Photoshop: Füllmethoden für natürliche Porträts

Augen akzentuieren

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Sollen dunkle Augen aufgehellt oder helle Augen abgedunkelt werden, bieten die Füllmethoden wirklich schnelle und praktikable Möglichkeiten, um das angestrebte Ziel zu erreichen.
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Transkript

Die Augen sind der Spiegel der Seele, sagt ein Sprichwort. Darum schauen wir wenn wir einen Menschen sehen, oder ein Bild eines Menschen betrachten, zunächst in dessen Augen. In den Augen sehen wir, und das ist uns wahrscheinlich von Natur gegeben, ist es Freund oder Feind, finden wir denjenigen sympatisch oder eher nicht so sympatisch. Wenn wir uns verschiedene Augen anschauen, dann sehen wir, Augen haben verschiedene Farben, verschiedene Formen. Manche Augen sind symmetrisch, manche Augenpaare sind asymmetrisch. Manche Augenpaare stehen auf einer Linie, manche sind gegeneinander geneigt. Die Augen sind umgeben von Augenwimpern, Augenbrauen mit unterschiedlicher Form, unterschiedlicher Farbe. Manche Augen sind umgeben von Sommersprossen, und andere Augen von kleinen Fältchen. So verschieden die Augen sind, so verschieden sind die Menschen. Und das ist gut so. Jeder hat die Augen, die zu ihm passen. Bei der Bildbearbeitung schauen wir uns zunächst einmal an, was können wir machen, um helle Augen noch ein wenig mehr aufzuhellen. In diesem Bildbeispiel die junge Dame hat hellblaue Augen. Die möchte ich ein wenig akzentuieren. Am einfachsten geht das mit dem Kopierstempel. Als ich begonnen habe, mit Photoshop Bilder zu bearbeiten und Portraits zu bearbeiten, war das Aufhellen von Augen ein umständlicher Akt, das ich über eine Gradationskurve, eine Maske, indem ich alles abgedeckt habe, was nicht zu den Augen gehörte, und dann die beiden Ebenen auf eine reduziert hab. Das war extrem umständlich und sah auch nicht so ganz klasse aus. Das hat aber funktioniert. Viel besser geht das mit dem Kopierstempel. Damit wir ein Vorher/Nachher Vergleich machen können, dupliziere ich zunächst die Hintergrundebene mit command j. Dann wähle ich den Kopierstempel aus und zoome erstmal in das Bild hinein auf die Augen, damit ich die Korrektur möglichst genau durchführen kann. Zunächst ist es wichtig, den Radius des Kopierstempels an den Radius der Pupille anzupassen. Ich drücke hier auf dem Mac die Control- und die Alt-Taste, ziehe mit der Maus nach links rüber, dann wird die Größe des gewählten Werkzeugs angepasst kleiner, und nach rechts eben entsprechend größer. Wenn ich die passende Größe ausgewählt habe, kann ich anfangen, meine Quelle zu wählen, doch zunächst ist es wichtig, ich möchte aufhellen, also wähle ich eine Füllmethode aus dem Bereich der Aufheller, und zwar, Negativ multiplizieren. Dann gehe ich mit dem Werkzeug auf die Pupille drücke die Alt-Taste und bei gedrückter Alt-Taste klicke ich auf die linke Maus-Taste. Damit ist meine Quelle, nämlich die Pupille, gewählt. Wichtig ist, dass wenn ich die Quelle wähle, und wenn ich dann die eingefügte Quelle einfüge, dass ich dazwischen die Maus nicht bewege, ich klicke praktisch auf derselben Stelle wieder auf die Pupille drauf, und Sie sehen jetzt, die ist sehr viel heller geworden. Das gleiche mache ich bei der anderen Pupille. Wähle also als Quelle bei gedrückter Alt-Taste mit der linken Maustaste die Quelle und klicke auf die gleiche Stelle, und schon sind die Augen heller. Weil hier die Deckkraft 100% eingestellt war, ist natürlich das Ergebnis viel zu hell. Das kann man bei dieser Technik mit der Duplikatebene natürlich sehr elegant über die Deckkraft lösen. Die schnellere und einfachere Möglichkeit die sich anbietet, wenn Sie das ein paarmal gemacht haben, dann werden Sie feststellen, dass eine gute Deckkraft für diese Technik irgendwo zwischen 15 und 30 % liegt. Das hängt ein bisschen von Ihrem Geschmack ab, von der Helligkeit der Augen. Dann können Sie das natürlich auch direkt machen. Gehen Sie auf die Hintergrundebene, wählen Sie Ihr Werkzeug aus, und reduzieren hier oben die Deckkraft auf den gewünschten Wert. Sie können natürlich hier auch ein Maximum einstellen, und sagen, es soll nicht anders werden, als 30, und stellen den Fluss auf ein Wert um etwa 10%, gehen wieder auf die Augen, wählen die Quelle, und jetzt können Sie einfach mehrfach übereinander stempeln, und dann geht die Aufhellung ganz langsam und diskret vor sich. Und dann geht es auch mit einer Ebene. Ich bevorzuge diese Technik direkt auf der Hintergrundebene, weil es am schnellsten geht. Natürlich gibt es Gründe, die auch für die Duplikatebene sprechen. Das hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Entscheiden Sie sich, wie es für Sie am praktischsten ist. Das, was bei hellen Augen geht, geht natürlich auch bei dunklen Augen. Und das schauen wir uns jetzt im nächsten Bildbeispiel an. Die junge Dame hat braune Augen. Und wenn wir uns die aus der Nähe anschauen, dann sehen wir in diesen Augen auch einen schönen Reflex des Fensters, das in diesem Raum war. Mit ein bisschen Photoschoperfahrung wissen Sie, dass das Gegenstück zum Negativ multiplizieren die Füllmethode Multiplizieren ist. Damit können Sie abdunkeln. Ich stelle hier nochmal eine Duplikatebene her, und dann machen wir das gleiche, was wir im vorhergehenden Bild gemacht haben mit Negativ multiplizieren. Das machen wir jetzt in diesem Bild mit Multiplizieren. Ich klicke also auf die Quelle, und auf die gleiche Stelle aufs Ziel, erhöhe jetzt hier den Fluss nochmal auf 100%, damit wir das gleich deutlich sehen, Deckkraft 31 %. Ich klick jetzt hier einfach dreimal drauf, und dann sehen wir, wie schön das Ganze wird. Die Augen sind dunkler geworden. Ich wollte die akzentuieren, das hat funktioniert. Das einzig blöde ist, dass dieser schöne Reflex des Fensters, der ist leider ein bisschen verlorengegangen. Wenn man das nicht möchte, dann sollte man eine andere Füllmethode wählen, denn bei der Füllmethode Mulitplizieren werden alle Tonwerte dunkler. Also auch die hellen, von dem schönen Reflex aus dem Fenster. Ich möchte aber, dass die hellen Tonwerte bleiben, und die dunklen dunkler werden. Die hellen sollten vielleicht sogar noch etwas heller werden. Also wähle ich eine Füllmethode aus der Gruppe der S-Kurve, nämlich hier Ineinanderkopieren, weiches Licht oder hartes Licht, oder eine dieser stärkeren Füllmethoden. Weiches Licht ist innerhalb dieser Gruppe die schwächste. Ich wähle jetzt mal Ineinanderkopieren, kann da auch, um das deutlich zu machen, gleich mal die Deckkraft auf 100% setzen, und stempel hier noch mal rein. Und Sie sehen sehr deutlich: die hellen Stellen werden ein bisschen heller, die dunklen ein bisschen dunkler. Das ist ein sehr schöner Akzent, und damit kann man aus meiner Sicht die dunklen Augen am besten akzentuieren. Im dritten Bildbeispiel schauen wir uns die Pupillen ebenfalls aus der Nähe an. Und hier ist deutlich zu sehen, das ist eine Aufhahme, die mit einem 200 mm Teleobjektiv bei Blende 2,8 gemacht wurde, und da die Augen nicht parallel zum Sensor waren, ist ein Auge scharf abgebildet, und weil die Schärfentiefe so gering war, das andere Auge unscharf. Das hätten wir natürlich durch stärkeres Abblenden vermeiden können, dann wäre leider der Hintergrund auch schärfer geworden, und das wollte ich eben nicht. Was mann in einem solchen Fall machen kann, ist folgendes. Dieses Auge ist vergleichsweise scharf, und das andere ist eher unscharf. Sie können jetzt hier für einen verstärkten Schärfeeindruck sorgen, indem Sie das Scharfzeichnungswerkzeug nutzen. Auch im Scharfzeichnungswerkzeug haben Sie verschiedene Füllmethoden zur Verfügung. Die Auswahl ist zugegebenermaßen übersichlich. Zunächst bleiben wir bei dem Modus Normal, und wenn Sie den Radius des Werkzeuges so einstellen, dass Sie hier über die Augenbraue fahren können, ich zoome noch ein bisschen stärker ran, dann sieht man deutlicher, was da passiert, dann fährt man so lange über die Augenbraue, bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Im Modus Normal wird halt alles schärfer gezeichnet, das heißt, die Kontraste werden verstärkt. Das heißt, dunklere Sachen werden dunkler, hellere Sachen werden ein bisschen aufgehellt, weil an den Übergängen eben der Kontrast verstärkte. Das sieht relativ schnell sehr unschön aus. Ich gehe nochmal ins Protokoll, gehe zurück bis zum Urzustand und ändere jetzt den Modus von Normal auf Abdunkeln. Und dann werden nämlich nur die dunklen Stellen dunkler, und die hellen Stellen bleiben so wie sie sind. Natürlich sollte man das hier nicht übertreiben, aber um das etwas deutlich zu machen, ist es schon eine ganz gute Option. Und das gleiche, was man hier an den Augenbrauen macht, kann man unten an den Wimpern machen. An dieser Stelle und an dieser, und natürlich an der Pupille. Ein paarmal mit gedrückter Maustaste rumfahren, und wenn man jetzt aus dem Bild wieder rauszoomt, dann sieht man, der Schärfeeindruck ist deutlich besser geworden. Eine andere Anforderung an die Retusche von Augen ist natürlich auch das Augenweiß, das manchmal ein bisschen aufgehellt werden sollte. Schauen wir uns das in diesem Bild auch nochmal an. Das würde ich dann wieder mit dem Stempelwerkzeug machen und auch wieder die Füllmethode Negativ multiplizieren. Bei einer vergleichsweise geringen Deckkraft den Radius so einstellen, dass es der Quelle entspricht, und dann kann man auch eins-zweimal draufstempeln, und das ist diskert heller geworden. In schlecht gemachten Retuschen sieht man oft, dass es viel zu weiß ist. Davon bin ich kein Freund. Ich finde, das ist der Sache nich förderlich. Es sieht auch nicht natürlich aus. Und am besten kann man das natürlich auch machen, wenn man sich nicht sicher ist, wie stark die Dosierung sein sollte, über die Duplikatebene, bei der man die Deckkraft wie gewünscht einstellt. Sie haben jetzt unterschiedliche Möglichkeiten gesehen, wie Sie mit Hilfe der Füllmethoden und dem Kopierstempel, und dem Scharfzeichnerwerkzeug Augen akzentuieren können.

Photoshop: Füllmethoden für natürliche Porträts

Lernen Sie, wie Sie mit den Füllmethoden in Photoshop eine dezente, natürliche Porträtretusche durchführen und Lippen, Augen und Haare optimieren.

1 Std. 22 min (13 Videos)
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