Premiere Pro CS6 Grundkurs

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Mit Audioblenden lassen sich die Clipübergänge im Ton fließender gestalten. In Premiere Pro stehen dabei drei verschiedene Übergänge für den Ton zur Auswahl.
09:24

Transkript

Beim ersten Montage-Schnitt, wo man in der Regel meist über eine Spur schneidet, und einfach das Rohmaterial in die richtige Reihenfolge bringt, noch später beim Rohschnitt, wo vielleicht schon die Hauptinformationsspur hinzukommt, da klingt meistens der Ton noch nicht sehr angenehm. Und das assoziiert automatisch jeder mit einem schlechten Schnitt und hier gehört einfach manchmal ein bisschen Vorstellungsvermögen dazu, was man eigentlich machen kann. Um jetzt zu harte Übergänge insbesondere im Ton auszugleichen, bieten sich hier die Audioblenden geradezu an. Wenn es gar nicht anders geht und mir die Schnitte zu hart kommen, spricht sicherlich auch nichts dagegen, schon im Rohschnitt die eine oder andere Audioblende hinzuzufügen. Wir wollen uns das Ganze mal anschauen, denn hier im Effekte-Menü unter "Audioüberblendungen", "Crossfade", finden wir drei verschiedene Überblendungen. Um eine Tonblende auf den Übergang zwischen zwei Clips zu ziehen, nehmen wir sie einfach und ziehen sie hier auf die Schnittkante zwischen den beiden Clips. Wenn ich mir hier die Blende "Exponentielle Leistung" anschaue, das Ganze in den "Effekteinstellungen" öffne, dann sehe ich hier bei der "Exponentiellen Überblendung", dass ich einen linearen Übergang habe. Genauer genommen entspricht das einer glatten logarithmischen Kurve. denn die Audioleistungseinheit Dezibel ist logarithmisch aufgebaut. Das entspricht auch unserer Hörerfahrung. In den "Effekteinstellungen" kann ich jetzt die Länge dieser Blende bestimmen, hier allerdings vorsichtig sein, dass es nicht zu viel wird. Hier hätte nämlich das Material vorne keinen Ton mehr enthalten. Wir können die Länge entweder hier festlegen oder hier numerisch. In der Ausrichtung kann ich sagen, ob die Blende am Schnitt zentriert sein soll, am Schnitt beginnt oder am Schnitt endet. Funktioniert hier auch nicht so gut, weil hier sehe ich, dass der Clip kein Material mehr hat. Im Tonbereich führt das oft zu einem sehr abrupten Einblenden dieses Clips, der wird hier schon langsam ausgeblendet und dieser beginnt dann sozusagen hier schon mit einem gewissen Prozentwert an Lautstärke. Also aufpassen, dass ich die Blende hier zuziehe. Der Vorteil bei den "Effekteinstellungen" ist, dass man den Blendenübergang zwischen den beiden Clips hier besser sehen kann. Das ist also der Clip, aus dem wir kommen, und das ist der Clip, in den wir nach der Blende übergehen. Hören wir uns das Ergebnis kurz einmal an. (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ Ich werde ihn noch einmal ganz kurz hier einsetzen, um danach das Ganze noch einmal wiederzugeben. (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ Man hat hier in der Mitte der Blende ein wenig das Gefühl eines Leistungsabfalls, (Video läuft)♪ (Hintergrundmusik) ♪ das heißt, der eine Clip wird ein bisschen schneller ausgeblendet, als der andere eingeblendet wird. Löschen wir die Blende noch einmal und nehmen stattdessen die Blende "Konstante Leistung", auch wieder auf beide Clips, damit man sie mal vergleichen kann. (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ Hier fehlt dieser Leistungsabfall, (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ denn die Blende geht so vor, dass sie den ersten Clip sehr langsam ausblendet und am Ende sehr abrupt und den zweiten Clip beim Einblenden schon gleich zu Beginn sehr stark einblendet und dann nachher weniger stark. Das hat den Vorteil, dass der Übergang gleichmäßiger klingt. Ich habe hier keinen Leistungsabfall in der Mitte der Blende, das heißt, der Ton wird in der Blende nicht leiser. (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ Passt hier also sehr gut. Löschen wir die Blenden noch einmal, es gibt ja noch eine dritte, die Blende "Konstante Verstärkung". Auch die weisen wir hier mal beiden Schnitten zu, wählen sie einmal aus. (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ Vom Ergebnis, also vom Icon, sieht "Konstante Verstärkung" der "Exponentiellen Verstärkung" sehr ähnlich aber auch hier wird konstant ein- und ausgeblendet und das kann hier in der Mitte der Audioblende zu leichten Klangunterscheidungen kommen, kann auch hier etwas leiser werden. (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ Geht ein bisschen schneller, als hier die "Konstante Verstärkung", aber in der Regel, wenn man einen sanften Übergang haben will, ist "Konstante Leistung" am besten geeignet. "Konstante Verstärkung" würde sich vielleicht anbieten, wenn ich hier wirklich den Ton herunterfahren will, um ihn in einer neuen Szene wieder heraufzufahren. "Konstante Verstärkung" kann zum Beispiel interessant sein in Verbindung mit einer schwarzweiß Videoblende, nehmen wir mal hier den "Übergang zu Schwarz", versuchen noch einmal mit dem "Rollen"-Werkzeug beides hier – ich muss die Alt-Taste natürlich drücken, um nur Bild oder nur Ton zu rollen, so. (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ Hier passt das ganz gut, weil der Ton entsprechend in der Mitte der Blende kurzfristig ja auch wegfällt. Vielleicht würde ich die Audioblende in diesem Fall sogar noch etwas länger ziehen Wir müssen aufpassen, dass er noch zu hören ist, weil er schon anfängt zu reden. Hier nach vorne geht es nicht mehr weiter (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ und mit dem Wiedereinblenden des Clips kommt dann auch der Ton Wir wollen aber hier in dem Fall lieber einen sanften Übergang, Wir nehmen höchstens bei der Videoblende eine weiche Blende. Da ist mir der Ortwechsel hier ein bisschen zu krass. (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ Okay, und wir schalten zurück hier in die Audioüberblendung "Crossfade" und nehmen eine "Konstante Leistung". (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ Im Grunde könnte ich mir vorstellen, dass die "Konstante Leistung" hier eine ganze Menge Audioprobleme behebt, denn wir haben es hier mit ganz unterschiedlichen Geräuschen zu tun. Im Grunde genommen hört man immer diese Karthalle, Aber ich habe ständig wechselnde Motorengeräusche. (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ Und wenn beides auf einmal kommt, der Schnitt und der harte Audioübergang, dann wirkt das manchmal ein bisschen unruhig. Jetzt möchte ich ganz gerne hier auf mehrere Clips entsprechend die "Konstante Leistung" anwenden. Ich kann mir das sehr einfach machen, kann einfach mit dem "Spurauswahl" -Werkzeug hier alles anwählen, wobei ich beachten muss, dass auch die Videoclips angewählt sind. Wenn ich jetzt auf die Auswahl eine Blende anwende und dann hier alle Clips überblende, Also drücke ich die Alt-Taste, sodass alle Audioclips markiert sind, zumindest hier in der O-Tonspur und ich kann sagen "Sequenz", "Standardüberblendung auf Auswahl anwenden". Die Standardüberblendung erkenne ich hier an dem gelben Rahmen und jetzt sind entsprechend alle Clips überblendet. (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ Die Übergänge sind ein bisschen harmonischer, (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ aber ich habe hier häufig das Problem, dass dadurch, dass ich ja schon in der Sprache ein bisschen geschnitten habe, das durch die Blende jetzt natürlich hier vielleicht zwei Sprachen ineinander kommen oder schon Wörter eingeblendet werden, die ich gar nicht hören wollte. und das liegt an meiner sehr weichen Blende momentan. Ich habe hier eine Blendendauer von einer Sekunde. Das könnte man vielleicht erst einmal umschalten, "Voreinstellungen", "Allgemein", hier gibt es die "Standarddauer der Audioüberblendung". Die kann ich ziemlich präzise in Sekunden angeben und ich möchte sie hier mal auf vielleicht irgendetwas zwischen einer viertel und einer halben Sekunde Dann nehmen wir mal 0,4 Sekunden. Okay, und sagen noch einmal "Sequenz", "Standardüberblendung auf Auswahl anwenden". Wir sehen jetzt, die Blenden sind deutlich kürzer, (Video läuft) ♪ (Hintergrundmusik) ♪ und trotzdem hat man nicht mehr diese ablenkenden harten Übergänge im Ton. Wenn man jetzt noch Unterschiede in den Tonpegeln ausgleicht, dann wirkt das Ganze ziemlich harmonisch. Also Audioblenden bieten sich bei den verschiedenen Geräuschen geradezu an, um diese Übergänge zu glätten, im Videobereich sollte man mit den Blenden sparsamer umgehen. Schauen wir uns das Ganze hier einmal bei den Clips mit den Fahrgeräuschen an. (Video läuft) 4500 Tonnen Stahlbeton in unserer 2001 fertiggestellten – Noch besser würde das Ganze wirken, wenn ich mit dem "Rollen"-Werkzeug und der gedrückten Alt-Taste Übergänge ein bisschen von den Bildübergängen trenne, So. (Video läuft) 4500 Tonnen Stahlbeton in unserer 2001 fertiggestellten Hei – Man hat die schön dynamischen Bildübergänge, aber dadurch, dass der Ton an einer anderen Stelle überblendet, ist es schon lange nicht mehr so hart, wie vorher, wenn ich das Ganze noch einmal rückgängig mache, "Strg+Z", (Video läuft) 4500 Tonnen Stahlbeton in unserer 2001 fertiggestellten Hei – und da hat man wirklich noch diese unruhigen Übergänge. Machen wir das mal auf "Wiederherstellen" und ich glaube einen können wir noch wiederherstellen, hier ist mein Tonschnitt. Insofern lohnt es sich immer durch einen J- oder L-Cut, wie wir es mit dem "Rollen"-Werkzeug gemacht haben, Ton und Bild etwas asynchron voneinander zu schneiden und den Ton mit kurzen Videoüberblendungen von hier so in etwa zehn Frames zu überblenden. Welche Blende man nimmt, hängt dann ein bisschen von Schnitt ab, ob man sozusagen in der Blende einen Leistungsabfall haben möchte, bei einer Aufblende in Schwarz beispielsweise benutzt man das oder ob man einfach versuchen möchte, dass der Tonpegel gleichmäßig weitergeht.

Premiere Pro CS6 Grundkurs

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11 Std. 48 min (91 Videos)
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