphäre im Hintergrund. Diese fünf Farben sind jetzt ganz bewusst aufgetragen worden. Dadurch, dass sich jetzt noch keine großartigen Farbverläufe ergeben, noch keine großartigen Farbmischungen, sondern es alles voneinander abgegrenzte Farben sind, die wir uns bewusst hergeleitet haben, behalten wir auch leichter den Überblick jetzt, über die farbige Gestaltung unserer Szene. Das ist jetzt schon hier der erste Anfang, aber da ist natürlich noch einiges dran zu machen.

Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Lernen Sie, worauf es bei der Gestaltung eines Hintergrunds ankommt, um Ihre Figur ins richtige Licht zu rücken!

2 Std. 29 min (19 Videos)
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