Rechtsgrundlagen für Blogger und Online-Redakteure

Analysesoftware

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Der Einsatz bestimmter Software wie z. B. Google Analytics ist nur unter strengen Voraussetzungen ungefährlich möglich.

Transkript

Der Einsatz von spezieller Software zur Analyse der Besucheraktivitäten im eigenen Blog ist sinnvoll und technisch leicht umzusetzen. Klarer Favorit ist wohl Google Analytics. Es gibt aber auch noch Alternativen wie zum Beispiel Piwik, etracker, oder Adobe Analytics. Die Nutzung solcher Software weist juristische Tücken auf, insbesondere wegen der Übertragung, beziehungsweise Verarbeitung der IP-Adresse der Websitebesucher. Zur korrekten Umsetzung sollten folgende Schritte nachvollzogen werden. Erstens, die Code-Modifikation. Die jeweilige Analysesoftware muss so konfiguriert werden, dass IP-Adressen nicht komplett erhoben werden. Ist dies mit einer Software nicht möglich, muss auf eine Alternative zurückgegriffen werden. Zweitens, Widerspruchsmöglichkeit. Websitebesuchern ist ein Widerspruch gegen die Datenerfassung zu ermöglichen, etwa per Link zum Deaktivierungs-AddOn für den Browser oder durch das Setzen eines Opt-Out-Cookies. Drittens, Hinweis. Im Rahmen der Datenschutzerklärung muss ein ausdrücklicher Hinweis über die eingesetzte Analysesoftware, deren Hersteller, ihre Funktionsweise, sowie die durch sie erhobenen Daten erfolgen. Viertens, Vertrag. Es ist ein schriftlicher Vertrag über die Auftragsdatenverarbeitung mit dem Anbieter der Analysesoftware abzuschließen. Nur dann, wenn alle der genannten Punkte umgesetzt werden, kann Analysesoftware rechtsicher eingesetzt werden. Wurden bisher Daten ohne Einhaltung dieser Vorgaben erhoben, verarbeitet, beziehungsweise gespeichert, so sind diese komplett zu löschen. Im Zweifel muss der Account beim Hersteller der Analysesoftware, etwa Google Analytics, gelöscht und ein neuer angelegt werden.

Rechtsgrundlagen für Blogger und Online-Redakteure

Machen Sie sich mit den wichtigsten juristischen Eckpunkten im Redaktionsalltag vertraut.

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Erscheinungsdatum:22.02.2017

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an gekennzeichneten Stellen in der Schweiz und in Österreich bis einschließlich September 2016. Es soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

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