Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Arbeiten mit Ebenen

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Sie lernen grundsätzliche Arbeitsweisen mit Ebenen kennen und den Unterschied von destruktiver und nichtdestruktiver Arbeitsweise.
10:48

Transkript

Sie lernen hier die grundsätzliche Arbeitsweise mit Ebenen kennen, sprich, den Unterschied von destruktiver zu nicht-destruktiver Arbeitsweise. Wenn Sie mit Ebenen arbeiten, müssen Sie zuerst wissen, dass es verschiedene Ebenentypen gibt. Mit diesen Korrektur-Möglichkeiten hier oben am Ende der Einstellungsebenen, denn dann arbeiten Sie auf jeden Fall effektiv mit Photoshop. Das hier ist z.B. die Hintergrundebene. Die ist immer mit diesem Schloss gesichert. Daran sollte man auch nichts drehen. Das kann man hier auch öffnen, dann wäre das freigegeben. Aber das ist das Original, und das sollte man auf keinen Fall antasten. Am besten macht man sich zuerst einmal eine Hintergrundkopie. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie nehmen sich einfach diese Ebene her, halten die Maus gedrückt, und ziehen das hier auf das Symbol für die neue Ebene. Dann erstellt Photoshop eine sog. Hintergrundkopie. Auf der können Sie jetzt alles machen, wozu Sie lustig sind. Wenn ich hier z.B. mit einem weißen Pinsel Nebel ins Bild malen will und das gefällt mir nicht, dann kann ich die einfach wieder ausblenden. Ich habe meine Original-Hintergrundebene hier wieder da. Oder ich schmeiße die einfach weg, indem ich sie auf den Papierkorb ziehe, und hole mir eine neue Hintergrundkopie. Das Ganze funktioniert etwas schneller, wenn Sie hier den Shortcut Strg+J bzw. Apfel+J benutzen. Auch dann erstellt Ihnen Photoshop eine Kopie der Ebene, die Sie hier blau markiert haben. Ganz wichtig sind auch diese Korrekturebenen, die sog. Einstellungsebenen, die Sie hier oben in diesem Korrekturenpanel finden. Da können Sie hier z.B. mit einem Klick eine Schwarz-Weiß-Umwandlung Ihres Fotos vornehmen. Sie sehen, da klappt sich ein Dialog auf, der entsprechend der Einstellungsebene immer anders aussieht. Hier können Sie jetzt z.B. die einzelnen Helligkeitswerte der Farben verändern und so Ihr Schwarz-Weiß-Bild selbst zusammenmischen. Wenn Sie fertig sind, klappen Sie das einfach ein, oder Sie können sich eine Gradationskurve raussuchen und steigern den Kontrast Ihres Fotos noch mal erheblich damit, wenn Sie hier so ein "S" reinbiegen . Das wäre wieder ein anderer Typ einer Ebene. Es gibt aber auch hier z.B. leere Ebenen, wenn Sie auf das Symbol für "neue Ebene " klicken, und blenden sich die anderen Ebenen mal aus, dann sehen Sie dieses Kachel-Muster. Das taucht immer auf, wenn hier nichts vorhanden ist, also wenn hier keine Pixel drauf sind. Wenn Sie sich wieder alles einblenden, dann kommt wieder der ganze Ebenen-Stapel zum Vorschein. Ich markiere mir hier mal diese 4 Ebenen, die ich gerne wegschmeißen möchte, bei gedrückter Umschalt-Taste, und ziehe die einfach gesammelt hier in den Papierkorb. Jetzt habe ich wieder mein Ausgangsbild. Dann möchte ich Ihnen einen ganz wichtigen Tipp mitgeben zur Arbeitsweise in Photoshop. Sie haben immer die Möglichkeit, etwas destruktiv zu machen oder etwas nicht destruktiv zu machen. Unter einer destruktiven Arbeitsweise würde man jetzt z.B. verstehen: Sie machen sich über "Strg-J bzw. über Apfel+J für Mac eine Hintergrundkopie. Ich wechsle dann zur Lupe, zoome etwas ein, und möchten jetzt z.B. diesen Schriftzug beseitigen. Dann kann ich eines der Reparaturwerkzeuge benutzen. Ich nutze hier z.B. diesen Reparatur-Pinsel, stelle mir die Größe hier oben etwas um, und mit der gedrückten Alt-Taste nehme ich die Information auf und retuschiere das dann weg. Wenn das mal nicht so gut hinhaut wie hier oder Sie kommen zu nahe an diese kleine Öffnung, diesen Spalt ran, oder das Ganze sieht noch etwas matschig aus, dann haben Sie jetzt mehrere Möglichkeiten. Entweder Sie schmeißen die Ebene weg und machen das Ganze neu, oder Sie gehen hier oben auf "Bearbeiten" und gehen einen Schritt zurück. Aber Sie sehen schon, ein Schritt reicht nicht. Dann sind es vielleicht schon 10 oder 20 Schritte, je nachdem, wie oft Sie hier geklickt haben. Sie können sich hier oben über Fenster auch das sog. Protokoll einblenden lassen. Ich ziehe das mal etwas größer auf. Dann sehen Sie, wir müssten jetzt ungefähr, ich schätze mal, so 12, 15 Schritte müssten wir zurückgehen. Sie können hier oben auch einfach klicken, und dann erscheint das wieder. Aber das ist alles sehr, sehr mühselig, wie ich finde. Eine viel, viel bessere und vor allem nicht-destruktive Methode ist: Wenn Sie etwas retuschieren, machen Sie sich eine leere Ebene - durch Doppelklick auf den Text können Sie das Ganze umbenennen - und benennen Sie das Ganze in "Retusche". So, dass Sie es auf jeden Fall wiederfinden und wissen, was Sie hier eigentlich gemacht haben. Dann können Sie wieder mit diesem Werkzeug hier vorgehen. Da oben haben Sie noch die Einstellungsmöglichkeit "Aktuelle Ebene". Ich zeige Ihnen, was es damit auf sich hat. Wenn Sie jetzt hier aktivieren und drübermalen, dann passiert gar nichts, weil Sie sind auf einer leeren Ebene und haben die Funktion "Aktuelle Ebene" in diesem Werkzeug angewählt. D. h., Sie müssen das hier umstellen. Sie haben zwei weitere Möglichkeiten: Entweder Sie nehmen die aktuelle Ebene und die darunterliegende, was in unserem Fall ja reichen würde, weil wir hier die Pixel-Ebene, die Hintergrundebene gleich darunter haben. Oder wenn Sie jetzt z.B. schon 20 Ebenen gestapelt haben und Sie sagen: "Nein, das muss sich aber auf alle Ebenen auswirken ", dann müssen Sie den Punkt "Alle Ebenen " aktivieren. Ich wähle jetzt den "Aktuelle und darunter". Wenn ich jetzt Bildinformation aufnehme, mit der Alt-Taste, und hier drübermale, dann kann ich wirklich den Schriftzug schön wegretuschieren. Wenn ich wirklich mal Mist gebaut habe - ich mache hier einen groben Fehler rein - und das Ganze sieht so aus. Ich blende mal die Hintergrundebene aus Dann sehen Sie, nur diese Bildinformation, die wir retuschiert haben, die befindet sich jetzt hier auf dieser leeren Ebene. Den Fehler kann ich hier entweder über das Protokoll rückgängig machen, was aber umständlich ist, ich kann aber auch einfach zum Radiergummi wechseln und sagen: "Das, was ich hier auf dieser Ebene gemacht habe, das radiere ich mir einfach wieder weg." Und schon kann ich diese leere Ebene von Neuen retuschieren. Sie sehen, man sieht ganz genau, wo ich die Information jetzt rausradiert habe. Also, wann immer es möglich ist, arbeiten Sie mit leeren Ebenen bzw. auch mit Einstellungsebenen, wenn Sie Korrekturen an Ihrem Bild vornehmen. Ich lösche die Retusche-Ebene noch mal raus und zeige Ihnen noch ein weiteres Beispiel, was Sie hier falsch bzw. richtig machen können. Ich mache mir wieder eine Hintergrundkopie und gehe hier oben auf Bildkorrekturen, und dann sehen Sie - ich habe eigentlich die gleichen Möglichkeiten, wie ich sie auch hier in diesem Korrekturenpanel habe. Der Unterschied ist aber, hier wird die Korrektur direkt auf diese Pixelebene angewendet. Ich kann diese Einstellungen nachträglich auch nicht mehr ändern. Hier wird eine Einstellungskorrekturebene erstellt, auf die ich jederzeit zurückgreifen kann. Ich zeige Ihnen jetzt z.B., wenn ich hier an der Farbbalance etwas ändern möchte, kommt dieser kleine Dialog, und ich schiebe einfach mal diese Werte hier nach Cyan und diese Werte nach Blau. Bestätige das Ganze mit "OK" und habe hier eine Farbveränderung , die sehr viel kühler ist als mein Ausgangsfoto. Das sieht man eigentlich ganz deutlich. Wenn Ihnen das aber nicht gefällt, dann haben Sie nur die Möglichkeit, wieder im Protokoll oder über "Bearbeiten" einen Schritt zurückzugehen und das Ganze neu auszuführen. Oder Sie löschen hier diese Hintergrundkopie-Ebene, ziehen sich mühselig noch mal eine neue Hintergrundkopie und füllen das Ganze dann noch mal erneut aus. Geht aber auch viel, viel einfacher. Hier oben gibt es diese Farbbalance auch, allerdings als Einstellungsebenen-Korrekturenpanel. Das ist derselbe Dialog, nur das Fenster sieht ein bisschen anders aus. Auch hier kann ich diesen kühleren Farbblock erstellen. Klappe das Ganze wieder ein und, wenn mir jetzt aber nachträglich das Ganze einfach nicht mehr gefällt, dann muss ich hier nichts mehr neu einstellen. Sie klicken einfach doppelt auf dieses Symbol und Sie sehen, Photoshop hat sich diese Einstellung gemerkt, die Sie gemacht haben. Wenn Sie das Ganze in warmen Farbtönen jetzt haben möchten, dann ziehen Sie die Regler einfach entsprechend anders hin. So verhält es sich mit allen Einstellungsebenen hier oben. Diese Korrekturen hier oben unter dem Punkt Bildkorrekturen, die können Sie sehr wohl nutzen. Sie müssen aber nur wissen, dass Sie diese Einstellungen nachträglich nicht mehr verändern können. Also nutzen Sie gleich lieber diese Einstellungskorrekturebenen. Mit diesen Einstellungsebenen und mit leeren Ebenen, da lässt sich schon mal sehr, sehr viel arbeiten. Ich zeige Ihnen jetzt noch kurz dieses Beispiel, wie das dann retuschiert aussieht. Sie sehen, das Foto ist jetzt nichts Besonderes. Ich denke, das kann jeder fotografieren. Model vor weißem Auto vor grünem Hintergrund mit blauem Himmel ist jetzt nicht so dramatisch. Aber wenn man den Hintergrund austauscht und noch ein bisschen Hand anlegt an Auto und Model, dann lässt sich schon noch viel rauskitzeln. Ich mache mal diese Gruppe auf, und dann sehen Sie alles, was hier passiert ist. Ich habe eine sogenannte Hilfsebene, das ist einfach nur eine blaue Füllung, damit ich sehe, wie ich das hier freigestellt hab. Dann habe ich einen neuen Hintergrund eingefügt. Ich habe etwas das Wasser aufgehellt. Ich will gar nicht so sehr ins Detail gehen. Mir geht es hauptsächlich darum, dass Sie sehen, dass man nicht destruktiv sich seinen Stapel aufbauen kann/sollte. Wenn ich etwas ändern möchte, z.B. am Freisteller oder am Farb-Look, dann kann ich einfach in diese Einstellungsebenen reingehen und grundlegende Dinge jederzeit nachbessern. Ich kann z.B. auch diese Scheibe, die kaschiert worden ist, extra ein- oder ausblenden, denn ich wollte einfach etwas mehr Reflexe auf die Scheibe bringen und habe das aufgehellt. Das sind alles so Kleinigkeiten. Die Deckkraft der Ebene steht jetzt bei 67 Prozent. Das kann ich auch noch erhöhen, dann strahlt die Scheibe noch mehr - oder ich nehme es etwas raus. Das sind Dinge, die kann ich im Nachhinein alle anpassen. Hätte ich diese ganze Retusche, was sehr wohl auch möglich gewesen wäre, wenn auch sehr aufwendig, alles auf einer Hintergrundkopie-Ebene gemacht, dann hätte ich keinerlei Möglichkeiten, an irgendwelche Details nochmal ran zu kommen. Wenn ich dann nach zwei Stunden Arbeit feststelle: Ich habe beim Freisteller am Geländer einen Fehler drin oder das Geländer abgeschnitten, aber alles andere am Bild ist schon fertig retuschiert - da steckt wirklich viel Zeit und Arbeit drin - dann hab ich ein Problem, weil dann muss ich das komplette Bild nochmal neu machen. So viele Protokoll-Objekte kann ich gar nicht mehr zurückspringen in Photoshop. Sie sehen also: Nicht-destruktive Arbeitsweise in Photoshop ist extrem wichtig, spart Ihnen vor allem Zeit und enorm viele Nerven. Arbeiten Sie also auf Hintergrundkopien, arbeiten Sie mit leeren Ebenen und arbeiten Sie vor allem

Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Lernen Sie vielfältige Korrekturmöglichkeiten kennen und verschaffen Sie sich das notwendige Know-how, um Ihre Bilder mit Photoshop perfekt zu retuschieren oder zu restaurieren.

5 Std. 3 min (47 Videos)
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