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Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

Anlegen eines Perspektivrasters

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Als Ausgangsbasis für das Perspektivraster stehen nun zwei Alternativen zur Wahl. Bereits auf den ersten Blick, meint der Trainer, gefällt ihm die Tonwertskizze besser. Dafür spricht auch die Perspektive, die der Betrachter dabei einnimmt.
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Transkript

So, jetzt haben wir hier so ein bisschen die Qual der Wahl, auf welcher Grundlage wir die Vorzeichnung für unsere Background-Illustration anfertigen wollen. Das könnten wir auf Grundlage sowohl der Linienzeichnung als auch der Tonwertskizze machen. Und, wenn ich mir die beiden so anschaue, muss ich sagen, dass mir der Gesamteindruck hier in der Tonwertskizze ein bisschen besser gefällt. Vor allen Dingen weil hier, über diesem Schrein, ein bisschen mehr Luft ist, nach oben hin, und auch grundsätzlich die Ansicht. So, subjektiv würde ich sagen, dass hier der Betracht ein bisschen tiefer steht. Also dass es ein bisschen mehr aus einer normalen Augenhöhe heraus ist, während hier der Betracht da ein bisschen höher steht, fast schon eine unnatürliche Höhe, so als würde man auf einer Leiter stehen, oder zumindest auf irgendeiner Art Stufe. Das hier ist ein bisschen -- ja, weiß ich nicht, -- ein bisschen näher an der alltäglichen Wahrnehmung. Ist nur so ein leichter Eindruck, den ich habe, aber auf jeden Fall tendiere ich dazu, die weitere Arbeit jetzt hier auf dieser Tonwertskizze zu basieren. Und was ich jetzt erst einmal mache, ist, ich schneide mir den Bildbereich hier aus, beziehungsweise ich wähle ihn aus, und werde das Bild jetzt tatsächlich einmal freistellen. So, das ist jetzt quasi die Grundlage für meine Vorzeichnung. Ich werde jetzt natürlich einmal gerade überprüfen müssen, welche Auflösung die Datei hat. Das schauen wir uns mal an. Das sind jetzt 780*465 Pixel. Das ist ziemlich wenig. Für eine ordentliche Vorzeichnung braucht man schon eine gewisse Auflösung, und das hängt letztendlich davon ab, was man mit dieser Illustration später vorhat. Wenn man eine Druckausgabe vor Augen hat, dann könnte man durchaus hier die Auflösung auf 300 Pixel/Zoll belassen, und hier jetzt einfach eine Zentimeter-Angabe machen, wenn man da eine gewisse Größe, eine gewisses Format vor Augen hat. Ich persönlich produziere häufig für die Darstellung am Bildschirm, deshalb interessiert mich eigentlich eher, wie viel Pixel hier letztendlich verwendet werden. Für mich hat sich aus Erfahrung so eine Auflösung von um die 2400 Pixel in der Breite, vielleicht auch 2600 durchaus bewährt, in der Vergangenheit. Man könnte natürlich noch viel größer gehen, aber, wie gesagt, da hat doch jeder so vielleicht seine eigenen Vorstellungen. Die Werkzeuge, die man benutzt, haben ja auch oft eine gewisse Auflösung, die dann, wenn man zu groß arbeitet, nicht mehr richtig passt zu der Bildgröße. Und das hier, 2600 in der Breite, das werde ich jetzt mal bestätigen. Und jetzt ist das ganze Bild hochskaliert worden. Und jetzt können wir mit der Vorzeichnung beginnen. Und das allererste, was ich machen möchte, um mit der Vorzeichnung zu beginnen, ist die Festlegung der Perspektive. Ich werde mir gerade für die geometrischen Elemente dieses Hintergrundes, also für diesen kleinen Schrein, diese kleine Pagode hier und auch den gemauerten Weg, und diese Steinpfosten, die da angebracht sind, für diese Elemente möchte ich mir ein paar perspektivische Hilfslinien ziehen, die werde ich aufbauen auf dem Eindruck hier des Bildes. Aber dieser Arbeitsschritt gibt uns tatsächlich die Möglichkeit, da auch noch ein bisschen Feintuning zu betreiben. Ich werde da als allererstes mal die Deckkraft meiner Tonwertskizze senken, so dass ich die perspektivischen Linien besser sehen kann. Jetzt lege ich mir eine neue Ebene schon einmal an. Brauche ich allerdings jetzt noch nicht sofort. Was ich jetzt erst einmal brauche, sind die Lineale. Strg+R ist das Standard-Tastaturkürzel, um die Lineale einzublenden, und aus diesen kann man sich jetzt hier eine Hilfslinie rausziehen. Und die Entscheidung, die wir jetzt treffen, die ist wirklich sehr wichtig für den weiteren Verlauf. Und zwar, legen wir mit dieser Linie jetzt fest, wo der Horizont in unserer Illustration liegen soll, und da ist es durchaus interessant, sich ein paar Gedanken zu machen. Da muss man sich nämlich jetzt überlegen, wie groß ist diese Pagode eigentlich, denn der Horizont liegt immer auf der Augenhöhe des Betrachters, und würde ich den Horizont jetzt, zum Beispiel, hier hinsetzen, also genau auf die Unterkante des Daches, dann würde das bedeuten, dass es sich um eine sehr kleine Pagode handelt, oder dass der Betrachter auf einer Leiter steht oder auf einer Anhöhe. Ich möchte aber gerne, dass diese Szene wirkt, als würde sie aus der Perspektive einer Person gezeigt, die sich auf dem Boden befindet, auf der gleichen Höhe, wie dieser Steinweg, zum Beispiel. Und deshalb platziere ich meinen Horizont ungefähr hier, so im oberen Drittel dieser Pfosten, weil ich mir sage, das ist vielleicht eine Höhe, die, ja, diese Pagode haben könnte. Beziehungsweise die Pagode steht vielleicht auf einem Sockel. Das heißt, ich könnte das sogar noch senken. Ich als Betrachter befinde mich ja noch nicht auf dem Sockel, und deshalb musste meine Betrachterhöhe vielleicht doch noch ein bisschen niedriger liegen. Vielleicht sogar so. Jetzt nehme ich mir ein Werkzeug, das ich besonders gerne einsetze, um perspektivische Hilfslinien anzulegen, und das ist hier, -- ich halte mal gedrückt, -- das Zeichenstift-Werkzeug. Und es wird ja schon eine gewisse Perspektive angedeutet, durch die grobe Tonwertskizze. Hier laufen schon ein paar perspektivische Linien, und wenn ich mir jetzt überlege, wo diese Linien auf den Horizont treffen, dann wird das wahrscheinlich irgendwo hier sein. Also setze ich mir hier einen Punkt, und einen zweiten Punkt setzte ich mir hier am Ende so einer Linie. Jetzt sehe ich auch schon, dass ich da ein bisschen falsch gelegen habe, aber es ist nicht schlimm. Jetzt schnappe ich mir hier das Direktauswahl-Werkzeug. Damit kann ich meine Punkte verschieben. Vor allen Dingen kann ich damit aber auch diesen Punkt hier verschieben. Das ist ein sogenannter Fluchtpunkt. Der liegt auf dem Horizont. Und von diesem Fluchtpunkt aus gehen jetzt perspektivische Fluchtlinien aus. Und jetzt wähle ich hier mir mal den unteren Punkt aus, halte Strg+Alt gedrückt und klicke einmal auf die Cursor-Taste nach links. Damit habe ich jetzt effektiv diesen Punkt dupliziert, und wiederum mit der Cursor-Taste verschiebe ich den jetzt. Ich halte dabei die Shift-Taste gedrückt, damit das Verschieben ein bisschen schneller geht. Und jetzt wieder Strg+Alt drücken, kopieren, verschieben. Strg+Alt, verschieben, Strg+Alt, verschieben. Und so setzte ich mir jetzt hier eine ganze Reihe von Fluchtlinien, an denen ich mich dann letztendlich orientieren werde, wenn es darum geht, die verschiedenen Elemente der Szene zu gestalten. Was man hier jetzt auch schon sieht, ist, dass dadurch, dass ich meinen Horizont relativ niedrig angelegt habe, die Fluchtlinien, die an der Pagode am Dach verlaufen, doch ein bisschen anders verlaufen, als das in der Skizze noch der Fall war. Der Horizont, der genau der Skizze entsprechen würde, lege deutlich höher, aber das ist nicht weiter schlimm, denn es ist ja wirklich nur eine grobe Skizze, und die Vorzeichnung letztendlich wird vorgeben, wie unser Motiv wirkt, und da haben wir nun mal jetzt einfach die bewusste Entscheidung getroffen, dass wir den Horizont ein bisschen senken wollen. Und dadurch wird dann auch das Endergebnis ein bisschen anders wirken als in der groben Vorzeichnung. Das ist das erste Set an Fluchtlinien. Vielleicht mache ich hier tatsächlich noch ein paar mehr. Und jetzt brauche ich hier, um, zum Beispiel, Linien, die hier jetzt quer über den Weg laufen würden, oder auch die Linien hier oben am Dach, noch ein weiteres Set an Fluchtlinien. Dafür setze ich jetzt noch mal hier einen Fluchtpunkt, und schaue mal, ob ich hier irgendwo in der Szene schon einen Anhaltspunkt finde. Der beste Anhaltspunkt hier in der Szene sind eigentlich diese beiden Pömpel. Die müssten auf einer Linie liegen. Ich gehe nämlich davon aus, dass die hier parallel verlaufen, in dem Weg, also verschiebe ich jetzt meinen Fluchtpunkt weiter nach links, bis diesen beiden Pömpel ungefähr auf der gleichen Linie zu liegen kommen. Auch hier -- es handelt sich ja, um eine grobe Vorzeichnung -- letztendlich gebe ich jetzt hier durch die Wahl meines Fluchtpunktes vor, wo am Ende diese Pömpel liegen werden, weil die zeichne ich natürlich noch mal richtig ein, in der Vorzeichnung. So, und auch hier entsteht jetzt eine ganze Reihe von Fluchtlinien. Ich achte einfach darauf, dass das ganze Bild abgedeckt ist. Ich versuche auch ein bisschen die Dichte der Fluchtlinien zum Horizont hin zu verdichten. Und jetzt kommen wir langsam an den Punkt, wo das ganze Bild abgedeckt ist. Und auch hier ist es wieder so, dass dieses Fluchtlinien besonders interessant für uns sind, auch bei der Dachkonstruktion dieser Pagode. Und gleich haben wir unser Bild gefüllt, mit allen notwendigen Fluchtlinien. Jawohl! Jetzt kommt die Ebene zum Einsatz, die ich anfangs angelegt hatte, denn ich möchte jetzt diese Fluchtlinien nicht nur als Vektor-Linien hier haben, sondern ich möchte sie wirklich als Information in einer Ebene liegen haben. Als Pixel-Information. Und dazu wähle ich mir jetzt ein Werkzeug aus, das habe ich tatsächlich extra dafür immer im Einsatz. Das ist ein Pinsel, der einfach eine ganz klare Linie erzeugt. Und wenn ich jetzt hier mit dem Auswahl-Werkzeug mal alle Punkte, alle Linien auswähle, und jetzt einmal die Pfade-Palette öffne, -- Da ist sie, den Rest brauche ich hier gar nicht. Die Pfade-Palette. Dann kann ich hier jetzt halt sagen: "Pfadkontur mit Pinsel füllen". Und jetzt wurden, wenn nichts schief gelaufen ist, alle Linien nachgezogen. Jetzt kann ich die Pfade ausblenden, indem ich einfach mal hier außerhalb des Arbeitspfades in die Palette klicke. Hier hatte ich ein paar Punkte zu viel dupliziert, aber das ist jetzt nicht weiter schlimm, das soll uns nicht stören. Und jetzt habe ich tatsächlich meine Fluchtlinien auf einer Ebene, die ich ein- und ausschalten kann. Die kann ich vielleicht auch mal ein bisschen auffälliger färben. Da habe ich mir einfach mit Strg+U hier die Farbtonsättigung-Einstellung aufgerufen. Mit dem Haken im Kästchen "Färben" kann ich die jetzt aufhellen, die Sättigung erhöhen und mir eine Farbe dafür aussuchen. Rot ist eigentlich immer ganz gut für solche Hilfslinien. Und so habe ich jetzt ein Set von perspektivischen Linien, und auf dieser Grundlage dieser Perspektive, die wir jetzt festgelegt haben, kann ich wunderbar meine Vorzeichnung ausarbeiten.

Illustrieren in Photoshop: Hintergrund

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2 Std. 29 min (19 Videos)
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