Lightroom Classic CC 2015: Porträt-Workflow

Augenränder und Falten

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Tränensäcke, Augenränder oder Falten kann und sollte man in Lightroom nicht pauschal wegretuschieren. Dieser Film zeigt Ihnen, wie Sie lokale Entwicklungseinstellungen auftragen können, die "unschöne" Stellen gut kaschieren.
04:58

Transkript

Falten gehören zu einem Menschen dazu, wie das Leben selber, deshalb stehe ich der Retusche von Falten recht kritisch gegenüber. Etwas anderes ist, wenn durch die vorherrschenden Lichtverhältnisse diese Falten noch mal extra verstärkt werden und deshalb das Gesicht in eine Richtung betont, die vielleicht gar nicht gerechtfertigt ist. Deshalb möchte ich Ihnen in diesem Film zeigen, wie Sie die Falten nicht weg retuschieren, sondern wie Sie sie mit ein paar lokalen Korrekturen so aufhellen, dass Sie nicht mehr die Dominanz im Bild haben und dabei geht es einerseits um Falten, aber andererseits auch um zum Beispiel solche Sachen wie hier diese Tränensäcke, die hier leider sehr dominant sind. Zunächst möchte ich Ihnen einmal zeigen, wie man es nicht macht. Ich zoome mich mal hier an diese doch sehr starke, intensive Falte heran. Wenn ich hier jetzt mit dem Retusche-Werkzeug rangehen würde und vielleicht versuchen würde, diese Falte einfach, wie man so schön sagt, wegzubügeln, dann kann das gar nicht zu einem vernünftigem Ergebnis führen, auch nicht, wenn man selber noch Einfluss auf den Hautbereich hat, der hier für die Reparatur benutzt wird, trotzdem sieht es komplett unnatürlich aus. Deshalb lösche ich das Ganze auch weg und mache mich anders daran, nämlich mit einer lokalen Korrektur. Ich wähle den Korrekturpinsel und überlege mir, was ich tun muss, damit diese Falte zwar vorhanden bleibt, aber nicht mehr so dominant im Bild ist. Ich muss natürlich einerseits den Hell-Dunkel-Kontrast etwas verringern, das macht die Klarheit, also verringere ich schon mal die Klarheit. Sicherlich kann ich etwas Schärfe raus nehmen und um die tiefen Schatten aufzuhellen, die Tiefenaufhellung aktivieren. Das sehen Sie jetzt natürlich alles noch nicht, weil ich noch keine Korrektur aufgetragen habe. Jetzt teste ich das mal aus, mit der Komma-Taste wird die Werkzeugspitze ein bisschen kleiner gemacht und dann trage ich meine Korrektur hier mal auf, und Sie sehen, glaube ich, ziemlich genau, was ich mache, ich helle das Ganze auf, und ich denke, wir müssen hier ein bisschen an die wirklichen Tiefen ran, also an das Schwarz. Ich werde auch noch das Schwarz wegnehmen und Sie sehen, dass ich damit die Mitteltöne beibehalte, aber das ganz Dunkle, das, was mich stört, hier sehr, sehr schön raus nehmen kann. Ich reduziere die Klarheit vielleicht noch ein bisschen mehr, mit der Schärfe werde ich nicht so viel machen, weil es sonst unscharf aussieht und schaue mir die Tiefenaufhellung noch mal an, aber auch die kann auf dem Wert bleiben. Was ist jetzt hier passiert beziehungsweise welche Korrektur habe ich durchgeführt? Schauen wir uns das mal an. Ich werde den kleinen Kippschalter mal hoch und runter setzen, ich glaube man sieht sehr, sehr deutlich, was hier passiert ist. Beim Wechsel kommt einem das vielleicht ein bisschen zu intensiv vor, aber wenn ich mich aus dem Bild mal raus zoome und dann den Vergleich stattfinden lasse, dann sehen wir, glaube ich, sehr, sehr deutlich, worum es mir geht. Ich habe hier keine Falte weg gemacht, ich habe einfach nur die Tiefenschatten, die diese wirft, etwas vermindert, damit die Dominanz im Bild hier etwas herabgesenkt wird und das mache ich jetzt weiter mit weiteren Falten, die mir im Bild nicht ganz so gut gefallen, allerdings werde ich jetzt hier nicht mit vollem Fluss, also mit voller Stärke arbeiten, sondern das mal ein bisschen verringern, damit ich mich stückweise an die Korrekturen ranarbeiten kann. Ich gehe hier beileibe nicht in alle Falten rein, ich gehe nur in paar, die ich vermindern möchte, aber die, die ich so als typische Lach- und Lebensfältchen ansehe, also alles, was hier ist, das lasse ich tatsächlich auch in der Stärke da und werde vielleicht nur die ganz dunklen Schatten so ein bisschen verringern. Ich gehe einmal rüber, wenn ich das Ganze nur etwas korrigiert haben möchte und ein zweites Mal rüber, wenn die Korrektur ein bisschen stärker sein soll. Das sind kleine Feinstkorrekturen, die einfach nur Aufhellungen und Glättungen in den dunklen Falten machen, ohne die Falten selber weg zu machen. Und damit können Sie einfach die Dominanz dieser Falten im Bild so ein bisschen reduzieren, das ist auch schon alles, was man da machen muss. So, wir können hier diese Falte um den Mundwinkel rum, noch mal ein bisschen versuchen zu glätten und dann schauen wir uns das mal an. Ich zoome mich mal raus und werde jetzt wieder die Korrektur ein- und ausblenden. Wir sehen, glaube ich, auch auf Stirn und Nase, wie die Falten einfach weniger Dominanz haben und ich denke, man sieht sehr deutlich, wie wir ohne die Falten wegzuretuschieren, trotzdem dafür gesorgt haben, dass sie nicht wirklich die Dominanz im Bild haben, wir achten jetzt viel mehr auf den Blick des Mannes, auf die Blickführung, auf das Portrait selber, anstatt auf tiefe Augenringe und Falten.

Lightroom Classic CC 2015: Porträt-Workflow

Lernen Sie, wie Sie Lightroom für Ihren Workflow als Porträtfotograf optimal nutzen – von der Organisation über die Retusche bis hin zur Entwicklung von Looks.

2 Std. 17 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:10.08.2017

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