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Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Aufnahme mit einem Fullframe-Fisheye-Objektiv

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Wer sphärische Panoramen mit einem Weitwinkelobjektiv aufnimmt, braucht eine gewisse Mindestanzahl an Bildern. Möchten Sie mit weniger Bildern auskommen, sollten Sie über ein Fischaugenobjektiv nachdenken. Erfahren Sie in diesem Video mehr über die technischen Hintergründe und verfolgen Sie eine Aufnahme mit einem typischen Setup.

Transkript

Wenn man sphärische Panoramen mit einem Weitwinkelobjektiv aufnimmt, da ist am unteren Ende so meistens in der Region von 12, 13, 14 Millimetern Schluss, rein technisch schon, weil dann ist einfach für die sogenannte rectilineare Projektion, die ein normales Weitwinkel versucht zu erreichen, ist dann irgendwann mal Schluss, also der maximale Bildwinkel, den man mit solchen Optiken darstellen kann, der liegt bei etwa 120 Grad, ab dann ist die Verzerrung am Rand einfach so abartig, dass es im Prinzip keinen Sinn mehr macht, das technisch zu realisieren, beziehungsweise es ist auch dann einfach nicht mehr technisch realisierbar. Das heißt, wir kommen unter eine gewisse Minimalanzahl an Bildern für eine komplette Bildkugel kommen wir nicht herum, beziehungsweise unter diese Anzahl kommen wir nicht darunter. Der nächste Schritt, den dann viele Panoramafotografen gehen, die hauptsächlich sphärische Panoramen fotografieren, ist dann der, dass man von einem Weitwinkel den Schritt zum Fischauge macht. Das Fischauge hat eine ganz andere Abbildungsgeometrie, es sieht einen viel größeren Bildwinkel, und durch die andere Bildgeometrie kommt es der Panoramafotografie allerdings sehr stark entgegen, weil das, was wir bei einem Weitwinkel, was ja immer noch versucht, ein flaches Bild darzustellen, später in eine Kugel sozusagen reinbiegen müssen, das ist beim Fischauge, etwas unsauber gesprochen, eigentlich schon in der Geometrie der Linse drin. So gesehen kommt ein Fischauge der ganzen Geschichte eigentlich entgegen, denn das, was ein Weitwinkel in der Natur abbildet, eine gleiche Strecke in der Natur ist die gleiche Strecke auf dem Sensor oder Film, und beim Fischauge ist es so, dass die gleichen Winkelstrecken in der Natur einfach auf gleiche Strecken abgebildet werden auf dem Sensor beziehungsweise auf dem Film, das heißt, wenn ein Quadrat 10 mal 10 Zentimeter beim Weitwinkel ist, ober bei einem normalen Objektiv, bei einem rectilinearen Objektiv, dann ist dieses Quadrat bei einem Fischauge objektiv 10 mal 10 Grad, das heißt, keine Abmessung, sondern ein Winkel, das ist der generelle Unterschied zwischen einem rectilinearen Objektiv und einem Fischaugen-Objektiv, und da wir eine qualitativ gleichmäßige Kugel von 180 mal 360 Grad produzieren wollen, kommt das Fischauge diesem Bestreben eigentlich ziemlich entgegen. Und das Fischauge gestattet uns durch den großen Bildwinkel auch, mit sehr viel weniger Aufnahmen auszukommen, es gibt Fischaugen, die einen kompletten Bildkreis auf das Bild bringen, dann ist es oben und unten schwarz, der Bildkreis kann ja nicht größer sein als die kurze Seite, das ist relativ ungebräuchlich, geht zwar auch, aber es lohnt sich eigentlich nicht, weil man seine teuer gekaufte Chipfläche verschenkt dadurch, deswegen arbeitet man meistens mit sogenannten Full Frame Fisheyes, das heißt, das übliche Blickwinkelverhalten eines Fisheyes, dass ich 180 Grad in beide Richtungen sehe, und dann einen Kreis bekomme, das ist hier etwas abgewandelt, und es schaut so aus, dass die Diagonale von Ecke zu Ecke 180 Grad ausmacht, das heißt dann letzten Endes, wir sind auf der kurzen Seite, irgendwo in der Region, die Geometrie von Fischaugen ist immer leicht unterschiedlich, es gibt eine ganze Reihe verschiedener sogenannter Projektionen, aber wir haben auf der kurzen Seite irgendwo Dinge im Bereich um die 110 Grad, plus/minus, und auf der langen Seite haben wir je nach Geometrie zwischen 150 und 170 Grad, und allen gemeinsam ist aber, dass sie 180 Grad in der Diagonalen haben. Und mit solchen Fischaugen kann ich zum Beispiel eine komplette Kugel mit 6 Aufnahmen rundherum machen, dann brauche ich für das kleine Loch, was oben und unten noch bleibt, das ist in der Tat mehr oder weniger klein, brauche ich dann nur noch 1 Aufnahme nach oben, nach unten, das heißt, ich komme theoretisch mit 8 Aufnahmen für eine komplette Kugel aus, und das ist dann schon relativ wenig, und so ein Setup habe ich jetzt hier mal vor mir stehen, das ist ein 12 Millimeter Fisheye, die Brennweite ist leicht unterschiedlich, für Full Frame Fisheyes, das bewegt sich zwischen 12 und 15 Millimeter, das ist eben auch ein Zeichen dafür, dass es unterschiedliche Abbildungs- Geometrien, sprich Projektionen gibt, und die meisten Full Frame Fisheyes sind 15 bis 16 Millimeter, das ist auch ein Brennweitenbereich, der sich mit den Weitwinkeln überlappt, das kann zu Verwirrung führen, und hier ist es ein 12mm Fisheye, was 180 Grad von Ecke zu Ecke über die gesamte Diagonale liefert. Und das Ganze ist montiert an einer Vollformatkamera Sony A7R, und das ist ein relativ effizientes Setup, denn es kombiniert wenige Aufnahmen mit einer Kamera, die eine relativ hohe Auflösung hat. Die Sony A7R hat 36 Megapixel Auflösung, das heißt, ich kriege hier mit relativ wenigen Aufnahmen eine ziemlich große Endauflösung hin, und durch diesen hohen Bildwinkel komme ich eben mit einem relativ einfachen Aufnahmemuster aus, das heißt, hier reicht es mir also wirklich aus, dass ich -- ich mache die Kamera mal an, dass ich also hier mit 8 Bildern auskomme, ein weiterer Vorteil, den ein Fischauge gegenüber einem Weitwinkel hat, der Bereich der Schärfentiefe ist noch größer, weil der natürlich mit abnehmender Brennweite immer größer wird, und hier reicht es also meistens, dass man eine Blende 8 oder 11 nimmt, und dann stellt man das Ding einfach geradeaus auf einen Meter, und dann ist das wirklich von einem halben Meter bis unendlich unscharf, man kann das sogar noch ein bisschen auf die Spitze treiben, es geht runter bis unter einen halben Meter sogar, und dann kann ich wirklich schauen, dass ich mit ganz wenig Aufnahmen auskomme, das heißt, hier reicht mir auch eine Rastung mit 6 Bildern, das heißt, ich mache jetzt hier mal eine Aufnahme in die Richtung, und dann die nächste in diese Richtung, und in diese Richtung, und ich sehe also hier am unteren Bildrand bereits die Stativbeine, auch wenn ich mit dem Fischauge geradeaus schaue, das heißt, mit 0 Grad Neigung, und letztlich bleibt dann hier wirklich nur, ich mache noch eine Extraaufnahme für den Beginn, das habe ich mir so angewöhnt, und jetzt reicht wirklich, um die Kugel oben zu schließen, reicht wirklich ein Shot nach oben, hier ist es allerdings wirklich wichtig beim Fischauge, das Ding sieht sehr sehr viel, das schaut seitlich ganz flach raus, hier ist es weniger, das heißt, hier muss man sich wirklich ein bisschen in Deckung begeben, damit man nicht auf dem Bild drauf ist, und das gleiche System, was man natürlich bei allen anderen sphärischen Panoramen auch hat, wieder nach unten fotografieren, und sich hinter diesem Arm verstecken, also eine Aufnahme so, und eine andere Aufnahme, es muss übrigens nicht 90 Grad sein, es kann auch hier mal die Hälfte, es können auch 60 Grad sein, weil ich habe hier eine 6er-Rastung, ich mache das jetzt mal so ungefähr, um einfach die Abschattung nach unten durch die Stativkopfelemente zu minimieren. Hier ist es auch so, dass der Kopf relativ hoch ist, das heißt, der Winkel ist einfach kleiner hier unten, und das heißt, dieses Setup ist relativ schlank, und produziert hier schon eine sehr kleine Abschattung am Boden, das heißt, das Stativ und Stativkopf, die dann bei dieser Geschichte übrig bleiben, nehmen dann nur noch relativ wenig Platz zum Retuschieren ein. oft kann man dann auch auf ein separates Bodenbild verzichten, ich mach es jetzt aber trotzdem mal, hier einfach von der Seite, da gilt natürlich das Gleiche, wie wir es auch für normale Objektive haben, ich gehe hier ein bisschen auf die Seite und fotografiere mal hier die Bodenstelle, mal so und jetzt auch einmal ohne Marker, und das sollte mal reichen für eine Aufnahme, um das so einzubauen, dass es wirklich funktioniert. Das heißt also, Fischaugen haben den Vorteil, dass die Geschichte wesentlich schneller geht, und den geringeren Bildwinkel, den ich insgesamt durch weniger Aufnahmen zusammen bekomme, das heißt also, die Winkelauflösung, die ich letzten Endes erreiche, die kann man eben kompensieren durch -- Kameras mit Sensoren, die eine höhere Auflösung haben. Also das Fischauge ist immer auch eine sehr viel ökonomischere Art, aufzunehmen, vor allen Dingen wenn man Serien hat, für mehrere Panoramen, sagen wir mal Immobilienprojekte und solche Geschichten, und natürlich ist die Bildqualität immer ein bisschen ein Kompromiss, aber man kommt mit aktuellen Kameras und aktuellen Fischaugen, bekommt man schon mittlerweile eine Qualität zusammen, die auch auf großen Bildschirmen interaktiv gut funktioniert, und wo man auch noch reinzoomen kann.

Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Lernen Sie, wie Sie von einem einfachen Panorama zu einer kompletten Rundumsicht von 360 x 180° kommen. Sehen Sie die Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung in PTGui.

5 Std. 54 min (46 Videos)
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