Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Augen modellieren

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Leuchtende, glänzende Augen ziehen jeden Betrachter in den Bann. Die Augen sind das Herz eines jeden Porträts und der Trainer zeigt Ihnen, wie Sie das Optimum herausholen können.
09:55

Transkript

Leuchtende und glänzende Augen ziehen jeden Betrachter in den Bann. Denn die Augen sind das Herz jedes Porträts. Ich zeigen Ihnen, wie Sie hier das Optimum aus den Augen herausholen. Das ist jetzt ein Bild vollkommen ohne Bearbeitung, lediglich Raw-Entwicklung, und ich knipse hier das mal an, was wir hier gleich machen werden. Und dann sehen Sie schon, wie strahlend solche Augen eigentlich sein können. Ich zoome mal hier etwas näher heran, auf 100 Prozent, und Sie sehen hier oben, das leuchtet jetzt richtig, wenn man hier aufhellt. Die Iris hat hier unten eine sehr schöne Struktur bekommen. Das Augenweiß leuchtet jetzt sehr schön, und hier unten die Schatten unter dem Auge sind auch aufgehellt. Und diese Dinge alle zusammen, wenn Sie das bei jedem Porträt machen, dann werden Sie feststellen, dann leuchten und dann strahlen diese Augen richtig. Das alles funktioniert ganz einfach über ein paar wenige Ebenen. Als Allererstes benötigen Sie hier eine Hintergrundkopie der Ebene, und dann zoomen wir hier auf 200 Prozent an die Augen heran. So, das die gerade noch hier in den Bild-Ausschnitt passen. Und dann geht es auch schon los: Wir nehmen uns hier den Abwedler, das ist das Werkzeug hier in der Gruppe, in der sich aus der Nachberichtiger und der Schwamm befinden. Sie finden das mit dem Tastenkürzel "O", und mit dem Abwedler können Sie nun bestimmte Bild-Teile aufhellen. Hier oben können Sie bestimmen, was aufgehellt wird, die Tiefen, die Mitteltöne oder die Lichter. Und hier können Sie die Belichtung einstellen. Ich zeige Ihnen das jetzt mal an einem extremen Beispiel. Ich gehe jetzt mal auf 63 Prozent, und ziehe jetzt mal über den Nasenrücken. Schon ist der Nasenrücken aufgehellt. Allerdings bleibt die Struktur der Haut erhalten. Ich nehme das mal wieder ins Protokoll zurück, und das stelle ich meistens so zwischen 5 bis maximal 10-12 Prozent, also mit 10 Prozent fahren Sie immer ganz gut, weil es da natürlich nicht so aussiht, als wäre das hier richtig aufgepinselt. Es soll ja natürlich aussehen und nicht übertrieben. Und da ist mal wieder weniger mehr, hier im Photoshop, so arbeiten Sie hier mit einer geringen Belichtung. Dann brauche ich hier einen ganz kleinen Pinsel, der hier gerade mal die Größe der farbigen Iris einnimmt. Und dann beginne ich hier bei 10 Prozent mir dieses Licht hier in die Iris zu malen. Man könnte jetzt hier auch auf Tiefen umstellen, aber dann kommt die Struktur nicht so schön zum Vorschein. Und ich mache das, bis sie fast die gleiche Helligkeit hat wie die Reflektion der Softbox hier im Auge. Und unterschätzen Sie auch nicht die Wirkung von Reflexen im Auge. Schauen Sie sich mal Bilder an, wo Sie Augen ohne Reflexe sehen. Diese Augen, die wirken in der Regel nicht unbedingt tot, aber die wirken sehr sehr leblos irgendwie. Und das liegt einfach daran, dass diese Reflexe dem Betrachter hier, den  Fixpunkt in der Pupille vorgeben. Da fixiert sich der Blick in den Augen. Und Reflexe machen ein Bild erst so richtig spannend. Ja, das gefällt mir soweit ganz gut, dann mache ich hier diesen kleinen Reflex auch noch etwas heller, der soll etwas strahlen, und auch noch dieser Ringreflex hier an der Seite. So finde ich das schon ganz in Ordnung. Dann möchte ich hier noch diese kleine Falte etwas betonen, und auch die hier, ebenso hier auf der anderen Seite. Da braucht es nicht sehr viel. Hier muss ich die Pinselspitze noch ein klein wenig kleiner machen, denn wenn ich hier das Auge aufhelle, dann wird das Auge geöffnet, und dann strahlt es noch viel, viel mehr. Also auch hier. Hier an der Seite ebenso. Dann zoome ich hier noch etwas aus. Einen sehr, sehr großen Effekt hat es, wenn Sie die Augen etwas dunkler geschminkt haben, und Sie lassen hier oben noch eine kleine, hellere Lücke, Sie lassen das hier von dunkel zu hell wieder auslaufen. und hellen dann anschließend in Photoshop genau diese kleine Bahn hier auf. Da müssen Sie mit dem Werkzeug hier eigentlich bloß zwei Mal drüberziehen, und schon haben Sie diesen strahlenden Effekt hier unter den Augenbrauen, der den Betrachter so richtig noch mal in den Bann zieht. Und hier unter den Augen, da geh ich jetzt auch ein, zwei Mal noch in die Tränensäcke hier unten rein, und jetzt sind auch die somit aufgehellt. Wenn ich mir das Vorher-Nachher mal anschaue, dann finde ich das schon ganz gut. Allerdings habe ich hier in dem Bereichen, wo ich aufgehellt habe, eine Farbverschiebung. Und diese Farbverschiebung, die kann ich ganz einfach umgehen, indem ich den Ebenenmodus in den Modus Luminanz setze. Dann verschwinden diese roten Stellen in den hellen Bereichen, die ich hier aufgehellt habe. Und wenn ich Ihnen das noch mal anders rum zeige, ich zoome noch etwas näher heran. Ich denke, hier an den Augen, da, wo wir hier diese Kleinigkeiten aufgehellt haben, da sieht man es ganz deutlich - das wirkt hier mehr orange- und rotgesättigt und wenn ich das dann hier in den Modus Luminanz stelle, dann hat das wieder die normale Hautfarbe. Und auch die Farbstörungen, die durch das Aufhellen in der Iris entstanden sind, die sind somit wieder mit aus dem Bild rausgenommen. Der Modus Luminanz, sagt schon der Name, der lässt lediglich zu, dass sich Helligkeitsunterschiede von der darüberliegenden auf die darunterliegende Ebene auswirken. Also, wenn Sie irgendwas an Fotos, an der Helligkeit her drehen oder an der Belichtung, und Sie stellen im Nachhinein fest: Irgendwas stimmt mit den Farben nicht mehr, das ganze ist viel zu gesättigt oder die Sättigung ist verloren gegangen, dann stellen Sie den Ebenenmodus, egal was Sie auf dieser Ebene gemacht haben, doch einfach mal auf Luminanz. Und ich garantiere Ihnen: in 75 bis 80 Prozent aller Fälle haben Sie damit Ihr Problem gelöst. Als nächstes möchte ich das Augenweiß noch etwas strahlender haben. Dazu hole ich mir hier wieder den Bildausschnitt so nah heran, dass ich das Augenweiß gerade noch schön sehen kann. Ich nehme hier das Lasso bei einer weichen Kante von drei Pixeln. Die drei Pixel, die passen jetzt hier auf mein Bildformat. Wenn Sie eine andere Kamera haben, oder ein hochauflösendes oder ein niedriger auflösendes Modell, dann müssen Sie hier wahrscheinlich ein bisschen variieren. Und es kommt natürlich auch darauf an, ob ich ein Augen-Close-up fotografiert habe, ob ich mit einem Makro das Auge fotografiert habe, oder ob das ein Ganzkörper-Portät ist, und ich bin ganz weit mit dem Tele davon weg gestanden. Also die Einstellung "Weiche Kante", die müssen Sie hier immer variieren. Das funktioniert nicht immer so gut mit drei Pixeln. Sie sehen, die drei Pixel führen jetzt dazu, dass ich hier nicht sehr genau das Ganze machen muss, sondern wenn ich mich grob hier ranhalte, dann bewirkt die weiche Kante, dass das später ein schöner Verlauf wird, und dass das Auge das gar nicht mehr feststellen kann, dass hier eigentlich mal eine Auswahl stattgefunden hat. Das ist so immer das A und O, wenn man mit Photoshop arbeitet. Man darf sehr wohl sehen, dass hier sehr viel an dem Bild gemacht wurde, aber man darf nicht genau feststellen, wie es gemacht wurde. Jetzt haben wir hier diese Auswahl, und ich gehe als nächstes auf die Korrekturebene "Farbton und Sättigung", da geht jetzt hier ein mächtiger Dialog auf. Aber alles, was ich hier tun möchte ist, die Rot- und die Gelbtöne hier aus dem Augenweiß rauszunehmen. Das Ganze ist jetzt hier schon automatisch abmaskiert, sieht so aus. Und dann kann ich hier in die Rottöne reingehen, und ziehe mir hier die Sättigung raus und Sie sehen, diese Äderchen, die werden dann ausgegraut und fallen so bei weitem nicht mehr so sehr auf. Und dann geh ich hier noch in die Gelbtöne, und nehme die Sättigung raus und jetzt hab ich hier ein sehr schönes Augenweiß. Und im Standardmodus hier, da kann ich hier auch noch was an der Helligkeit drehen. Und da gehe ich jetzt einfach mal so 10, 15 Prozent ungefähr rauf; ich bleib mal bei 14 stehen, und schaue mir das mal bei einer Ansicht von 100 Prozent im Bild an, bzw. bei der ganzen Bildansicht, ob mir hier auffällt, dass das zu viel des Guten ist. Nein, gefällt mir ganz gut. Dann über Apfel+1, bzw. Strg+1 gehen wir hier wieder auf die 100-Prozent-Ansicht, und dann kann man das eigentlich ganz gut steuern. Was ich immer wieder in vielen Internetforen sehe, ist Folgendes: Eine wunderschöne Retusche, aber das Augenweiß sieht so aus. Und ich denke, da werden Sie mir zustimmen, dass das zu viel des Guten ist. Aber mit den Möglichkeiten, die Photoshop heutzutage bietet, ist es natürlich immer sehr verlockend zu sagen: "Ich mach jetzt wirklich dieses Cover-Weiß, das man auf vielen Fernsehzeitschriften vielleicht sieht, wo das genauso weiß ist wie ein Blatt Papier." Das hat aber nichts mehr mit natürlichem Augenweiß zu tun. Da kommt es dann schon wieder darauf an, welchen Kunden haben Sie denn? Wofür retuschieren Sie? Ist es ein privates Foto? Dann würde ich solche Augen nicht machen. Aber wenn Sie wirklich zufällig genau den Kunden haben, der sagt: "Ich brauche diese typische Augenweiß", weil es auch schon ein Merkmal von bestimmten Fotos ist oder von bestimmten Magazinen, dann müssen Sie das hier natürlich so machen. Aber ansonsten würde ich Sie bitten: übertreiben Sie hier nicht zu viel, denn das sieht dann schon eher nach Science-Fiction aus, was man hier sonst produziert. Aber so haben wir hier das Bild auf jeden Fall gut aufgewertet. Sie haben also gesehen: Im Modus "Luminanz" auf einer Ebenenkopie lässt sich hier mit dem Abwedler-Werkzeug ganz viel aus den Augen in feinen Nuancen herauspinseln. Nehmen Sie die Augenbrauen immer mit ins Spiel. Hellen Sie die Tränensäcke etwas auf. Malen Sie hier unten kleine Reflexe in die Augen. Hellen Sie das Augenweiß auf, und schon bekommen Sie ein Gesicht, das wirklich durch die Augen fasziniert.

Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Lernen Sie vielfältige Korrekturmöglichkeiten kennen und verschaffen Sie sich das notwendige Know-how, um Ihre Bilder mit Photoshop perfekt zu retuschieren oder zu restaurieren.

5 Std. 3 min (47 Videos)
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