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Blitz-Fotografie: Entfesselt blitzen

Ausdrucksstarkes Porträt

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Eine enge dunkle Gasse, das Model in maskuliner Pose und sorgfältig positionierte Blitze: Zutaten für ein ausdrucksstarkes Bild. Sehen Sie, wie sich der Trainer durch bewussten Einsatz der Blitze an die gewünschte Bildwirkung heranarbeitet.
09:32

Transkript

Wir sind hier in einer sehr engen Häuserschlucht, in einer sehr engen Straße, Gasse, die ganz bewusst ausgesucht wurde. Erstmal ist sie sehr eng, die Häuser sind nah beisammen und mir ist aufgefallen: Die rote Seite und die gelbe Seite. Diese werden in dem Bild eine Farbrolle spielen. Die ist also ganz bewusst ausgesucht, da hinten oben Straßenlaternen sind. David steht sehr maskulin da und die Laternen sollen ihn von hinten beleuchten. Es soll ein kleiner Saum, ein kleiner Lichtsaum entstehen. Und das Licht von vorne, soll dieser Blitz ergeben. Der Blitz soll das Maskuline noch ein bisschen unterstützen. Er soll kein softes Licht abgeben, sondern soll relativ hart sein. Deshalb ist er ein gerichtetes Licht und beleuchtet David. Das ist jetzt die Idee. Ich mache jetzt einfach mal ein Bild. (Geräusche im Hintergrund) (Klicken des Auslösers) Wenn ich das Bild nun betrachte, sehe ich einige Sachen, die mir schon ganz gut gefallen. Also das Licht, die Häuser, die Idee der Häuserschlucht, die sich nach hinten verjüngt, ist gegeben. Es ist gegeben, dass der David beleuchtet ist, aber ich habe das Gefühl, dass man das besser machen kann. Ich möchte jetzt David etwas mehr Licht geben. Der ist mir noch zu dunkel. Ich möchte bei ihm etwas mehr Dominanz von oben haben. Das schaue ich mir jetzt mal an. Ich habe die Belichtung eingestellt, ich bin nicht im manuellen Modus, von 1.3 Sekunden, also 1/3 Sekunden und einer Blende von 3.5, also nach hinten heraus soll es nicht besonders scharf sein. Ich gebe dem Blitz nun ein bisschen mehr Leuchtkraft Jetzt mache ich das Bild noch einmal. (Klicken des Auslösers) Das zweite Bild gefällt mir um einiges besser. Auch wenn ich damit noch lange nicht zufrieden bin. Aber es gefällt mir besser, der Weg der Verbesserung ist beschritten. Es ist ganz deutlich zu sehen, dass David mehr Licht bekommt. Am Hintergrund hat sich nichts verändert, da ich weder Blende, noch Zeit verstellt habe. Also nur im Vordergrund habe ich mehr Licht gegeben. Ich habe den Blitz im TTL-Modus um 0.7 erhöht, also kommt vorne mehr Licht an. Jetzt komme ich dem Ganzen schon näher, aber es gefällt mir noch nicht. Deshalb möchte ich auf die rechte Seite einen zweiten Blitz platzieren. Das dauert einen kurzen Augenblick und ich komme gleich zurück. Ich habe auf der rechten Seite einen zusätzlichen Blitz aufgebaut. Dieser soll David an der Schulter, an der rechten Seite treffen. Er hat einer schwarze Jacke an, das Licht soll von der Seite auf ihn fallen und ihn mehr in den Vordergrund hebt. So ist meine Idee. Das Licht ist keine Softbox, es soll nicht weich sein. Es soll ein sehr gerichtet Licht sein, das durch eine Röhre platziert wird. Es ist wie eine Wabe: Strohhalme, die zusammen gebündelt sind und das Licht wirklich auf den Punkt setzen sollen. Ich habe es nun genau so eingestellt, wie das Hauptlicht. Es ist also sehr stark von der rechten Seite aus. Dadurch dass es auf der schwarzen Jacke wahrscheinlich nicht so stark auffallen wird, hat es die selbe Leuchtkraft, wie das Hauptlicht. Es wird mit Sicherheit im Bild nicht so leuchtend wahrnehmbar sein. Jetzt mache ich noch einmal ein Bild. (Klicken des Auslösers) Ich muss sagen, das ist für mich absolut ein Zusatzgewinn, weil ich jetzt hier oben viel mehr Informationen habe. Also ich habe mit dem zweiten Blitz mehr Details herausgearbeitet. Es wird hier alles im TTL-Modus betrieben, der zweite Blitz hat die gleiche Leuchtkraft Das kann ich alles an der Kommandoeinheit einstellen. Ich muss nicht zum Blitz, um ihn zu justieren. Es ist alles sehr pflegeleicht. Wenn er jetzt zu hell oder zu dunkel wäre, könnte ich ihn hier justieren. Aber ich könnte dem Bild noch etwas abgewinnen. Ich könnte eine Verbesserung platzieren. Von hinten muss noch mehr Dampf kommen, mehr Licht! Ich möchte die breitbeinige Stellung, das Maskuline unterstützen. "Hier kommst du nicht durch!" Und das möchte ich im Bild sehen. Ich kann dies mit einem Licht von hinten erreichen. Das gibt dann viel mehr Schein. Dazu baue ich noch einmal einen Blitz auf. Wir machen eine klein Umbaupause. Und sind gleich wieder zurück. Der dritte Blitz ist ins Spiel gebracht. Der dritte Blitz steht jetzt ganz hinten. Er ist von David verdeckt und soll von hinten auch die Häuserflucht beleuchten, aber auch David mit einem Schein umgeben. Da ich glaube, dass der Blitz richtig arbeiten muss, habe ich ihn auf Volldampf eingestellt. Im manuellen Modus auf volle Leistung. Das besondere an dieser Einheit ist, dass man ein kleines Einstelllicht fingieren kann. Indem man hier drückt, kann man die Blitze in einem kleinen Stroboskop, wie ein kleines Dauerlicht leuchten lassen. Damit kann ich erahnen, wie das Licht kommt, wie das Licht fällt, wo es auftrifft, um die Vorstellung zu konkretisieren. Also der dritte Blitz von hinten mit Volldampf. Ich schaue mir das jetzt an und mache ein Bild. (Klicken des Auslösers) Bei dem dritten Bild sehe ich eine absolut deutliche Bereicherung. Also das neue Licht, der Blitz von hinten, der diese Häuserflucht in Szene setzt und David noch einmal so einen Lichtsaum gibt. Das gefällt mir absolut gut. Da erkennt man einen Prozess der Umsetzung: Welches Licht macht was? Es ist ein Ausprobieren, um zu sehen wo die Bereicherung liegt. Das ist mit drei eingesetzten Blitzen: Ein Hauptlicht von vorne, ein seitliches Licht, welches nur den Oberkörper noch einmal in den Vordergrund setzt und von hinten kommt noch einmal ein großes Licht, welches die Häuser und David noch einmal betont. Ich werde die Kamera jetzt runternehmen, da mein Licht nun eingestellt ist. Wenn ich mich nun in dem Kegel, vor David, bewege, kann ich noch einmal Folgendes machen: Ich kann jetzt näher an ihn gehen, um eine neue Perspektive zu sehen. Und während dem Auslösens vielleicht die Brennweite verändern, da ich eine lange Zeit, eine lange Belichtungszeit habe, kann ich damit noch einmal spielen und vielleicht etwas ganz neues herausholen. Es ist alles aufgebaut und die Idee ist konkretisiert, aber ich glaube da geht noch etwas. Ich nehme die Kamera runter und mache einfach ein paar Bilder, komme mal näher dran. Stelle scharf. Ich achte, dass die Lampen hinten den David nicht überleuchten, sondern dass diese immer verdeckt sind. (Klicken des Auslösers) (Klicken des Auslösers) (Klicken des Auslösers) Das ist cool! Das ist etwas, was mir jetzt noch einmal so einen Kick gibt. Ich konnte noch etwas anderes umsetzen. Hier sehen die Bilder schon fast aus, als wären sie bearbeitet. Einfach deshalb, weil ich nicht auf dem Stativ bin und ich etwas wackel oder demonstrativ wackel oder die Brennweite verändere. Das Blitzlicht, das David anleuchtet, friert ein. David ist immer scharf, eingefroren und der Rest ist vielleicht ein bisschen verwackelt oder die Brennweite gibt noch einmal eine Flucht nach innen, dadurch dass ich sie verändere. Das setzt die Person natürlich absolut frei. Jetzt haben wir in dieser Szene drei Lichter eingesetzt. Nach dem Aufbau von einem Licht konnten wir logischerweise auch schon gewinnbringend arbeiten. Aber es konnte sich das Licht, das Bild noch aufbauen indem wir mehrere Blitze eingesetzt haben. Und durch die flexible Steuerung konnten wir der Kreativität ihren freien Lauf lassen.

Blitz-Fotografie: Entfesselt blitzen

Lernen Sie, Systemblitze von der Kamera entfesselt zu verwenden. Steuern Sie den Blitz manuell oder via TTL, und lenken Sie das Licht ganz nach Ihren Wünschen.

2 Std. 5 min (26 Videos)
Super!
Anonym
Absolut gelungenes Tutorial, da werde ich einiges ausprobieren.

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