Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Aufnahme der Einzelbilder

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Die Reihenfolge der Aufnahmen richtet sich nach den Anforderungen der späteren Montage und auch nach den Gegebenheiten vor Ort. Manchmal, beispielsweise bei Passanten oder anderer Bewegung im Bild, können Reserveaufnahmen nötig werden.

Transkript

Bevor wir zur eigentlichen Aufnahme kommen, noch kurz ein paar Vorbemerkungen, eine in die Richtung, wie viele Bilder wir brauchen. Ich habe bereits erwähnt, dass wir für so eine komplette Kugel mit diesem Objektiv, also praktisch über 16 mm Brennweite, dass wir dort eine Bildanzahl haben von 20 Bildern, das heißt, wir haben sechs Bilder mit 0 Grad Neigung rundherum, sechs Bilder mit 45 Grad nach oben und sechs Bilder mit 45 Grad nach unten, und eines nach oben und eines nach unten. Also das würde im Prinzip theoretisch schon mal reichen. Praktischerweise macht man es eher so, dass man etwas mehr Bilder nimmt, weil hier ist der Bildwinkel gerade so, dass die Überlappung schon relativ knapp ist, und dann darf man natürlich auch nicht vergessen, Objektive werden zum Bildrand von der Qualität her nicht unbedingt besser, das heißt, es wäre hier schon angesagt, dass man acht Bilder für eine Runde nimmt. Das heißt, es sind dann 24 Bilder für die drei Reihen, plus eins nach oben, plus eins nach unten, das heißt 26 total. Und das ist in der Praxis der bessere Wert, weil dann hat man reichlich Material für die Überlappung, und für die Montage, und auf der anderen Seite kommt auch mehr von den besseren Bildbereichen Richtung Bildmitte zum Tragen, das heißt, das habe ich hier auch gemacht, indem ich meinen Kopf auf 8, 8 Rastungen eingestellt, also sprich alle 45 Grad rastet dieser Kopf ein. Solche Panoramaserien bestehen natürlich dann aus etlichen Bildern, und wenn man jetzt [inaudible] an einer Location mehrere Panoramen macht, zum Beispiel auch von sehr ähnlich wirkenden Räumen, das ist im Immobilienbereich zum Beispiel relativ verbreitet, dann ist es in der Nachbearbeitung recht schwer diese Serien auseinander zu sortieren. Und deswegen ist es nicht ganz blöd sich sozusagen, einen visuellen Marker einzubauen in solche Bildserien, der zum Beispiel dann später in Katalogprogrammen wie Lightroom relativ angenehm auffällt, weil man den sofort sieht, ah, da fängt eine neue Serie an. Der einfachste Fall ist man hält einfach für die, bei der ersten Aufnahme hält man einfach die Hand rein und macht dann die erste Aufnahme noch mal ohne Hand klarerweise, so dass man diese Hand dann sehr klar einfach als Marke erkennen kann. Und eine andere Möglichkeit, die das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet, ist dann die Variante, dass man zum Beispiel ein Werkzeug wie den Colorchecker verwendet, das ist so einfach so eine Farbtafel, und diese Farbtafel, die hat verschiedene Funktionen, ist ist also zum Kalibrieren von Kameras, fürs Studio und ähnliche Dinge gedacht, aber es ist ein sehr handliches Gerät und es hat hier auf der Seite, eine Grauskala und diese Grauskala kann man zum Beispiel wunderbar verwenden um einen Weißabgleich einzurichten für eine Aufnahme, was ja gerade bei Mischlichtsituationen wie hier, also wir haben jetzt hier Neonlicht direkt neben einem Oberlicht, dann draußen schauen wir in eine relativ grüne Landschaft, da ist auch noch mal eine Tür, wo grünes Licht von der Wiese rüberscheint, das heißt, wir haben hier ziemlich heftiges Mischlicht und deswegen ist es nicht ganz blöd, solche Serien zum Beispiel mit solchen Markern zu beginnen, dass man einfach für die erste Aufnahme zum Beispiel, das hier ins Bild hält, wobei man immer schauen muss in welche Richtung guckt das, man sollte ein bisschen gucken fällt möglichst alles Licht, was wir so an verschiedenem Licht in einem Raum haben, in einer Situation haben, wirklich auf diesen - auf diese Karte und dann ist das erste Bild von einer Serie als Trenner und auch als Kalibrationswerkzeug, ist dann so ein Colorchecker. Das ist das eine was man verwenden kann, dass andere was man verwenden kann das ist dieses Teil, der SpyderCube, und das ist ganz witzig das Gerät, wir haben hier grau für den Weißabgleich, wir haben weiß für die hellsten Stellen im Bild, schwarz für die dunkelsten Stellen im Bild, und wir haben oben noch eine Kugel drauf, die ist verchromt, für die Spitzlichter. Ich habe bereits erwähnt, dass man zum Beispiel ganz bewusst Lichtquellen wie Lampe, Sonne und so weiter ausfressen lässt, das ist also hier, das kann man also sehr gut unter Kontrolle bringen, dann gibt es hier unten noch ein Loch, der Würfel ist innen drin mit schwarzem Samt bezogen, das ist eine Lichtfalle, das heißt, das ist schwärzer als das Schwarz hier und das kann man ganz gut für die ganz ganz tiefen Schwarzstellen verwenden, einfach um die Belichtung so einzupassen, dass sie mit diesem Cube klarkommt, netter Nebeneffekt noch, für Mischlichtsituationen aus verschiedenen Richtungen, hier diese zwei Würfelseiten, die in grau sind, die zeigen in unterschiedliche Richtungen, die sind wahrscheinlich im Bild leicht unterschiedlich und lassen einen leichter Kompromisse finden, beim Weißabgleich. Das ist also genau so ein brauchbarer Trenner für Panoramaserien und einfach so ein Startmarker für das erste Bild. Die Aufnahme selber beginnen wir üblicherweise mit der horizontalen Reihe, und üblicherweise immer im Uhrzeigersinn, weil die Programme haben das am liebsten so. Die funktionieren in der Regel immer in Leserichtung von links nach rechts, das heißt, die Aufnahme sollte im Uhrzeigersinn stattfinden, und das Aufnahmemuster jetzt hier mit diesem Objektiv wird dann einfach so sein, dass man acht Aufnahmen mit 0 Grad Neigung, das heißt, für die Horizontebene hat und dann kommt 45 Grad nach oben, dann werden wir einen Shot nach oben machen, um die Decke komplett zu bekommen, gerade hier, das ist ein Jugendstilmuster in dem Oberlicht drin, so was sollte man schon sehr sauber aufnehmen, das lässt sich nur schwer retuschieren, wenn das fehlt später, und im Anschluss daran neigen wir die Kamera 45 Grad nach unten, und machen das Panorama nach unten komplett. Vorher natürlich schauen einfach, dass das Ganze gerade ist, das heißt, wir haben hier eine Nivellierkalotte, wir können das hier ganz gut bewegen, ansonsten eben wäre an der Stelle ein Kugelkopf, wir haben hier eine Wasserwaage und können da von oben reinschauen und das ist jetzt einmal gerade, und dann zur Kontrolle, ob auch die erste Reihe wirklich waagerecht ist, habe ich hier eine Blitzschuh-Wasserwaage genommen, die hier, diese Libelle dient also dazu dann zu kontrollieren, dass es hier wirklich waagerecht ist. Ich habe aber hier als Drehscheibe für die Neigeachse hier eine rastbare Panoramaplatte eingebaut, die auch auf 8 Rastungen eingestellt, das heißt, die rastet bei minus und plus 45 Grad und 90 Grad auch ein, die ziehe ich jetzt mal hier fest, und jetzt beginne ich mal hier in diese Richtung, man soll sich natürlich immer merken, wo die Reihen anfangen klarerweise, und jetzt mache ich hier eine Aufnahme in diese Richtung, und starte mal meine Runde jetzt hier einfach und mache hier die ersten acht Aufnahmen in der Horizontalen, das heißt, mit 0 Grad Neigung. So, ich mache manchmal bei solchen Reihen, kleiner Praxistipp zwischendurch, mache ich das erste Bild noch mal, das ist vor allen Dingen dann ganz interessant wenn sich zum Beispiel zwischen dem ersten Bild und dem letzten Bild einer Runde etwas geändert haben sollte, zum Beispiel Passanten oder Autos, die sich vielleicht bewegt haben, oder auch einfach Wolken die ziehen, dann ist es nicht ganz verkehrt dieses Bild noch mal zu machen, das heißt, ich mache nicht acht Bilder, sondern neun Bilder für diese Runde. Das ist eine kleine praktische Geschichte, oft brauche ich diese Bild nicht, aber es ist manchmal ganz gut es zu haben im Ernstfall. Dann neige ich die Kamera 45 Grad nach oben, und mache die ganze Runde jetzt mal in diese Richtung. So, und jetzt neige ich die -- mache ich auch noch mal einen Shot von der ersten Position, und jetzt neige ich die Kamera dann wirklich um 90 Grad nach oben, man darf nicht vergessen, solche Weitwinkel-Objektive sehen relativ viel, vor allen Dingen in dieser Richtung, das ist ja die lange Seite vom Bild, das ist die kurze Seite vom Bild, das heißt, hier sollte man schauen, dass man auf die lange Seite, dass man sich an der langen Seite des Bildes ein bisschen versteckt und eventuell sogar in die Hocke geht, dass einen das Objektiv nicht sieht, und man selber auch keinen Schatten auf das Objektiv macht, so dass die Aufnahme nach oben wirklich sauber ist. So, und jetzt kommt als letzter Streich nach unten, kommt jetzt die Aufnahme mit -45 Grad und jetzt wird halt hier Richtung Fußboden aufgenommen. Und damit ist die Aufnahme eigentlich fertig, wenn ich jetzt in meinen Review-Mode gehe dann sehe ich jetzt hier, dass bei diesem Objektiv wenn ich dort 45 Grad nach unten schaue, dann ist es so, dass ich hier schon eigentlich bis hierhin gucke, der Bildwinkel in dieser Richtung ist relativ groß, das heißt, ich sehe hier schon einen großen Teil vom Stativkopf, das heißt, ich bin eigentlich nach unten schon komplett. Selbst die Aufnahme nach oben, die ich vorhin gemacht habe, würde man eigentlich gar nicht brauchen, aber die Bildqualität nimmt natürlich zum Bildrand hin ab, aber hier ist ohnehin das Stativ, das heißt, nach oben nehme ich das ganz gerne mit, dass ich das wirklich frontal von unten habe, was sich an der Decke abspielt, also man denkt auch zum Beispiel nur an Kirchen, barocke Malereien und solche Geschichten, sollte man das oben wirklich mit bestmöglicher Qualität aufnehmen. Nicht einfach damit Vorlieb nehmen, dass da oben die acht Bilder zusammenlaufen, mit ihren jeweils qualitativ schlechtesten Bereichen, das heißt, sollte man schon schauen, dass man da noch mal eine gute Aufnahme nach oben hat, und hier unten ist allerdings an der Stelle der Stativkopf, das heißt, hier würde sich das eigentlich nicht wirklich lohnen, das heißt, die Aufnahme wäre an dieser Stelle eigentlich schon fertig und das Stativ und den Stativkopf, dass was wir hier noch sehen können, das müssten wir später einfach rausretuschieren, oder wir machen es mit separat aufgenommenen Bodenbildern, das kommt dann im nächsten Video.

Panoramafotografie: Sphärische Panoramen mit PTGui

Lernen Sie, wie Sie von einem einfachen Panorama zu einer kompletten Rundumsicht von 360 x 180° kommen. Sehen Sie die Vorbereitung, Aufnahme und Nachbearbeitung in PTGui.

5 Std. 54 min (46 Videos)
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