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Fotografieren mit der Lochkamera

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In dem Moment, in dem Sie den Entwickler in die Dose kippen, beginnt die Zeit zu laufen. Jetzt nur noch den gewünschten Bewegungsrhythmus einhalten und durchhalten!
04:45

Transkript

Erstmal muss man sich natürlich die Faktoren klar machen, die dazu führen, dass der Film stärker oder weniger stark entwickelt wird. Belichtet ist er schon. Jetzt kommt es darauf an, erstmal wie, hier mein tolles Thermometer, wie warm ist unserer Entwickler und da könnte sich einfach merken, dass Schwarzweißfilme eigentlich grundsätzlich mit 20ºC entwickelt werden. Zweitens kommt es auf die Verdünnung des Entwicklers an, ich kann den 1/25 oder 1/50 verdünnen. Das dritte ist die Art und Weise, wie ich die Dose, die Entwicklungsdose später bewege. Natürlich wenn ich sie stärker bewege, kommt immer wieder frischer Entwickler an dem Film, wenn ich sie ein Weilchen stehen lasse, dann passiert das weniger. Also auch das ist ein Faktor, den man berücksichtigen muss. Gut wir fangen mit der Verdünnung an, weil 20º haben wir schon. Wir haben das erstens für den Entwickler und zweitens für das Fixierbad. Hier steht es nicht drauf auf der Flasche, aber hier in meiner Liste, in meiner wahnsinnig tollen Liste, die ich schon seit 20 Jahren habe und immer wieder mal verwende, steht drin, dass der Kodak T-Max 400 bei einer Verdünnung von 1/50 elf Minuten entwickelt wird. Also 1/50 heißt, ich habe hier 490 Milliliter Wasser drin, 10 Milliliter Entwickler und diese 10 Milliliter kippen wir jetzt hier rein. Umrühren müssen Sie nicht wirklich, weil sobald das hier in die Dose geschüttelt wird, vermischt sich das, das ist dann gut umgerührt quasi. Sie sehen vielleicht auch, dass ich zwei verschiedene Behälter verwende, einen mit einem E drauf, für Entwickler, einen mit einem F, für Fixierbad, denn das sind pH-Wert technisch gesehen unterschiedliche Flüssigkeiten. Das hier , der Entwickler, hat einen pH-Wert von unter 7, ist also basisch, während das hier, das Fixierbad, sauer ist, weil es ein pH-Wert von 11 oder 12 hat, also auf der sauren Seite liegt. Das hier muss man auch noch einsetzen. Hier haben wir ebenfalls 490 Milliliter. 1/7 also acht Teile Flüssigkeiten insgesamt. Sieben Teile Wasser plus ein Teil Flüssigkeit, also ein Teil Fixierbad. Das bedeutet, dass wir hier nochmal 70 Milliliter reinkippen müssen. Es ist übrigens nicht besonders kritisch, wenn Sie hier ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger von Fixierbad nehmen, es ist nicht so wahnsinnig dramatisch. Wichtiger ist, dass der Entwickler möglichst genau zu diesen Faktoren 1/50 abgemischt wird. Das ist es, jetzt können Sie sich vielleicht noch fragen, warum gerade 500 Milliliter? Sie können natürlich ein ganzen Liter ansetzen, es wird wahrscheinlich zu viel sein. Sie könnten es mit 200 Milliliter versuchen, aber wahrscheinlich ist bei der Drehbewegung, die wir später mit der Dose machen, der Flüssigkeitstand zu gering. Bei 500 Millilitern sind wir bei der Dose hier, laut Erfahrungswert, genau richtig. Es heißt aber natürlich auch, Sie sollten gucken, was auf der Dose steht. Wenn Sie eine kleine Dose verwenden, kommen Sie mit sehr wenig Chemie aus, wenn Sie eine größere oder auch eine tiefere Dose verwenden, dann sollten Sie entsprechend mehr Chemie verwenden, das steht aber normalerweise in der Anleitung der Dose drin. Im Zweifelsfall lieber zu viel als ein bisschen zu wenig, denn sonst wird das innere Ihres Films nicht entwickelt. Jetzt kann es los gehen. Das Fixierbad brauchen wir später. Wir fangen an hier mit dem Entwickler. Ich stelle den mal hier in die Mitte. Diese 11 Minuten gelten ab dem Zeitpunkt, wo die Chemie hinein geschüttet wird. Also nicht erst irgendwann später, sondern ab diesem Zeitpunkt, darum liegt hier bereits, der Timer liegt schon da, dann sollte man schon auf die Zeit einstellen, die man braucht, sich dann ein wenig Platz schaffen, denn das Nächste, was wir machen, ist dann sofort die Dose in Bewegung zu versetzen und das machen wir, wie gesagt, sobald wir die Chemie reingeschüttet haben. Also jetzt starte ich, jetzt kommt die Chemie dazu und der Timer läuft. Wunderbar alle 500 Milliliter gehen rein. Damit es an keiner Stelle zu stärkeren oder schwächeren Entwicklung kommt, nehme ich jetzt sofort die Dose und bewege die so hin und her. Es gibt zwei Möglichkeiten natürlich: Sie können es so machen, wie ich das hier gerade mache oder Sie können es im sogenannten Minuten-Kipprytmus machen. Da wird sie nur am Anfang viel bewegt und danach jeweils im 30 Sekunden oder 60 Sekunden Rhythmus bewegt und in der Zwischenzeit steht sie da. Es ist kein wirklich großer Unterschied zwischen diesen beiden Entwicklungsarten, nur dass die ein ganz klein wenig schneller geht und weil meine Dose sowieso eine Dose ist, die keinen eigentlichen Deckel hat, nehme ich diesen Rhythmus, diesen Bewegungsrhythmus durch drehen und nach elf Minuten müssten wir fertig sein.

Fotografieren mit der Lochkamera

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2 Std. 17 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2016

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