Netzwerkgrundlagen

Anforderungen

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Die exakte Definition der notwendigen Anforderungen für ein Netzwerk stellt den ersten Schritt bei der Planung eines Netzwerks dar. Aus diesen muss zuerst ein Konzept erstellt werden.

Transkript

Um die ganzen technischen Details auch zu verknüpfen, und sie ins Praktische umsetzen zu können, haben wir uns ein kleines Beispielprojekt ausgedacht. Das wird bestimmt spannend, lassen Sie es uns angehen. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass ich hier meine Erfahrung und meine Meinung wiedergebe, es handelt sich hier nicht um ein "So-wird-es-definitiv-gemacht"-Video. Stellen Sie sich vor, es wird eine neue Firma gegründet, und Sie wollen das Netzwerk hierfür planen und realisieren. Dafür brauchen wir als erstes die Anforderungen, die sie hoffentlich von Ihrem Chef bekommen. Sie bekommen also eine Liste von Ihrem Chef zugeschickt, aha, ein Netzwerk für 20 Personen, okay. Also muss da schon etwas Planung her. Bestimmt ist es auch ein aufstrebendes Unternehmen, natürlich. Da macht es sich bezahlt, wenn man es von Anfang an durchdacht, dokumentiert und sauber angeht. Auch wenn das immer Begriffe sind, die einem Administrator nicht immer gefallen, derjenige, der es später verwalten und erweitern muss, wird es Ihnen danken. Zusätzlich wird es noch 10 Drucker oder Kopierer geben, und ein WLAN soll eingerichtet werden. Aha, es sind also zwei Gebäude, und ein Server soll ebenfalls aufgestellt werden. Gut, machen wir uns an die Arbeit, und schauen uns die einzelnen Punkte einmal genauer an. Was für Fragen können mir hierzu noch einfallen? Wird für jeden Mitarbeiter nur ein Rechner benötigt? Ja, okay, dann brauchen wir nicht noch mehr Netzwerkanschlüsse pro Arbeitsplatz einzuplanen. Werden vielleicht zusätzlich noch Notebooks angeschlossen? Ja, der Geschäftsführer hat eins, aber das können wir bestimmt über WLAN anschließen. Und wo sitzen die Mitarbeiter? Aha, zwei im Lager, acht im Erdgeschoss und zehn im Obergeschoss. Das ist nachher wichtig zu wissen für die Dimensionierung der Switche. Wo stehen denn nun die Drucker? Einer im Lager, drei im Erdgeschoss und drei im Obergeschoss. Somit sind es also nur noch drei Kopierer. Und wo stehen diese? Einer im Lager, einer im Erdgeschoss und einer im Obergeschoss. Auch das ist wichtig für die Dimensionierung der Anschlüsse, und wo die Anschlüsse hingelegt werden müssen. Die Kopierer befinden sich ja zum Beispiel oft auf dem Flur. Eine ganz wichtige Frage ist, wo das WLAN zur Verfügung stehen soll. Im Erdgeschoss und im Lager. Das ist eine ganz spannende Frage für das Konzept nachher. Denn hat man nachher zwei WLAN Access Points, deren Netze sich überschneiden, kann man Probleme bekommen, gerade wenn es dieselbe SSID ist. Dann sollte man am besten einen WLAN-Controller ins Spiel nehmen, der das verwaltet und händelt, oder man nimmt die einfache, aber auch unkomfortablere Lösung, dass man verschiedene SSID's nutzt, oder nimmt die harte Methode, und probiert es einfach aus. Auch das kann manchmal sinnvoll sein, bevor man Unmengen an Zeit für ein kleines Problem in der Planung verbringt, kann man manche Sachen auch einfach mal ausprobieren. Spannend wird es auch, wenn ein Gastzugang benötigt wird, Puh, Glück gehabt, hierfür müsste man sehr viel machen, um es vom eigenen Netz abzutrennen. und je nach Gesetzeslage bei Ihnen auch rückverfolgen zu können, wer nun unerlaubte Dinge getan hat. Gibt es bei Ihnen keine bestimmten Gesetzesanforderungen bezüglich eines Gast-WLAN, dann wäre die einfachste Methode, einen extra Internet-Zugang zu kaufen, und den WLAN Access Point daran anzuschließen. Aber zum Beispiel auch die Fritz-Box bietet einen separaten, vordefinierten Gastzugang. Soll der Gastzugang über das lokale Netz erfolgen, führt an VLAN, Firewall und Co eigentlich fast nichts vorbei. Wie sieht es denn überhaupt mit der Lage der Gebäude aus? Das Lager ist also 50 Meter entfernt, somit müssen wir dort auch einen separaten Switch aufstellen. Gibt es bereits Raumbezeichnungen? Aha, Gebäude 1, Stockwerk 1, Raum 1 - das ist ja super. Eine Raumbezeichnung hilft später nämlich bei der Dokumentation, und generell bei der Beschriftung, zum Beispiel von den Netzwerkdosen. Zu guter Letzt brauchen wir noch einen Internet-Zugang. Hier können wir auf DSL-Business zurückgreifen. Ob es eine ADSL-Leitung, Up- und Downloads sind hier unterschiedlich groß, sein soll, oder eine SDSL, hängt von Ihren Anforderungen ab. Wenn Sie nur darüber surfen, E-Mails austauschen und so weiter, und das nicht durchgehend, dann sollte eine ADSL-Leitung mit vielleicht mindestens 4 MBit/s im Download reichen. Je schneller die Leitung ist, desto mehr Spaß macht es aber natürlich auch zu surfen, und bevor die Mitarbeiter auf das Internet warten müssen, um irgendetwas zu recherchieren, nimmt man lieber eine größere Leitung. Eine Business-Leitung ist auch ratsam, da Sie hier andere Reparaturzeiten von dem Anbieter haben. Kommen wir zum letzten Part, dem Server. Hier geht es hauptsächlich um den Raum. Ist der vorhanden? - Ja. Und sogar klimatisiert! - Prima! Bei einem Server, der für zwanzig Mitarbeiter ist, und den wir mit einer USV absichern wollen, ist meines Erachtens eine Klimaanlage schon ratsam. Eine Raumtemperatur von 22 Grad ist wunderbar, 28 Grad kann er auch mal kurzfristig aushalten, aber alles über 30 Grad ist meines Erachtens tödlich. Er wird nicht direkt ausfallen, aber die Hardware wird schneller Defekte aufweisen, mal ganz abgesehen von der USV, die laut Hersteller meistens schon nicht über 23 Grad betrieben werden soll, da sonst die Akku-Lebensdauer rapide abnimmt. Ein Serverschrank ist nicht vorhanden, das sollten wir ändern. Es muss nicht zwingend ein neuer sein, aber wir brauchen definitiv einen, um darin den Server, die USV, die Switche, Router und Patchpanels unterzubringen. Ich greife mal etwas vor: Auch der Switch im Obergeschoss und der im Lager sollten einen kleinen Verteilerschrank bekommen, um staubgeschützt zu sein, und damit wir den Switch, die Patchpanels und die Rangierfelder unterbringen können. Jetzt haben wir schon jede Menge an Informationen gesammelt - legen wir los.

Netzwerkgrundlagen

Lassen Sie sich die grundlegenden Netzwerktechniken erklären und erfahren Sie anhand vieler Beispiele, wie Netzwerke in der Praxis aufgebaut werden und wie sie funktionieren.

6 Std. 38 min (63 Videos)
Sehr schöne Übersicht
Anonym
Klar strukturiert und sympatisch rüber gebracht.
Dieser Video-Kurs hat mir sehr geholfen und war dazu auch noch nett anzusehen. Vielen Dank!

P.S.:
Eines verstehe ich generell an (fast) alle Kursen nicht. Ich vermisse ein richtiges Ende! Eine kurze Zusammenfassung oder zumindest eine Abmoderation.

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