Projektmanagement: Qualität

Analysetechniken: Grundlegende Methoden

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Die sieben Werkzeuge der Qualität sind laut Bernhard Schloß: Ursache-Wirkungs-Diagramm, Pareto-Diagramm, Prüfblatt, Qualitätsregelkarte, Flussdiagramm, Histogramm und Streudiagramm.

Transkript

Nicht nur zur Qualitätsmessung und bei der Fehlermessung brauchen wir eine ganze Reihe grundlegender Analysetechniken. In der Darstellung der Qualitätsmanagementprozesse in PMBOK sind wir bereits auf die sieben Werkzeuge der Qualität und auf Qualitätsmanagement und Steuerungswerkzeuge gestoßen. Diese und einige weitere statistische Konzepte wollen wir in diesem und dem nächsten Film näher betrachten. Beginnen wir mit den sieben Werkzeugen der Qualität. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Methoden der Qualitätssicherung, wie sie erstmals in Japan in den 40-iger Jahren zusammengestellt wurden. Als Erstes wäre da das Ursache-Wirkungs-Diagramm, auch Ishikawa- oder Fischgrät-Diagramm genannt. Der Name Fischgrät-Diagramm kommt von seiner Form. Es beschreibt verschiedene Ursachen und ihre Auswirkungen auf ein Problem. Ein weiteres Werkzeug bietet uns das Pareto-Diagramm. Es ist zunächst ein einfaches Säulendiagramm, in dem die einzelnen Werte geordnet nach ihrer Größe dargestellt werden, beginnend beim größten Wert bis hin zum kleinsten. Kumuliert man die Einzelwerte, so erhält man 100 %. Das Pareto-Diagramm ist ein elementares Qualitätswerkzeug und dient der Fehleranalyse. Ein weiteres Werkzeug ist das Prüfblatt oder englisch Check Sheet. Letztlich handelt es sich um eine einfache Tabelle, in der Ereignisse über einen Zeitverlauf dokumentiert und festgehalten werden, zum Beispiel, in Form einer Strichliste ergänzt um entsprechende Summen, Zeilen und Summenspalten. Ausgefüllt könnte unser Prüfblatt dann so aussehen. Das nächste Werkzeug ist die Qualitätsregelkarte oder englisch Control Chart. Die Qualitätsregelkarte ist ein Diagramm, in dem für eine Stichprobe die Ausprägung eines Qualitätsmerkmals abgetragen wird. Zur Orientierung dient der statistische Mittelwert dieses Merkmals. Dann wird ein erster Korridor für eine Warngrenze definiert. Überschreiten Werte der Stichprobe die obere Warngrenze beziehungsweise unterschreiten sie die untere Warngrenze, heißt es Achtung. Ein noch größer gefasster Korridor beschreibt die Eingriffsgrenzen. Spätestens, wenn diese unter- beziehungsweise überschritten werden, ist ein Handeln erforderlich. Die Warngrenzen sind hingegen, wie der Name schon sagt, lediglich ein Warnsignal. In dieses Diagramm werden dann, wie hier im Beispiel, die Werte der Stichprobe eingetragen. Das Flussdiagramm ist das Fünfte unserer sieben Werkzeuge. Hier in einem Beispiel kommt es nach dem Start zu einer ersten Entscheidung, einer Fragestellung, die mit Ja oder Nein beantwortet werden kann und die zu zwei Optionen führt. Hier im Beispiel stellt uns ein Ja in Entscheidung 1 gleich wieder vor eine neue Entscheidung. Ein Nein hätte Aktion 1 zur Folge. Sie sehen Entscheidung 2 mit den Optionen, aber das ist nur ein sehr einfaches Beispiel. Das nächste Tool in unserer Werkzeugkiste ist das Histogramm. Ein Säulendiagramm, das die Häufigkeit bestimmter Ereignisse oder Merkmale wiedergibt. Und das letzte Werkzeug in dieser Reihe der sieben Qualitätswerkzeuge ist das Streudiagramm oder englisch Scatterplot. Die Besonderheit dieses Diagrammes ist, dass es zwei Merkmale gleichzeitig berücksichtigt. Jedes der Merkmale hat eine eigene Achse. Nun wird anhand der Messergebnisse das Wertepaar dieser Messung als Punkt, also ein Plot in das Diagramm eingetragen. Es folgen weitere Punkte für die Folgenmessung. Häufungen und Ausreiße sind in der Darstellung leicht ersichtlich. So weit zu den sieben Werkzeugen der Qualität. Wir sind jetzt am Ende dieses Films, aber noch lange nicht am Ende Ihres Werkzeugkastens.

Projektmanagement: Qualität

Lernen Sie, wie Sie gezieltes Qualitätsmanagement für Ihre Projekte betreiben: Standards, Werkzeuge und Unternehmenskontext spielen hier eine zentrale Rolle.

1 Std. 29 min (21 Videos)
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Erscheinungsdatum:19.07.2017

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