Logic Pro X Grundkurs

Audioregionen bearbeiten

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Regionen, welche Audiodateien oder MIDI-Noten beinhalten, sind ein wesentlicher Bestandteil bei der Bearbeitung von Projekten in Logic Pro X. In diesen stehen zahlreiche Werkzeuge und Funktionen zur effizienten Anpassung von Audiomaterial zur Verfügung.

Transkript

Ein Grundprinzip der Bearbeitung innerhalb von Logic Pro-Projekten, das sind Regionen. Diese belegen Platz entlang der Zeitleiste innerhalb meiner Spuren und enthalten entweder Audiodateien oder aber MIDI-Noten, wie Sie es hier sehen. Eine Sonderform stellen sogenannte Apple Loops dar, wie hier unten, die können nämlich an die eingestellte Geschwindigkeit, also an das Tempo meines Musikstücks dynamisch angepasst werden. Bleiben wir jetzt aber mal bei den beiden Standards, nämlich den Audioregionen und den MIDI-Regionen. Ich blende mir jetzt hier auf der linken Seite die Informationen aus. Vorher möchte ich Ihnen aber kurz zeigen, dass diese Regionsinformation hier jeweils umschaltet nach der Region, die ich eben hier auswähle. Also hier finde ich dann einzelne Informationen, beispielsweise hier, dass es sich bei dieser MIDI-Region um einen Loop handelt, was ich an diesen kleinen Einbuchtungen hier sehe und das wir uns gleich in Folge auch noch ansehen, wie man so etwas erzeugt. Jetzt blende ich also diese Informationen aus und bekomme auch hier oben ein paar Werkzeuge mehr, die sich vorher eben unter dem kleinen Zahnrad versteckt haben. Mit diesen Regionen kann ich also arbeiten. Ich werde mir diese erste Spur ein wenig vergrößern, damit wir hier besseren Zugriff haben. Wenn ich auf den Spurkopf klicke, dann werden alle Regionen innerhalb meiner Spur markiert. Klicke ich nochmals in einen freien Bereich, hebe ich diese Markierung auf und klicke ich einmal in eine Region, wird nur diese hervorgehoben. Mit einer Region kann ich nun arbeiten. Zum einen kann ich sie ganz einfach verschieben in ihrer Position und weil hier oben Einrasten rastet dies jetzt in meinem Fall auf die Beats in meinem Musikstück ein. Das heißt, ich schieb hier nach links und rechts und Sie sehen, wie sich der Anfang hier genau orientiert an diesen Markierungen im Lineal oben. Mit der Sprechblase sehe ich auch genau, um welchen Wert ich diese Verschiebung jetzt vorgenommen habe. Solche Aktionen sind mit Command+Z natürlich rückgängig machbar. Halte ich hingegen die Ctrl-Taste beim Verschieben gedrückt, so kann ich praktisch dieses Einrasten auch übergehen und frei positionieren. Auch das mache ich nochmals rückgängig. Außerdem wird hier oben festgelegt, was passieren soll, wenn sich zwei Regionen treffen. Das heißt, möchte ich zum Beispiel hier diese vier drüber schieben, ist aktuell Keine Überlappung festgelegt. Die erste wird hart abgeschnitten und die zweite beginnt einfach an dieser Stelle. Ich mache das nochmals rückgängig und schalte hier zum Beispiel auf den X-Fade um. Möchte ich also zwei Regionen hintereinander überblenden, was ja bei zum Beispiel Begleitmusik für Videos sehr oft zum Einsatz kommt, dann schalte ich das hier oben um, schiebe die Region hierher und beim Auslassen wird dieser Cross-Fade, dieser X-Fade angewendet. Audioregionen sind Verknüpfungen zu Audiodateien. Sie finden heraus welche, indem Sie hier die Dateiliste aufrufen und für das Projekt dann einfach einzelne Regionen anklicken und Sie hier auch in der Liste genau finden. Dort ist dann genau aufgeführt, um welche Datei es sich handelt und wie diese aufgenommen wurde. Ich blende das jetzt wieder aus. Die Regionen können aber auch noch weiter bearbeitet werden. Zum einen kann ich mit den Werkzeugen hier oben einiges anstellen. Zum Beispiel hier mit dem Scherenwerkzeug. Im aktuellen Bearbeitungsmodus kann ich jetzt hier bei gedrückter Command-Taste einfach hier zur Schere umschalten und hier zum Beispiel einen Schnitt ausführen. Dann habe ich diese Regionen an dieser Stelle geteilt. Auch das mache ich rückgängig. Ich kann mir diese Werkzeuge auch zusätzlich über Alt+1 einblenden lassen, und dann sehr praktisch dorthin umschalten. Dann kann ich diese Regionen aber auch an verschiedenen Stellen anfassen, nämlich hier rechts unten zum Beispiel oder auch links unten, um sie in ihrer Länge zu verändern. Ich schiebe das zum Beispiel hier nach links und Sie sehen, dass ich diesen hinteren Bereich damit abschneide und deswegen hier kein Sound abgespielt werden wird. Die zugrundeliegende Audiodatei habe ich dabei natürlich nicht verändert und deswegen kann ich diese Region auch nachträglich wieder breiter ziehen auf ihr ursprüngliches Maß und habe alle Informationen enthalten. Bewege ich mich mit der Maus allerdings hier in den oberen Bereich, dann sehe ich hier ein kleines Looping-Symbol und das bedeutet, dass ich jetzt diese Länge meiner Region loopen kann. Das sehen wir zum Beispiel hier unten in der Anwendung bei dieser MIDI-Region. Das erste ist also mein eingespielter Bereich, also hier habe ich meine MIDI-Noten wirklich mit der Klaviertastatur eingespielt und dieser Bereich hier hinten, der wiederholt einfach das hier vorne. Das können Sie also sowohl für Audioregionen als auch für MIDI-Regionen anwenden und auch natürlich für Apple Loops. Klicken Sie dazu einfach hierher ziehen Sie bei gedrückter Maustaste und Sie sehen anhand dieser Einbuchtung, wo ein neuer Loop beginnt. Ich werde jetzt mit Command+Pfeil nach links ein wenig herauszoomen und diesen Loop noch weiter verlängern. Sind Sie mit der Länge jetzt zufrieden, wollen aber diese einzelnen Loops als Regionen behandeln, so können Sie ganz einfach mit einem rechten Mausklick diese konvertieren und dann Loops in Regionen konvertieren wählen, oder Control+L. Jetzt habe ich also einzelne editierbare Regionen erstellt, die ich hier auch wieder verschieben kann oder herauslöschen. Machen wir das nochmals rückgängig. Wollen Sie einen Loop einmal deaktivieren, klicken Sie einfach an diese Stelle und verkürzen es auf die Originallänge Ihrer Audioregion. Neben diesen sehr einfachen Bearbeitungen mit den Werkzeugen können Sie aber auch noch intelligente Funktionen anwenden, um Loops anhand der Zeitleiste anzuordnen. Hören wir mal in unser Musikstück an dieser Stelle herein und aktivieren wir dazu nur einmal die Gitarre und die Bassspur. Wir haben hier an dieser Stelle ein kleines Bass-Lick, also ein Minisolo, wenn Sie so wollen, und das wollen wir jetzt in den Hintergrund legen. Und zuallererst fällt uns dazu ein, dass wir natürlich hier einfach einen Loop erstellen. Ich zoome wieder ein wenig herein mit Command+Pfeil nach rechts und ziehe jetzt mit dem Loop-Werkzeug nach rechts. Das sieht auf den ersten Blick ganz gut aus, allerdings erkennen Sie vielleicht auch schon, dass ich hier vom Timing definitiv nicht korrekt bin. Denn diese Audioregion ist hier nicht genau auf die Länge meines Taktes angepasst. Spiele ich nochmals von hier aus ab, wird zwar dieses erste Lick passen, aber der Rest, der wird nicht mehr in time sein. Und Sie sehen, dass ist ein typischer Fortsetzungsfehler, der sich dann in einem komplett auseinanderlaufenden Tempo bemerkbar macht. Diese Variante funktioniert also nicht. Es gibt aber eine andere und zwar einfach über Command+R die Mehrfachkopie aufzurufen. Bei dieser Mehrfachkopie geben Sie an, wie oft sie hintereinander kopiert werden soll. Ich möchte zum Beispiel den Takt 10, 11 und 12 ausfüllen. Also wähle ich hier insgesamt 3 weitere Kopien und jetzt muss ich Logic mitteilen, woran es die neuen Kopien ausrichten soll. Entweder hier auf Auto, das entspricht einfach einem Aneinanderhängen. Oder aber zum Beispiel den Takt. Dann wird meine Audioregion wirklich immer auf den Takt eingerastet. Probieren wir das jetzt einfach mal aus mit OK, so sehen wir, dass diese kleinen Lücken hier entstanden sind, weil einfach an dieser Stelle dann wieder der Takt beginnt. Und wenn wir uns das jetzt anhören Dann ist das eigentlich wunderbar in time. Diese einzelnen Regionen sind jetzt individuell bearbeitbar und wie Sie sehen, bekommen sie auch einzelne Nummern. Das heißt, wenn ich die hier anklicke und zum Beispiel verkürze, so tangiert das die anderen Regionen nicht. Ich mache das nochmals rückgängig und kann wieder mit Command+R diesen Befehl für das mehrfache Kopieren aufrufen. Ich bleibe wieder bei der Anzahl 3, erstelle jetzt aber keine Kopien sondern sogenannte Aliasse. Klicken Sie hier auf OK, so sind diese Regionen jetzt praktisch miteinander verknüpft. Das heißt, wenn ich jetzt an einer Stelle eine Anpassung mache, dann wird die auch für die anderen Regionen übernommen. Das macht Sinn, wenn Sie praktisch an einer Master-Region arbeiten und diese nachträglich noch anpassen wollen, um dann nicht jede Kopie einzeln bearbeiten zu müssen. Machen wir das nochmals rückgängig und rufen wir einmal noch kurz über Alt+1 die Werkzeuge auf. Ich könnte zum Beispiel das Fade-Werkzeug verwenden. Mit diesem kann ich einfach hier über eine Region fahren und hier jetzt einen Fade definieren. Ich zoome noch ein wenig weiter herein und habe den dann hier festgelegt. Das Ganze funktioniert natürlich auch im vorderen Bereich. Den Fade selbst, den kann ich auch nachträglich noch anpassen. Mit Hilfe des normalen Zeigerwerkzeugs und der anderen Werkzeuge sowie der üblichen Bearbeitungsfunktionen innerhalb des Hauptfensters von Logic Pro können Sie also Regionen individuell nach Ihren Wünschen anpassen.

Logic Pro X Grundkurs

Nutzen Sie die Digital Audio Workstation (DAW) Logic Pro von Apple und lernen Sie, wie Sie Ihre Musikproduktion von der Aufnahme bis zur fertig abgemischten Audiodatei umsetzen.

4 Std. 57 min (40 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!