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Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Arbeitsersparnis beim Entwickeln von Ideen

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Kopieren, durchpausen oder abzeichnen – alles ist erlaubt, das dem Ergebnis dient. Mit dem richtigen Papier, einer Plexiglasscheibe oder dem Tablet pausen Sie in Minutenschnelle jede Vorlage ab.
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Transkript

Der Witz beim visuellen Arbeiten ist, möglichst viele Ansätze zu entwickeln. Man spricht auch von der schnellen Iteration. Wenn ich aber nicht ganz so schnell bin, kann das ganz schön mühsam sein. Jedes Mal nochmal zeichnen. Anstrengend. Da gibt es zwei einfache Tricks, die mit Stift und Papier funktionieren. Anders als beim Computer oder Tablett kann ich hier nicht einfach duplizieren, oder? Kann ich, doch. Klassisches Hilfsmittel der Fotokopierer. Haben Sie kein, fotografieren Sie die Skizze und drucken Sie sie aus. Steigen Sie das aus, was Sie brauchen, oder vergrößern Sie die Skizze bei Bedarf. Der zweite Trick, der ist sogar noch älter - Durchpausen. Ich habe also hier, zum Beispiel, ein Scribble einer Website gemacht und möchte davon eine Variante entwickeln. Dann muss ich nicht einfach nochmal bei 0 anfangen, sondern ich lege mir das einfach hier schön unter mein transparentes Papier und kann hier einfach anfangen, die Umrisse nochmal nachzuzeichnen. Das geht dann relativ zügig, weil ich hier eine Linie entlang der vorhandenen Linien machen kann, habe dann also sicher zweimal dieselbe Größe von beiden Varianten und kann mich hier ganz schnell voranarbeiten. Einen Kopfteil mache ich nochmal und sage: "Okay, jetzt habe ich sichergestellt, dass die Größe passt, dass der Kopfbereich immer gleich ist, dass der Fußbereich der Seite gleich ist, und kann jetzt hier im Inhaltsbereich neue Varianten entwickeln". Und wenn Ihnen der handgezeichnete Look wichtig ist, Sie aber zu klein vorgezeichnet haben, dann kopieren Sie eben diese Vorlagen, drücken Sie vergrößert aus und pausen diese Ausdrucke dann ab. Ich benutze die Methode manchmal für Wireframes, im Skizzen von Anwendungen und Websites. Und so kann man sehr schnell sehr viele spannende Ideen entwickeln. Und es ist hier alles erlaubt, was dem Ergebnis dient, also auch Abzeichnen. Und das gilt nicht nur für meine eigenen Skizzen, sondern das gilt, zum Beispiel, auch für Fotos. Fotos sind für ungeübte Künstler eine große Hilfe, denn sie sind anders als die Realität bereits zweidimensional. Ich kann sie also sehr gut nutzen, um das, was ich gern zeichnen will, zu kopieren. Ich lege mir ein Foto, also hier wieder unter mein halbtransparentes Papier und kann jetzt hier einfach von diesem Umriss, von dem schönen Segelschiff nachzeichnen, was dazu sehen ist. Hier unten die Wellen. Da kann ich auch ein bisschen abstrahieren. Ich sage, da ist die Horizontlinie. Hier oben geht das Dach von diesem Schiff raus. Da kommt es runter. Hier ist irgendwie so ein Mast, da oben ist nochmal ein Mast. Da ist ein Mast. Hier stehen Personen. Da ist die Reling. Ich stelle nochmal welche. Und dann habe ich relativ schnell ziemlich wenig Aufwand hier die Umrisse von dem Foto kopiert, und das Ganze sieht aber aus, als hätte ich selber so eine ganz tolle Beobachtungsgabe und könnte das ganz schnell aufskizzieren. Natürlich kann man das auch digital machen. Dazu gibt es, zum Beispiel, die App Trace. Ich zeige das jetzt hier in meinem iPad. Da ist diese App installiert, und da habe ich schon ein Foto aus meiner Bibliothek reingeladen. Das sieht jetzt so gelblich aus, weil ich hier meine Folie schon drüber habe, auf der ich meine Skizze mache. Kann ich jetzt mal ausblenden, dann sehe ich das Foto in der ganzen Pracht jetzt durch wieder mein Papier, mein Transparentpapier, mein virtuelles dadrauf, und kann jetzt hier einfach anfangen, mit dem Stift die Obenrisse nachzuzeichnen. Und mit so einem großen Gerät, wie hier diesem iPad, geht es einigermaßen schnell. Und ich kann auch einigermaßen natürlich hier so diese Handhaltung kopieren, was damit zu den schwierigsten Übungen überhaupt gehört. Hände sind ein wahnsinnig schwieriges Thema, da die sind Künstler auch wirklich jahrelang dran, bis Sie das richtig gut können. Und wenn ich hier dieses Foto als Grundlage nehme, dann kann ich da ziemlich ja schlampig und grob arbeiten, und da sieht trotzdem noch ziemlich was aus. Ich mache jetzt gerade hier noch den Bildschirm zu Ende. Und wie gesagt, das kommt mir immer nur drauf an, so eine hohe Skizze zu entwerfen. Deshalb kann das Ganze auch so ein bisschen zittriger sein. Das macht gar nichts. Wenn ich das Bild jetzt wieder ausblende, dann sehe ich, ich habe ganz schnell hier diese Skizze nachempfunden. Und wer aber trotzdem lieber mit Stift und Papier arbeitet, der kann auch das iPad nutzen, um sich das Foto reinzuholen, und klebt dann einfach, wie ich das hier schon vorbereitet habe, ein Buntpapier dadrauf, muss nur aufpassen, weil natürlich hier die Gestensteuerung erkennt hier vorweg jemand dranrum. Ich gehe also wieder zurück in meine Foto-App, hier geht es das drauf, und hole mir jetzt einen ganz normalen Stift, also hier nicht den Penzel oder irgendwas mit den Fingern. Ich versuche sozusagen so wenig wie möglich, diesen Bildschirm jetzt zu berühren, weil ich das iPad nur sozusagen als digitalen Leuchttisch verwenden will. Es ist nicht ganz ohne, wie man sieht. Das geht schnell auf und zu. Aber wenn ich einmal alles hier fixiert habe, ich konnte das, zum Beispiel, auch noch ankleben unten, dann kann ich jetzt hier locker die Umrisse nachzeichnen und habe dann meine lockere Skizze, sowie ich sie eben in der App Trace gemacht habe, dann auch noch auf Papier. Und wenn ich eben so der Papiertyp bin und sage, ich will das Ganze eher auf Papier haben, dann habe ich so ohne weitere Ausdrucke direkt meine Skizze auf Papier gebracht und das Foto damit aufgepaust. Und ein weiterer Vorteil. Ich kann hier nicht nur Fotos reinladen, die es schon gibt, sondern ich kann direkt mein iPad hier auch nehmen und etwas fotografieren. Ich kann, zum Beispiel, eine Szene fotografieren, die lege ich dann hier immer auf den Bildschirm in den Hintergrund, klebe ein neues Papier drauf und kann diese Szene dann abzeichnen. Das ist sehr praktisch, um vor allen Dingen Handgesten zu skizzieren, weil Handgesten, die braucht man sehr oft, wenn man eben interaktive Geräte steuern will und zeigen will, wie das funktioniert. Die sind freihand für Ungeübte, aber sehr, sehr schwierig. Und diese Technik, das da abzupausen, sozusagen, von der zweidimensionalen Ebene, die ist sehr viel älter. Die wird auch einen Zeichenkurs noch verwendet. Man kann das Gleiche nämlich auch machen, wenn man eine Plexiglasscheibe sich besorgt. Dies ist jetzt hier aus dem Baumarkt. Für ein paar Euro gibt es die da. Und die Plexiglasscheibe, die kann ich einfach auf irgendetwas drauf legen, hier natürlich auf eine Skizze. Das ist relativ langweilig. Wenn ich mir aber ein Foto wieder herhole, kann ich auch ein Foto mit einem sehr geringen Kontrast, was schwierig ist, durch so ein Papier zu zeichnen. Das kann ich einfach hier von der Plexiglasscheibe aus runter direkt abpausen. Und das Ganze ist dann super Lowtech. Ich habe dann in wenigen Sekunden bis Minuten hier meine Skizze auf dieser Plexiglasscheibe drauf. Und wenn ich das dann auf einem weißen Papier eben positioniere, kann ich es wieder abfotografieren und habe das Ganze digital. Vorsichtig dabei! Wenn Sie einen Permanent-Marker erwischen, dann haben Sie ein Problem. Dann ist das Bild nämlich dauerhaft hier auf der Glasscheibe. Wenn Sie dagegen einen Folienstift nehmen, dann können Sie das mit Wasser jedes Mal abwischen. Sie sehen also, Zeichnen bietet schon endlich viele Möglichkeiten und wie viele brauchen Sie. Ganz wenig. Fingerfertigkeit. Ordentliche Ergebnisse bekommen Sie mit diesem Paar Tricks ganz schnell.

Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Lernen Sie, mit visuellem Denken an neue Lösungsansätze zu kommen. Jens Jacobsen zeigt Ihnen dafür die notwendigen Fertigkeiten am Whitboard.

2 Std. 40 min (33 Videos)
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