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LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

Aufbau eines Dokuments

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Dieses Video bietet einen detaillierten Überblick über den Aufbau eines LaTeX-Dokuments. Dieses beinhaltet verschiedene Klassen und Befehle.

Transkript

Fangen wir einmal von Null an. Was gehört zu einem Dokument? Ein Dokument benötigt immer eine Dokumentklasse, damit LaTeX auch weiß, was es und wie das Dokument aussehen soll. Die Documentclass heißt in unserem Fall scrartcl. Das ist eine Klasse aus der KOMA-script-Sammlung. Sie beginnen also immer mit documentclass. Wir sind sogar noch etwas genauer und wir schreiben, ich möchte es bitte auf dem A4-Papier gesetzt haben. Alles, was nach der Dokumentclass kommt, ist die sogenannte Präambel. Und die Präambel geht so lange, bis Sie einen Befehl schreiben, der da heißt begin document. Alles, was ich beginne, muss ich auch wieder beenden und zwar mit end document. Zwischen begin document und end document kann ich nun meinen Text schreiben. "Das ist mein erstes LaTeX-Dokument" oder auch "Dokument in LaTeX". Wir drücken auf den Setzenknopf und bekommen die Ausgabe. Das war einfach. Schauen wir, was wir geschrieben haben. Wir haben hier einen backslash geschrieben und dann documentclass, hier Backslash und begin, und jeweils dahinter in eckigen Klammern etwas und in geschweiften Klammern etwas. Alles, was mit einem Backslash beginnt, ist ein Befehl in LaTeX. Das heißt, wir geben den Befehl documentclass ein, den Befehl begin, den Befehl end. Das, was in geschweiften Klammern dahinter steht, ist ein notwendiger Parameter. Das heißt, der Befehl begin braucht einen Parameter. Begin möchte wissen, was soll ich denn beginnen. Nun wir wollen, dass begin hier ein Dokument anfängt. Und genauso wollen wir hier, dass der Befehl end das Dokument beendet, und ebenso wollen wir, dass die Dokumentklasse als Parameter scrartcl bekommt, dass wir also einen Artikel schreiben. Was ist nun das in den eckigen Klammern vorne dran? Das sind Optionen, das heißt, ich könnte Optionen auch weglassen. Option, optional. Die Griechen und Lateiner und -innen können das jetzt übersetzen. Ich kann das auch so übersetzen. Eine Option wird immer in eckigen Klammern gesetzt, zum Beispiel hier A4paper. Was kommt nun in diese Präambel dort oben rein? In die Präambel kommen sogenannte Paketladeoperationen rein. Das heißt, wenn ich weitere Pakete laden möchte, die mir mein Dokument noch verändern, das Aussehen verändern, oder mehr Möglichkeiten bieten, dann lade ich dies hier oben in der Präambel. Schreibe mal rein, das hier ist die Präambel und das hier ist das eigentliche Dokument. Was habe ich denn jetzt gemacht? Ich habe hier Prozentzeichen geschrieben. Ein Prozentzeichen leitet immer einen Kommentar ein. Das heißt, wenn ich das hier übersetze, steht es hier nicht Prozent, Prozent, Dokument, sondern das ist ein Kommentar, der nur im Quellcode auftaucht. Dieses ist überaus nützlich, wenn Sie vielleicht einmal einen gewissen Text sich merken möchten, aber noch nicht setzen, oder wenn Sie sich merken möchten, was habe ich denn hier überhaupt getan. Ich persönlich habe mir angewöhnt, immer zwei Prozentzeichen zu verwenden, wenn ich einen Kommentar am Beginn einer Zeile angebe. Dies mache ich zur Unterscheidung von einem Kommentar mit einem Prozent, der meistens nur wirklich ein Stück Dokument auskommentiert, das ich später vielleicht wieder benutzen möchte. Ich persönlich fange zwei Prozentzeichen immer dort an, wo ich hinschreiben möchte, was ist das Ganze. Können Sie gern anders machen, das ist etwas, das habe ich mir halt so angewöhnt. Wie lade ich nun Pakete? Pakete laden. Zum Beispiel, indem ich sage usepackage und dann kommt der Paketname dorthinter, zum Beispiel ein usepackage fontenc. Wir werden später sehen, wozu wir das brauchen, aber wir benutzen dieses Paket immer mit der Option T1. Wir geben außerdem einen Usepackage inputenc an. Dies liegt die sogenannte Kodierung fest, in der unser Quelldokument steht, und in unserem Fall wird das immer utf8 sein. Das heißt, wenn ich hier Umlaute verwenden will, zum Beispiel ä, ö, ü oder ß, dann erlaubt mir Inputenc das festzulegen, wie diese Datei kodiert ist. Das ist eine reine Textdatei, das heißt, die reine Textdatei hat noch keine Information darüber, wie die Umlaute hier abgespeichert werden. Wie sie abgespeichert werden, ist eine Eigenschaft des Editors, aber wie sie interpretiert werden, das muss ich LaTeX eben mitgeben, das mache ich hier mit. Wenn ich deutsche Texte schreibe oder Texte, die nicht in Englisch sind, dann gebe ich auch noch ein usepackage babel an. Babel lädt die Sprachpakete. Ich könnte jetzt entweder hier die Sprache angeben oder ich gebe sie gleich oben als Klassenoption an. Dann können nämlich alle Pakete etwas damit anfangen. Ich nehme die neue deutsche Rechtschreibung, und das ist die Option ngerman. Was nun unten noch folgt, ja, ist vielleicht einfache Listen. Eine einfache Liste, zum Beispiel, ich beginne wieder etwas, begin, und was beginne ich, eine Aufzeilungsliste, die heißt Itemize. Alles, was ich beginne, muss ich auch wieder enden. Itemize, eins und noch eins, und was so schön ist und noch ein Letztes. Wir setzen das und sehen das Dokument. Und so geben Sie Befehle hier ein und Ihren Text, und das ergibt dann letztendlich Ihre Dokumentausgabe. Vielleicht wollen wir hier drüber noch einen Abschnitt beginnen. Den beginnen wir mit Section und sagen-- ein einführender Abschnitt. Dann kommt hier noch ein Section, noch ein Abschnitt, und setzen das Ganze wieder und bekommen entsprechend Überschriften. Das heißt, wir machen eine logische Auszeichnung des Textes. Auf diese Weise können Sie jetzt schon Ihr Dokument schreiben mit Listen und mit Struktur.

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5 Std. 29 min (54 Videos)
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