Fred Kofman über Konfliktmanagement

Angelis Geschichte

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Ein nachgestelltes Führungsgespräch zwischen einer Führungskraft und einer Mitarbeiterin einer Sanitätseinrichtung zeigt auf, wo die Knackpunkte der Kommunikation liegen könnten.
03:46

Transkript

Schauen wir uns eine Konfliktsituation an, in der Angeli es mit einer Mitarbeiterin zu tun hat, die Widerstand zu leisten scheint, und schauen wir uns auch an, wie ein Teil dieses Widerstands daher kommt, dass sie einseitige Kontrolle als Ziel erklärt. Ich habe recht, du hast unrecht und du musst tun, was ich dir sage. Angeli: Ich heiße Angeli und bin die Managerin für Gesundheit und Sicherheit in einem Krankenhaus hier in Südkalifornien. Ich hatte kürzlich ein schwieriges, herausforderndes Gespräch, ein Führungsproblem mit einer Mitarbeiterin, die eine andere Wahrnehmung ihrer beruflichen Fähigkeiten hat als ich. Ich erwarte, dass sie ihre Leistung steigert, während sie gleichzeitig denkt, dass alles gut läuft. Das ist ein schwieriges Gespräch. Wenn sie bei der Arbeit ist, scheint alles gut zu laufen, weil sie ihren eigenen Arbeitsablauf hat und ihre täglichen Aufgaben, die sie auch löst. Schwierig wird es, wenn jemand anders ihre Rolle übernehmen muss. Schon ein Krankheitstag von ihr, an dem jemand anders sie vertreten soll, ist schwierig, weil ihr Organisationsstil sich komplett vom Organisationsstil aller anderen unterscheidet. Sie weiß, was in ihren Stapeln liegt. Sie weiß, was in allen ihren Schubladen liegt, aber es gibt keine Regel und keinen Grund, warum die Dinge dort sind. Sie möchte es allen recht machen, aber wenn man ihr genaue Vorschläge macht, wie sie ihren Tag organisieren soll, wird sie ablehnend und es kommen Sätze wie „Sie wissen, dass ich nicht anders organisieren kann, weil so viel zu tun ist“, „Ich kann nichts reorganisieren, weil ich meine Aufgaben erfüllen muss“, „Ich kann nicht mehr tun, als ich schon tue“. Bei meiner Vorgängerin war das Feedback zu dieser Mitarbeiterin immer positiv. Fred: Können wir ihr einen Namen geben, nur einen erfundenen Namen? Angeli: Ja, nennen wir sie Alice. Fred: Alice? Angeli: Ja. Fred: Okay, dann heißt sie Alice. Es ist also eine Frau. Denken wir an Alice. Wenn Sie jetzt hier mit ihr sitzen würden, was würden Sie sagen. Ich wäre gern Alice. Ich möchte verstehen. Angenommen, ich wäre völlig offen, Ihnen zuzuhören, und möchte das Problem lösen. Also sagen Sie mir die Wahrheit, nicht aggressiv, aber die Wahrheit. Was möchten Sie, warum möchten Sie es? Angeli: Ich frage Sie? Fred: Ja, ich bin Alice. Angeli: Ja. Fred: Und Sie sind Angeli. Angeli: Ja. Fred: Wenn Sie mich fragen, würde ich sagen: „Angeli, Sie haben gesagt, dass Sie ein paar Ideen haben, wie wir besser zusammenarbeiten können und wie ich einige Dinge besser tun kann.“ Angeli: Richtig. Fred: Dann sagen Sie mir doch bitte, was Sie möchten. Angeli: In einem vorherigen Gespräch mit ihr habe ich gesagt: „Ich habe bemerkt, dass Ihr Tag sehr chaotisch und gehetzt ist, und ich habe Sie sagen hören, dass Sie keine Zeit haben, noch etwas zusätzlich zu machen. Ich möchte sichergehen, dass Sie die richtigen Mittel haben, um Ihren Job zu machen. Sind Sie überzeugt, dass alles, was Sie an einem Tag erledigen müssen, auch getan wird?“ Fred: Okay. Gut. Ich höre also zu. Als Alice, würde ich mich jetzt ein bisschen in der Verteidigungsposition fühlen, weil Sie viele Dinge gesagt haben, denen ich vielleicht zustimme. Aber die Art, wie Sie sie gesagt haben, erwischt mich auf dem falschen Fuß, zum Beispiel „Ihr Tag ist chaotisch und gehetzt“. Solche Begriffe, gleichgültig, ob sie stimmen, sind Aussagen, bei denen ich das Gefühl habe, mich verteidigen zu müssen. Angeli: Okay. Fred: Ich weiß nicht, ob Alice so ist, aber ich wäre so. „Ich muss erst einmal durchatmen.“ Ein solches Gespräch stellt eine große Hürde dar: Ich muss zugeben, dass ich nicht gut arbeite. Für die meisten Menschen ist das schwierig zu akzeptieren, und das macht es schwer.

Fred Kofman über Konfliktmanagement

Vermeiden Sie Konflikte nicht, sondern managen Sie Konflikte. Führungs-Philosoph Fred Kofman zeigt Ihnen Tools, die Konflikte positiv lösen.

1 Std. 4 min (17 Videos)
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Erscheinungsdatum:11.01.2017
Laufzeit:1 Std. 4 min (17 Videos)

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