Projektmanagement: Qualität

Anforderungen: Werkzeuge für das Qualitätsmanagment

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Bernhard Schloß spricht in diesem Video über Anforderungsmanagement, "Change Requests", Qualitätskriterien und Softwarequalität.

Transkript

In diesen und den folgenden Filmen unseres Trainings wollen wir uns den Werkzeugen des Qualitätsmanagements widmen, ganz gleich in welchem Standard sie zitiert werden, und den Anfang macht dabei das Thema Anforderungen. Schließlich stehen die Anforderungen hier am Anfang des Projekts, auch wenn wir sie kontinuierlich pflegen und anpassen müssen. In einem klassischen Projektmanagementumfeld haben wir gesehen, wie die Anforderungen aus einem Projektauftrag abgeleitet und in Form von Lastenheft und Pflichtenheft dokumentiert werden. Änderungen gehen als Change Request ein. Die dort beschriebenen Anforderungen, insbesondere die Qualitätskriterien gehen wiederum in Test- und Abnahmekonzept ein und sind in der Dokumentation zu berücksichtigen. Im agilen Kontext haben wir die Definition of Done als zentrales Abnahmequalitätskriterium für ein Produktinkrement kennen gelernt. Aber wie können wir solche Qualitätskriterien generell ableiten, also Kriterien, anhand derer wir die Qualität unseres Liefergegenstandes beurteilen können. Die verschiedenen Qualitätsbegriffe, wieder etwas unsauber miteinander vermengend, suchen wir also Anforderungen, die die Güte unseres Projektgegenstandes beschreiben. Lassen Sie uns diese an einem Beispiel näher betrachten. Nehmen wir das Beispiel Softwarequalität. Ein erstes Qualitätskriterium könnte Portabilität sein, also die Übertragbarkeit auf andere technische Systeme. Daraus resultieren Geräteunabhängigkeit und Autarkie. Neben der Portabilität könnte Brauchbarkeit ein zweites Kriterium sein. Bei dieser können wir wiederum die Zuverlässigkeit, die Effizienz und die Benutzerfreundlichkeit unterscheiden. Aber schon die Zuverlässigkeit lässt sich weiter aufdröseln in Autarkie, Genauigkeit, Vollständigkeit, Robustheit und Integrität, sowie Konsistenz. Bei der Effizienz können wir Zählbarkeit, Geräteeffizient und Zugänglichkeit unterscheiden. Und bei der Benutzerfreundlichkeit geht es einmal um die Robustheit und Integrität der Software und dann um ihre Assimilationsfähigkeit, also ihre Anpassbarkeit an verschiedene Einsatzszenarios. In der dritten Kategorie der Wartbarkeit können wir unterscheiden Testbarkeit, Verständlichkeit und Änderbarkeit. Zur Testbarkeit gehören die Strukturierung, die Selbsterklärung und wiederum die Assimilationsfähigkeit. Die Verständlichkeit setzt sich zusammen aus Konsistenz, Strukturierung, Kompaktheit und Lesbarkeit. Und zu guter Letzt haben wir beim Thema Änderbarkeit wieder die Strukturierung und die Erweiterbarkeit. Dieses Schema stammt übrigens bereits aus den 70er Jahren, ist durch seine Abstraktion aber zeitlos. Auch wenn sich unser Beispiel auf Softwarequalität bezieht, können Sie solche Kriterien frei auch auf andere Projektgegenstände übertragen. Angenommen, Sie wollen für die Autoindustrie einen völlig neuartigen Motor entwickeln. Dann bedeutet Portabilität, dass Sie diesen Motor nicht nur in einem Fahrzeugtipp verwenden wollen, sondern Sie wollen den Motor in der gesamten Fahrzeugpalette Ihres Unternehmens verbohren. Die Brauchbarkeit enthält konkrete Anforderungen an die Motorleistung und die Motorsteuerung. Die Wartbarkeit denkt bereits an den Service Technik in der Werkstatt, der Fehler auslesen muss und den Motor im Schadensfall repariert. Sie sehen, auch wenn Sie in einer ganz anderen Branche unterwegs sind, werden Sie auch für Ihr Umfeld ähnliche Qualitätskriterien ableiten können. Versuchen Sie es. Halten Sie an dieser Stelle den Film ruhig einen Moment an und studieren Sie noch einmal unser Beispiel der Qualitätskriterien für Software.

Projektmanagement: Qualität

Lernen Sie, wie Sie gezieltes Qualitätsmanagement für Ihre Projekte betreiben: Standards, Werkzeuge und Unternehmenskontext spielen hier eine zentrale Rolle.

1 Std. 29 min (21 Videos)
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Erscheinungsdatum:19.07.2017

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