Calvinize V

Augen betonen

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Für die Betonung der Augen gibt es viele verschiedene Techniken. Einige dieser Techniken lernen Sie im Theorieteil dieses Videos kennen. Im Praxisteil verrät Calvin Hollywood, weshalb er im Beispielbild nur eine bestimmte Technik einsetzt.

Transkript

Wenn es darum geht, die Augen zu betonen, da fallen mir ganz viele Techniken ein, die ich hier einsetzen könnte. Und ich muss nun wirklich überlegen, was ich davon am besten jetzt hier zeige. Ich habe mir jetzt aus diesem Grund dafür entschlossen, euch mehrere Techniken zu zeigen im ersten Teil und im zweiten Teil zeige ich dann, für welche Technik ich mich bei diesem Bild entscheiden würde und auch warum ich mich für diese Technik entscheide. Es kommt aber wirklich auf den Stil der Augen an, welche Technik man einsetzt. Ich beginne jetzt einfach mal mit ein paar Techniken, um euch zu zeigen, was ihr denn für Möglichkeiten habt. Die erste Technik, die mir gerade einfällt, ist immer dann wenn jemand sehr markante blaue Augen hat, also eine markante Augenfarbe, was man dann machen kann, ist: Man erstellt eine Auswahl, schränkt erstmal den Bereich ein, um den es geht. Und jetzt lege ich mir eine Schwarzweiß-Einstellungsebene an. Ihr seht, diese Schwarzweiß-Einstellungsebene wirkt sich jetzt auf den ausgewählten Bereich aus. Und jetzt kann ich aber zu dieser Einstellungsebene Schwarzweiß sagen, "bitte wirk dich nur auf die Helligkeit aus", also auf das Lumen, die Luminanz, "und lass mal die Farben außen weg". So. Und jetzt wirkt sich diese Einstellungsebene nur auf die Helligkeitsinformationen und nicht mehr auf die Farbe. Jetzt kann ich in diesem ausgewählten Bereich zum Beispiel nur die Blautöne aufhellen. Da in diesem ausgewählten Bereich die Augen der einzige Bereich ist, der blau ist, bin ich jetzt in der Lage, die Augen heller und dunkler zu machen. Das ist schonmal eine Technik, die mir hier einfällt, die man nutzen könnte, um ein bisschen das Blau der Augen aufzuhellen. Technik Nummer 2 ist folgende: Dass ich jetzt mit dem Maskierungs-Modus, mit einem Doppelklick kommt ihr in die Masken-Optionen, hier habe ich gewählt, dass die rote Farbe den ausgewählten Bereich darstellt und nicht den Bereich, der dann von der Auswahl verschont wird. Das muss man beim erstmaligen Klicken hier noch umstellen. Voreingestellt ist Maskierte Bereiche. Ja, und wenn ich eben das eingestellt habe; ich zoome mal hier etwas näher ran ans Auge, gehe nochmal wie gesagt in diesen Maskierungs-Modus, und jetzt kann ich mir mit einer schwarzen Vordergrundfarbe den Bereich ins Bild malen, der später zu einer Auswahl wird. Jetzt kann ich mir hier zum Beispiel das Auge mal auswählen, also nicht das Augenweiß, sondern wirklich nur innen drin die Iris. Und das Gleiche mache ich auf der anderen Seite auch. So in etwa. Und jetzt kann ich diesen Bereich gesondert vom restlichen Bereich bearbeiten. Das heißt, wenn ich jetzt wieder auf den Maskierungs-Modus klicke, habe ich eine Auswahl und egal, welche Einstellungsebene ich jetzt anwende, es wird sich nur auf diesen Bereich auswirken. Und jetzt kann ich zum Beispiel eine Selektive Farbkorrektur erstellen im Modus Linear abwedeln. Und allein mit dem Ändern in die Füllmethode Linear abwedeln werden im Überwiegenden nur die Lichter und die Mitteltöne aufgehellt und die Tiefen weniger. Das sorgt für ein sehr kontrastreiches Ergebnis. Jetzt kann ich hier die Deckkraft noch ein bisschen ändern und kann dann auch auf diese Art und Weise die Augen etwas betonen. Der große Vorteil liegt hier, dass wenn ich jetzt in der Selektiven Farbkorrektur in die Grautöne gehe, kann ich jetzt noch ein bisschen die Augenfarbe steuern und da noch ein bisschen die Farben anpassen. Auf jeden Fall sollte ich die Deckkraft reduzieren. Und so kann man dann die Augen auch ein klein wenig betonen, aufhellen, farbiger gestalten und so weiter. Ich werde mal diese Einstellungsebene kurz löschen, habe meine Auswahl. Und es gibt noch eine weitere Technik, und zwar mit dem Regler oder mit der Einstellungsebene Belichtung. Hier kann ich jetzt mit dem Belichtungsregler ganz normal die Augen aufhellen. Kann aber dann auch noch mit dem Gamma-Regler, wenn ich nach rechts gehe, ein bisschen mehr Kontrast reinbringen. Das sorgt dafür, dass die Strukturen meistens sehr stark betont werden. Wenn sich die Farben dadurch verfälschen, dann klickt ihr einfach hier von der Füllmethode Normal auf Luminanz, und die Farben werden wieder außen vor gelassen. Ihr seht, dann bleibt diese fast schon gräuliche Augenfarbe, die bleibt dann erhalten. Diese Technik macht immer dann Sinn, wenn man viele Details und Strukturen im Bild hat. Und zu guter Letzt gibt es natürlich noch die manuelle Methode. Ich erstelle mir eine leere Ebene und helle dann einfach mit Weiß und schwarzer Hintergrundfarbe auf beziehungsweise dunkle ab. Das geht aber nur, wenn man hier die Füllmethode ändert auf zum Beispiel Weiches Licht oder Ineinanderkopieren. Und dann kann ich mir hier eine Aufhellung quasi selektiv ins Bild malen. Das würde also auch gehen. Das waren jetzt erstmal ein paar technische Aspekte, was man denn wählen kann. Es kommt immer drauf an, was am besten funktioniert, denn die Augen, die sind oft unterschiedlich. Es gibt Augen mit vielen Details, es gibt farblose Augen, es gibt kräftige Augen. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich oft ausprobiere und mich dann erst später entscheide, welche Technik ich wähle, beziehungsweise vielleicht kombiniere ich die Techniken auch mal. Ich würde mich bei diesem Bild für die Augenretusche mit der leeren Ebene entscheiden in der Füllmethode Weiches Licht oder Ineinanderkopieren. Das hat folgenden Grund. Wenn ich mir ihn jetzt schon so anschaue, dann sehe ich, die Augen sind schon sehr markant. Da braucht man eigentlich gar nicht mehr viel machen. Die Augenfarbe ist schön da. Wenn ich jetzt ein bisschen aufhelle, wird die Augenfarbe noch ein bisschen besser zur Geltung kommen. Die Struktur ist schon da, die muss man auch nicht weiter betonen. Und aus diesem Grund entscheide ich mich für die manuelle Aufhellung. Im Prinzip ist es egal, für welche Methode ihr euch entscheidet. Die manuelle jetzt mit der leeren Ebene, wie ich es jetzt machen werde, ist mit Sicherheit die schwierigste, weil man ein bisschen Gefühl braucht, wobei so schwer finde ich es jetzt gar nicht. Ich lege mir diese leere Ebene also an und benenne die einfach mal Augen. Und ändere jetzt erstmal die Füllmethode auf Weiches Licht. Also ich fange mal hier ganz angenehm sportlich an und wenn es etwas intensiver werden soll, dann kann ich die Füllmethode hier immer noch auf Ineinanderkopieren stellen. Ich nehme mir einen Pinsel und schaue jetzt, dass dieser Pinsel ungefähr die Breite dieser Iris hat. Und jetzt schaut mal, wenn ich jetzt ins Bild male, ich nehme eigentlich nur so diesen inneren Bereich. Das heißt, den Rand direkt zur Pupille und außen, den lasse ich außen vor. Also ich male jetzt mal nur in diesem inneren Bereich, gehe nicht ganz an den Rand und nicht ganz in die Mitte. Und dadurch wirkt dieser Bereich mit etwas mehr Tiefe, es wirkt etwas runder, weil eben der Bereich noch relativ dunkel ist, und der auch. Ich habe mir jetzt gemerkt, dass ich mit 100 Prozent Deckkraft einmal drübergemalt habe. Jetzt gehe ich ins andere Auge und mache das Gleiche hier auch, in einem Zug. Einmal hier quasi drumherum. Wobei hier das Ganze ein bisschen zu dünn ist. Ich glaube, ich habe die Pinselgröße etwas verändert. So ist es jetzt schon viel besser. So, gehen wir nochmal außen rum. So in etwa. Und jetzt kann man noch ins Äußere gehen von den Augen. Das heißt, jetzt kann ich diesen Rand hier, der ist manchmal auch ganz interessant, wenn man den ein klein wenig abdunkelt. Dazu gehe ich einfach auf die schwarze Vordergrundfarbe, nehme jetzt hier einen kleineren Pinsel und werde jetzt aber auch mit weniger Deckkraft. Ich nehme dann meistens so 50 Prozent. Die Deckkraft wird später eh noch etwas reduziert. Und jetzt male ich mir hier so ein bisschen diesen Rand rein. Ja, das ist jetzt schon sehr dunkel. Aber, wie erwähnt, die Deckkraft wird später sowieso reduziert und dann wird das nicht mehr so stark auffallen. So. Jetzt schauen wir mal. Das sind jetzt schon sehr markante Augen. Und wenn ich jetzt hier die Deckkraft ändere auf vielleicht 20, 30 Prozent, habe ich eigentlich schon mein gewünschtes Ergebnis. So sieht es bei 0 Prozent aus. Und ich würde sagen, 20 Prozent würden mir hier schon ausreichen, um die Augen ein bisschen zu betonen. Wir übertreiben mal ein klein wenig, gehen mal auf 40 Prozent. Ja, und dann wirken die Augen für mich definitiv viel, viel interessanter. Und das ist jetzt diese Technik, die ich mir hier quasi ins Spiel bringen würde. Die gefällt mir jetzt hier ganz gut. Man kann auch mal gern auf Ineinanderkopieren setzen. Dann werden die Strukturen noch ein bisschen betont, die Sättigung wird verstärkt. Vielleicht sollten wir da die Deckkraft ein bisschen reduzieren. Das ist natürlich jetzt viel, viel Geschmackssache. Ich würde immer empfehlen, bei den Augen nicht zu sehr zu übertreiben. Auch mal weggehen vom Bild, das Bild wieder neu beurteilen. Also Ineinanderkopieren gefällt mir eigentlich sehr gut. Wobei Weiches Licht ist ein bisschen angenehmer. Ich würde mich wahrscheinlich jetzt für solche Einstellungen wie hier entscheiden. Das Augenweiß helle ich nie auf. Ich weiß, dass das immer gelehrt wird. Man kann hier noch so ein paar Äderchen rausretuschieren. Aber ich helle eigentlich immer nur den inneren Bereich auf. Das ist der interessante Bereich. Das ist der Bereich, der bei uns sogar im Personalausweis steht, die Augenfarbe. Und ein Augapfel ist für mich nicht interessant, also gebe ich ihm kein Licht. Denn der Betrachter geht vom Dunklen zum Hellen, also ist der Bereich der wichtigste. Ich habe noch keinen sagen hören, "Mensch, hast du einen schönen Augapfel". Deswegen gebe ich diesem Augapfel definitiv keine Aufmerksamkeit. Ja, man kann ihn oft ein bisschen entröten oder so, aber aufhellen tue ich dann wirklich nur das Innere vom Auge, quasi hier diese Iris.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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