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Fotografieren mit der Lochkamera

Ausfleckretusche in Photoshop

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Sie benötigen vor allem drei Werkzeuge zur Ausfleckretusche: Den klassischen Kopierstempel, den Reparaturpinsel und den Bereichsreparaturpinsel. Vorab wird die Aufnahme über die Unscharfmaskierung geschärft.
11:06

Transkript

Zwei Kleinigkeiten müssten wir natürlich noch tun\ in der Post-Production. Das sind Dinge, die man eigentlich mit so gut wie jedem Bild machen muss, egal ob digital oder analog. Unseres ist ja so eine Art Zwitter, es ist digital zwar erstellt worden aber der Ursprung ist ein analoges Negativ. Also es spielen beide Welten so ein bisschen eine Rolle und beide haben auch ihre Spuren hinterlassen in diesem Bild. Das erste, was wir machen sollten, auch wirklich das allererste ist das Bild so zu schärfen, dass es so aussieht, wie wir uns das vorstellen. Natürlich bekommt eine Lochkamera nie diese letzte endliche Schärfe, die Sie über ein Objektiv erzielen können. Auf der anderen Seite glaube ich, dass wir da noch einiges raus holen können aus diesem Bild hier. Das ist das erste, was wir machen. Das zweite ist dann die Bildretusche, die hängt allerdings in erster Linie damit zusammen, dass wir bei einer Reproduktion, also dem Abfotografieren eines Negativ, grundsätzlich immer, immer, immer Staub mit dabei haben, mal mehr, mal weniger. Und das Problem ist, bei dieser etwas unterbelichteten Aufnahme, dass wir da natürlich auch mehr Staub sehen. Dadurch ist die Belichtung etwas knapper und da sieht man den Staub deutlich besser. Also je dünner ein Negativ ist, das können Sie sich als Faustregel quasi merken, je dünner ein Negativ ist, desto mehr Staub müssen Sie hinterher retuschieren. Früher hat man das mit Eiweiß-Lasurfarben gemacht, heute macht man das mit Pixeln. Das ist deutlich einfacher finde ich bzw. deutlich besser. Man kann einfach besser damit arbeiten. Also wir fangen an mit der Schärfung. Dazu mache ich aus unserem Bild erst mal ein Smart-Objekt. Gerade, wenn Sie vielleicht noch nicht so viel Erfahrung mit dem Schärfen solcher Aufnahmen haben, probieren Sie es lieber mit dem Smart-Objekt, denn auch die spätere Ausfleckretusche wird komplett non- destruktiv durchgeführt. Von daher spielt es keine Rolle, dass wir hier ein Smart-Objekt gebaut haben. Dann geh ich zum alten Klassiker, passt irgendwie auch zu diesem Film, finde ich. Der Klassiker der Scharfzeichnungsfilter, den es schon sehr lange gibt; das ist die Unscharf-Maskierung. Die hol ich mir mal, die sieht so aus. Und eigentlich brauchen Sie, wenn Sie mit der Unscharf-Maskierung arbeiten, für Ihr Bild immer grundsätzlich zwei Zustände. Der eine Zustand ist das gesamte Bild, was wir jetzt gerade sehen. Und der andere Zustand ist das Bild in seiner 100%-Darstellung. Was Sie auf gar keinen Fall tun sollten, ist, bevor Sie die Unscharf- Maskierung aufrufen, bevor Sie das machen, hier in das Zoom-Werkzeug, da ist das Zoom-Werkzeug, da rein zu gehen und dann das in dieser Größe anzuschauen. Jetzt sind wir bei 38,69%, das ist nie eine wirklich gute Darstellung. Sobald Sie es allerdings etwas größer machen über Kommand oder Strg +, haben Sie eine Darstellung, die Ihnen die Schärfe so zeigt, wie sie aussehen kann. Bei 50% sind wir jetzt. Für uns aber viel einfacher ist, gerade dann, wenn wir den Scharfzeichnungsfilter Unscharf-Maskierung bereits aufgerufen haben, das einfache hin und her schalten zwischen Kommand + 0 das gesamte Bild und Kommand + 1. Das geht nämlich auch dann, wenn man den Filter bereits offen hat. Wenn Sie am PC arbeiten, dann selbstverständlich Strg + 0 und Strg + 1. Und da kann man immer hin und her schalten, sich das Gesamtbild anschauen, die direkte Schärfung und so weiter. So, wie wollen wir das machen? Naja, üblicherweise nimmt man das als Größenordnung was Sie jetzt hier gerade sehen eine Stärke von 50 – 100 % und einen Radius. der um die 1 herum liegt. Aber ich glaube, dazu ist es eine ganz gute Idee, wenn wir uns das jetzt mal hier anschauen bei 100%. Und jetzt sehen Sie auch, warum es gut ist, erst zu schärfen und dann zu retuschieren, weil durch das Schärfen, dass man jetzt schon erkennen kann, kommen natürlich solche Kleinigkeiten deutlicher zum Vorschein. Deswegen sollten Sie immer erst schärfen und anschließend retuschieren. So, ich geh mal auf etwas mehr, sagen wir mal ruhig 100% oder knappe 100%, Knappe 100%, so. Und jetzt erhöhe ich mal den Radius, weil wir haben ja doch eine relativ unscharfe Geschichte hier. Und dann dürfen Sie auch mit höheren Radien arbeiten. Wenn Sie ein digitales Bild nachschärfen, was mit geringer ISO-Zahl, mit einem geringen ISO-Wert fotografiert wurde, wo wir kaum solches Rauschen, solches Luminanzrauschen haben, dann können Sie natürlich auch mit einem Radius von deutlich unter 1 arbeiten, speziell bei kleinen Bildern. Aber hier, schauen Sie mal was passiert, ist es schon ganz sinnvoll, wenn man da ein bisschen in die Höhe geht damit. Mal schauen was passiert. Es ist eine deutliche Schärfe-Leistung zu erkennen, aber das schärft natürlich nicht nur unser Bild, schon gar nicht nur die Konturen, sondern eben auch hier dieses Korn. Aber genau dafür ist ja der Schwellenwert da. Also zieh ich den mal auf einen relativ ungewöhnlich hohen Wert von 5. Das ist schon, finde ich, recht viel. Wir gucken uns jetzt nochmal an, was hier passiert. Da passiert natürlich deutlich weniger, aber Sie sehen auch, dass die Kanten doch nachgeschärft werden, wenn auch die Kanten blöderweise hier hauptsächlich dieser Staub ist. Also ich schaue es mir an, wie es aussieht, wenn man noch weiter nach oben geht, bzw. wenn wir mit dem Schwellenwert mal auf einen geringeren Wert von 0,4 gehen, mal gucken, wie das aussieht, und stelle jetzt fest, dass insgesamt schärfer zu sein scheint. Genau jetzt ist es eine gute Idee sich das mal vielleicht so anzuschauen. Vorher, nachher und dann sehen Sie schon, doch, dass das ganze Bild etwas brillanter wirkt. Jetzt gehe ich mal mit der Stärke noch ein bisschen nach oben, ein bisschen, hier das sind ordentliche Werte, mit den wir arbeiten, das ist 200% beinah. Das ist schon richtig viel, das würde\ ich einer Digitaldatei so nie antun wollen, aber hier können wir ja doch vielleicht noch mehr an Schärfe rausholen. Jetzt schauen Sie mal, was es ausmacht, eine ganze Menge. Also auch hier diese Typo lässt sich deutlich besser lesen. Wir sind bei sehr hohen Werten aber diese Werte sind durchaus vertretbar bei einer Lochkamera-Aufnahme. So jetzt nochmal ein bisschen dichter rangehen, wir wollen es ja nicht überschärfen. Der Schwellenwert von 4 sieht so aus, so würde der Schwellenwert von 0 aussehen und dann sehen Sie, dass es insgesamt doch recht körnig wird. Diese Körnigkeit möchte ich so ein bisschen vermeiden, also gehen wir mal lieber auf 4, auf 5 vielleicht. Wenn wir nochmal vorher und nachher schauen, dann sehen Sie schon, dass die Brillanz deutlich zugenommen hat. Das wäre also das, wie ich das Bild schärfen würde. Wobei zugegebenermaßen, wenn wir schon eine Lochkamera- Aufnahme haben, dann können Sie ach sagen, möchte ich gerade nicht, sonst hätte ich ein Objektiv verwendet, ich mag die Unschärfe so, wie sie ist, ich verzichte auf die Schärfung. Auch das ist ein Standpunkt, den man bei einer Analogkamera- Geschichte durchaus nachvollziehen kann. Jetzt schnell zur Retusche. Das ist relativ flott erklärt. Sie sollten in jeden Fall, ich habe es schon angedeutet, non-destruktiv arbeiten und eine neue leere Ebene anlegen. Dann gibt es hauptsächlich drei Werkzeuge, die mir hier einfallen bzw. mit den ich dann am liebsten arbeite. Erstes Werkzeug ist der klassische Stempel, hier der Kopierstempel. Den mag ich am liebsten als ausgerichtetes Werkzeug, ein Werkzeug, das immer in Verhältnis zu dem Punkt, wo ich die Farbe aufgenommen habe auch wirklich arbeitet. Den braucht man... Naja ich gebe es mal zu, nicht immer und nicht überall, weil der Stempel ein alter Klassiker ist, aber solche Sachen wie hier, wie da, und auch etwas größere Einzelteile wie so was hier, das kann man eigentlich schon ganz gut damit bearbeiten. Ich mache mein Pinsel etwas kleiner und das funktioniert noch nicht so, wie ich mir das vorstelle, weil ich finde, dass man dafür durchaus die Shortcuts verwenden sollte, stelle also die Shortcuts ein über Bearbeiten dann gehen wir hier zu den Tastaturbefehlen die Tastaturbefehle für die Werkzeuge, zeigen uns relativ weit unten, nämlich etwa an dieser Stelle hier die Pinselgroße verkleinern und vergrößern. Vergrößern ist die Rautetaste, verkleinern möchte ich gerne die Ö-Taste verwenden. Ich kicke das hier an, kicke auf Akzeptieren, bestätige das und jetzt müsste es mit der Ö-Taste prima funktionieren. Tut es auch, so kann man die Pinselgroße doch recht flott verändern. Was möchte ich machen? Ich möchte diesen Kratze loswerden, da reicht es mit ein kleines Pinselchen. Ich hole mir hier mein Farbton quasi und stempele das dann an dieser Stelle hier drüben ich hoffe, dass es hinkommt, passiert nicht so viel, weil hier oben noch Aktuelle Ebene steht. Wenn wir hier mal Alle Ebenen anklicken, dann müsste es besser funktionieren. Jetzt klappt es und kann ich hier diesen hässlichen Kratzer einfach wegstemepln. Vielmehr glaube ich muss man von Stempel nicht sagen, er gehört schließlich zum Urgestein der digitalen Bildretusche. Was wir dann hier an der Stelle haben, mit dem kann man schon mehr anfangen bzw. das ist etwas, was man an Stellen brauchen kann, wo der Stempel versagt. Jetzt gehen wir einfach mal an die stelle hier und wir stellen uns vor, Sie hätten gerne diese Kante, die Sie hier sehen, die soll nicht sein. Natürlich soll sie sein, aber wir stellen uns vor, Sie möchten das nicht und machen das mit dem normalen Stempel. Dann haben Sie das Problem, wenn Sie hier anfangen zu arbeiten, sie holen sich hier die Farbe, stempeln Sie hierhin und stellen fest, die Farbe ist zu dunkel, jeder sieht, dass man hier gestempelt hat, überhaupt keine gute Idee. Gerade dafür nimmt man sich dann hier den Reparaturpinsel, heißt das Ding. Also ich kann irgendwo hier reinklicken am Besten an dieser Stelle hier, male hier drüber und jetzt sehen Sie, dass es sofort angepasst wird, sofort die Helligkeit angepasst wird. So könnte ich hier die Fortsetzung dieser Regalwand problemlos zu Ende stempeln. Will ich natürlich gar nicht, könnte ich aber machen und die Farbe bzw. die Luminanz wird direkt angepasst. Und das dritte Werkzeug, auch das soll ich erwähnen, es ist wahrscheinlich das, mit dem Sie am meisten hier erledigen können und ich glaube Sie sehen, dass es eine ganze Menge Dinge gibt, die man hier erledigen muss bzw. rausstempeln muss. Das ist dieses Werkzeug hier damit würde ich sagen, können Sie am meisten anfangen Bereichsreparatur-Pinselwerzeug, da klicke ich einfach drauf bzw. ich fahre hier einfach drüber, aber auch da muss ich unbedingt Alle Ebenen aufnehmen in der Optionsleiste einstellen, nämlich dann funktioniert es. Ich male einfach drüber, den Rest denkt sich Photoshop. Das ist zwar ein bisschen Arbeit das zu machen aber für eine klassische Ausfleckretusche, die wir hier haben, die ich mir als Lehrling wirklich mehr als gewünscht hätte, nur digitale Fotografie gab da noch nicht, diese Art von Retusche, die ist eine schöne kontemplative Tätigkeit, man braucht ein Weilchen, aber man weiß auch dass durch konsequentes Arbeiten hier wirklich sehr gute Ergebnisse rauskommen. Ich glaube jetzt ist klar, was Sie mit einer Aufnahme machen. Wir müssen Sie einmal definitiv schärfen oder sollten das zumindest tun, dann mit einer neuen Ebene non-destruktiv die ganzen Fehler, die ganzen Staubkörnchen rausnehmen, und dann haben Sie ein passables Bild, das sich sehen lassen kann.

Fotografieren mit der Lochkamera

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2 Std. 17 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2016

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