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Panoramafotografie: HDR-Panoramen

Aufnahmetechnik: Bracketing

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Bei Belichtungsreihen, dem so genannten "Bracketing", werden gezielt Unter- und Überbelichtungen aufgenommen, die später zu Bildern mit hohem Dynamikumfang zusammengerechnet werden.

Transkript

Dieses Handicap einer Kamera oder prinzipiell eigentlich allen Kameras, kann man sagen, nur einen begrenzten Tonwertumfang aufnehmen zu können zwischen dem Weiß, was eine Bilddatei darstellen kann und dem Schwarz, was eine Bilddatei darstellen kann. In diesem Zwischenraum passt halt nicht so wahnsinnig viel rein und dieses, dieses Handicap einer Digitalkamera, auch einer Raw-Datei versucht man zu umgehen, indem man einfach Belichtungsreihen aufnimmt, das heißt, wir schauen uns mal hier ein Bild an, jetzt einfach als Beispiel, das ist jetzt mal eine normale Aufnahme, die einen typischen Kompromiss darstellt, also hier wollte ich zum Beispiel in diesem Foto von der Wiener Staatsoper, da wollte ich zum Beispiel, dass die Lichter noch einigermaßen gut erkennbar sind und nicht allzu übel ausfressen, also man sieht es jetzt hier sehr schön am, hier bei den Ranglichtern, die draußen dran sind und aber hier auch bei der Neonröhre, oben in dem Bühnengerüst, dass diese, dass diese Lampe noch nicht allzu arg ausfressen sollen. der Preis dafür ist das zwar der mittlere Tonbereich relativ gut durchzeichnet ist, aber dass wir hier zum Beispiel in diesen Beleuchtungsnischen hier auf der Seite neben der Bühne oder hier in dem Schlitz von Vorhang oder auch da oben am Dach, da sehen wir eigentlich fast nichts, auch der Orchestergraben ist noch ziemlich dunkel, das heißt, also da kommt noch nicht sehr viel raus. Das ist so ein bisschen so das Limit von der Kammer, wobei man dazusagen muss, das ist jetzt natürlich einfach ein Bild Straight Out of the Camera, das heißt, unverändert. Und man kann diese Sache jetzt bildbearbeitungsmäßig natürlich noch ein bisschen puschen, indem man sagt, man zieht bisschen den Lichtregler runter, um ein bisschen mehr Zeichnung in den Lichtern zu bekommen und reißt dann mal bei den Tiefen ordentlich auf, sodass die Schatten rauskommen, heißt aber bei den allermeisten Bildern, dass man in erster Linie mal das Bildrauschen verstärkt und irgendwann werden diese Schatten, dann einfach ziemlich unbrauchbar, das heißt, das ist nur eine halb gute Lösung. Um das zu umgehen, macht man üblicherweise zunächst einmal eine überbelichtete Aufnahme, das ist jetzt zwei Blenden heller. und hier sehen wir jetzt, da es natürlich die Lichter noch sehr viel Ärger ausfressen, als sie es vorher schon leicht getan haben, jetzt mittlerweile sind bereits hier einige Bereiche an der Wand weiß, aber wir beginnen hier zum Beispiel in diesen Beleuchtungsnischen was zu sehen, hier unten in der Nische nehmen wir Orchestergraben passiert bisschen was und auch hier oben. Und auf der Gegenseite versuchen wir natürlich dann die Lichter etwas besser gezeichnet zu bekommen und dann gehen wir hier zurück und sagen wir machen noch eine unterbelichtete Aufnahme, bei der dann hier zum Beispiel die Lichter auf den Rängen schon schön durchgezeichnet sind, also hier sieht man streckenweise schon ein bisschen das Glas um die Lampen herum und hier beginnt man auch ein bisschen Struktur zu ahnen in dieser Neon Box hier oben. Das heißt, wir haben mit diesen drei Aufnahmen schon einen großen Teil von dem abgedeckt, was wir in dieser Szenerie sehen können. Und wenn man das jetzt noch ein Schrittchen weiter macht, also das ist jetzt sozusagen ein dreier Bracket, dieses Verfahren nennt man Bracketing, bezeichnet also praktisch ein Bild-Paket, eine kleine Serie und üblicherweise, viele Kameras können + - 2 Blenden über-und unterbelichten, manche drei. Oft reicht das aber nicht. Wenn man hier noch etwas mehr Zeichnungen in den Lichtern bekommen möchte, dann geht man nochmal zwei Blenden runter und jetzt sieht man zum Beispiel, dass man hier oben Details in den Kasten der Neonröhre erkennen kann und die auch die Lichter sind jetzt hier sehr schön durchgezeichnet. Und das ist wieder hier die mittlere Aufnahme und auf der anderen Seite das Gegenstück dazu, wenn wir jetzt hier, das ist die einfach, die eine überbelichtete Aufnahme mit zwei Blenden und wenn wir da jetzt noch zwei Blenden rauf marschieren, dann sehen wir hier zum Beispiel volle Details in den, in den Lichter, in den Beleuchtungsnischen hier unten im Orchestergraben ist alles erkennbar, selbst hier oben, in dem dunklen Schlitz, wo der eiserne Vorhang rauskommt, dort erkennen wir wirklich, was die Lichter, sind natürlich hier hoffnungslos ausgefressen, auch große Teile der Wand schon. Und jetzt haben wir hier eine Aufnahme 5x2, so nennt man es meistens kurz. Der Abstand wird auch oft mit EV angegeben, das steht für Exposure Value, Lichtwert, weil die umgangssprachliche Bezeichnung zwei Blenden über-und unterbelichtet ist ein bisschen ungenau, weil eine Überbelichtung und eine Unterbelichtung muss, ja, nicht über die Blenden passieren, passiert in Wahrheit hier auch über die Belichtungszeit, weil die Blende bleibt, wir sind, ja, im Kontext der Panoramafotografie, die Blende bleibt konstant. Und das ist zum Beispiel ein 5x2 Bracket. Und das kann man also jetzt beliebig noch ausdehnen, es gibt auch Grenzfälle, wo das nicht reicht, aber schauen wir zunächst einmal an, wie sieht dann das Endergebnis aus, wir montieren diese Aufnahmen dann zusammen. Da gibt es verschiedene Verfahren, die unterschiedlich aussehen. Die können sehr unterschiedliche Looks produzieren, es gibt da so ein bisschen so einen etwas vordergründig penetranten HDR-Look und es gibt, aber auch relativ gute Verfahren, die ein schönen neutral Look produzieren und das ist hier so ein mittelgutes Beispiel jetzt, ich habe das mal jetzt einfach nur so zusammengerechnet. Und hier sehen wir also in einer Aufnahme jetzt wirklich Dinge, die im tiefsten Schatten passieren, wir hier oben im Schlitz vom eiserne Vorhang, gleichzeitig sind aber die Neonröhren hier voll durchgezeichnet. und auch die Lampen hier auf den Rängen, also das passt alles, wir haben von den ganz hellen Lichtern bis zu den tiefsten Tiefen alles gemeinsam in einem Bild vereint und alle Bereiche haben genügend Zeichnung, dass mal was erkennen kann. Das ist ein Beispiel das ist jetzt mal Indoor mit Kunstlicht, das geht noch halbwegs, es gibt etwas weniger harmlose Situationen, die beginnen zum Beispiel so: Das ist in einer Kirche und wir haben hier jetzt Tageslicht und Sonnenschein in einem Innenraum. Das produziert normalerweise Kontrastverhältnisse, die ohne HDR sowieso überhaupt gar nicht mehr gehen, wenn man es vernünftig abbilden will. Und hier sieht man jetzt den blauen Himmel durch die Fenster und man sieht wirklich Sonnenflecken auf der weißen Wand und das ist jetzt die am stärksten unterbelichtete Aufnahme, das ist auch wieder so -4 Blenden hier. Jetzt ist das mit -2. Jetzt sieht man, dass ein bisschen was vom Raum rauskommt, man ahnt zumindest mal, wo man ist jetzt. Aber große Teile, vor allen Dingen hier unten im Bild sind einfach noch schwarz, auch hier oben drin in dieser Empore, da spielt sich noch gar nichts ab. Jetzt fängt man an hier oben, was zu sehen und hier ahnt man in der Kapelle noch, dass da irgendwas drin ist und das ist jetzt schon die Aufnahme, die zwei Blende überbelichtet ist und jetzt gehen wir nochmal eine höher, wo, beziehungsweise das ist jetzt die normale Aufnahme, das ist zwei Blenden +. Also +2 Lichtwerte und jetzt bekommen wir hier schon bisschen mehr Zeichnung und dann kann man das noch ein bisschen weiter aufdrehen und im letzten Schritt tauchen hier unten, dann zum Beispiel wirklich in dieser Kapelle die Details auf. Wir sehen ihr unter den Bänken in den Schatten einigermaßen was, und wenn wir das dann zusammenmontieren zur einer Aufnahme, dann sieht das circa so aus, wir erkennen alles. Was speziell bei solchen Sujets immer relativ wichtig ist, wenn man so Kirchen hat mit Glasfenstern, die sollten halt wirklich gut zu sehen sein, die sind aber einfach immer sehr sehr hell. Also dieses Aufnahmeverfahren, diese Reihenaufnahmen, die wir für die Produktion von, von HDR-Bildern brauchen und auf von HDR-Panoramen, die basieren eben, wie gesagt, auf gezielten Unter-und Überbelichtungen, einfach regelrecht in bestimmten Abständen, und das Verfahren müssen wir jetzt dann mal anschauen, wie wird das an der Kamera machen.

Panoramafotografie: HDR-Panoramen

Lernen Sie, wie Sie HDR-Belichtungsreihen und die Panorama-Technik verbinden, um Rundumblicke mit besonders hohem Dynamikumfang zu erstellen.

4 Std. 3 min (40 Videos)
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Erscheinungsdatum:31.10.2016

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