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Lightroom Classic CC 2015: Porträt-Workflow

Augen zum Strahlen bringen

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Die Wirkung der Augen bestimmt nach wie vor das Porträt. Dieser Film zeigt Ihnen, wie Sie mit lokalen Korrekturen die Augen schnell zum Strahlen bringen.
05:01

Transkript

Eine noch immer gültige Regel für Porträt-Fotografen ist, dass der erste Blick bei einem Porträt immer in die Augen wandern sollte. Das heißt, hier sollte eigentlich das hellste Licht sein und auch so sollten die Augen so ausgeleuchtet sein, dass diese den Blick des Betrachters ziehen. Das tun Augen normalerweise ohnehin schon, aber manchmal muss man halt ein wenig mehr Kontrast da reinarbeiten und der Dominanz ein wenig mehr nachhelfen. Wenn Sie blaue oder auch grüne Augen haben, sei Ihnen hier ein Trick verraten, der bei diesem Motiv wahrscheinlich nicht sehr greift, aber der trotzdem bei der Augenfarbe eine sehr, sehr schöne Möglichkeit ist, nämlich die Luminanz für genau diese Farben in den HSL-Einstellungen anzuheben. Das ist sehr, sehr einfach. Die Hauttöne selber berühren Sie dabei ja nicht und wenn Sie einfach die Blautöne und die Aquamarin- oder Grüntöne anheben, dann haben Sie oft dadurch schon eine deutlich klarere Augenfarbe. In diesem Fall nützt das nur ein ganz kleines bisschen. Wir haben hier eher graue Augen und diese Augen muss ich deshalb mit einer lokalen Korrektur etwas mehr verstärken. Und das Einfachste -- unsere Iris, unsere Pupillen sind nun mal rund -- ist dafür natürlich ein Radialfilter. Ich aktiviere diesen mal kurz und überlege mir, was ich tun muss, um diese Augen etwas mehr zum Strahlen zu kriegen. Klar, sie müssen heller werden und wahrscheinlich brauchen sie mehr Detailkontrast. Das sind so die ersten Schritte, die ich jetzt mal machen werde. Ich werde also die Belichtung ein wenig anheben, vielleicht um eine Drittel- bis halbe Blende, die Klarheiten mal ordentlich nach oben ziehen und dann von der Mitte der Pupille aus über die gesamte Iris einen Radialverlauf aufziehen. So, jetzt sehen Sie, dass die Korrektur außerhalb dieses Radialverlaufs geschehen ist und nicht innerhalb des Verlaufs der Ellipse. Deswegen muss ich noch die Option Maske umkehren aktivieren. Die finden Sie im unteren Bereich der Steuerung. So. Und wenn ich mir das anschaue, bin ich doch schon ziemlich genau da, wo ich auch hin möchte. So, und diese Korrektur, die ich jetzt vorbereitet habe, kann ich natürlich noch ein bisschen verstärken. Ich kann schauen, was passiert, wenn ich den Dunst-entfernen-Regler benutze; in diesem Fall nichts Gutes, weil die Tiefen viel zu stark verstärkt werden. Ich werde die Klarheit also noch ein wenig anheben, die Belichtung noch ein wenig anheben und auch die Lichter noch mal zusätzlich anheben. Das ist eine ganz subtile Korrektur, sorgt aber dazu, dass ich einen wunderbaren Kontrast nur aus den Lichtern heraus bekomme, ohne die Tiefen auch noch zu verstärken. Das wäre etwas anderes, wenn ich den Kontrast verstärke. Sie sehen, auch hier habe ich wieder das Problem, dass ich mehr dunkle Anteile bekomme. Das möchte ich nicht. Auch das Weiß kann verstärkt werden und damit quasi das Augenlicht noch mal nachgeholt werden. So, ich blende mir das Ganze mal ein und aus. Das sollte man nicht vergessen, weil sonst ist man in der Korrektur irgendwann so weit, dass man Zombieaugen korrigiert, aber ich denke, diese Augen können das sehr schön vertragen. Und jetzt möchte ich genau die gleiche Kombination von Korrekturen auf der anderen Seite auch haben. Und dazu kann ich mir einfach mit rechter Maustaste diesen Radialfilter duplizieren und dann einfach auf das andere Auge übertragen. Nun liegt aber das andere Augen etwas mehr im Schatten und schauen wir uns mal an, ob das so noch realistisch wirkt. Wahrscheinlich ist das einfach ein bisschen zu viel an dieser Stelle und deswegen werde ich jetzt die aktive Korrektur ein bisschen relativieren. Und dazu möchte ich natürlich nicht jeden dieser eins, zwei, drei, vier Regler einzeln runterschieben, sondern werde insgesamt den Korrekturbetrag verringern. Das geht zum Beispiel dadurch, dass Sie den kleinen Pfeil hier oben einfach einklappen und dann haben Sie einen Betrag der Korrektur. Der steht ungefähr auf der Höhe der höchsten Korrektur und diesen kann ich jetzt reduzieren. Ich ziehe also einfach ein bisschen nach unten, um die Korrektur ein bisschen zu reduzieren; ganz nach unten wäre Null und von dem Status aus kann ich die Korrektur langsam hocharbeiten; dass sie einerseits nicht unnatürlich aussieht, aber andererseits zu der anderen Korrektur noch passt. Ich zoome mich mal aus dem Bild heraus und blende die Korrektur ein und aus und ich glaube, jetzt sehen Sie, was ich meine. Es ist ein kompletter Unterschied. Das Augenlicht ist noch strahlender geworden und auch die Iris ist so transparent geworden, dass ich sofort in dem Bild auf die Augen schaue und die mich, obwohl sie eigentlich weggucken, fast auch anschauen. Und das macht die Leuchtwirkung der Augen, die man sehr gut über einen Radialfilter, also eine lokale Korrektur, erreichen kann, die die Klarheit herausarbeitet, Belichtung und Lichter ein bisschen hochsetzt und somit die Augen einfach strahlender erscheinen lässt.

Lightroom Classic CC 2015: Porträt-Workflow

Lernen Sie, wie Sie Lightroom für Ihren Workflow als Porträtfotograf optimal nutzen – von der Organisation über die Retusche bis hin zur Entwicklung von Looks.

2 Std. 17 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:10.08.2017

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