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Mitarbeiter entwickeln

Am Anfang steht die Potenzialanalyse

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Bevor Entwicklungsmaßnahmen begonnen werden, ist eine Standortbestimmung gefragt: Wo steht der Mitarbeiter? Welche Fähigkeiten besitzt er bereits? Welche Fähigkeiten soll er ausbauen bzw. hinzugewinnen?

Transkript

Bevor es mit der Entwicklung des Mitarbeiters losgehen kann, müssen beide Seiten wissen, wo der Mitarbeiter steht. Welche Fähigkeiten bringt er schon mit? Wo hat er Potenzial, diese Fähigkeiten auszubauen oder neue zu entwickeln? Eine umfassende Potenzialanalyse erfasst verschiedene Kompetenzbereiche. Welche Bereiche sind das? Erstens, die Fachkompetenzen. Bei der Analyse der Fachkompetenzen wird die fachliche Qualifikation des Mitarbeiters erfasst. Hier werden sein etwaiges Studium oder seine berufliche Ausbildung sowie zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen mit einbezogen. Zweitens, die Methodenkompetenz. Methodenkompetenz bemisst sich danach, wie jemand an Aufgaben herangeht und wie er sie löst. Zur Methodenkompetenz gehören die Fähigkeiten zur Problemlösung, zur Arbeitsplanung und zur Kreativität. Drittens, die personalen Kompetenzen. In diesen Bereich fallen alle Fähigkeiten, mit denen wir uns selbst einschätzen und weiterentwickeln. Dazu gehören bspw. Selbstständigkeit, Selbstmanagement und Motivation. Der vierte Bereich umfasst die sozialen Kompetenzen. Hier steht im Vordergrund, wie sich jemand in der Begegnung, im Austausch und dem Handeln gemeinsam mit anderen Menschen verhält. Darunter fallen bspw. Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit. Jetzt fragen Sie sich sicher: "Und wie funktioniert eine solche Potenzialanalyse?" Der Markt bietet zahlreiche Verfahren, mit denen sich Potenzialanalysen durchführen lassen. Je nach dem Ursprung des Verfahrens werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt und auch die Kosten klaffen weit auseinander, genauso wie die Tiefe und der Zweck der Auswertung. Ich möchte Ihnen hier kurz zur Übersicht eines der Verfahren vorstellen, die in Deutschland sehr bekannt sind, das sogen. Bochumer Inventar. Die genaue Bezeichnung lautet "Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung", oder kurz BIP. Dabei handelt es sich um ein psychologisches Testverfahren, das anhand von wissenschaftlichen Methoden entwickelt wurde. Ziel des Bochumer Inventars ist es, berufsrelevante Persönlichkeitsmerkmale systematisch zu erfassen. Der Test besteht aus einem Fragebogen, anhand dessen die Teilnehmer sich selbst einschätzen. Er erfasst vier verschiedene Bereiche mit insgesamt 14 Eigenschaften. Im Folgenden führe ich diese Eigenschaften, die sich in vier Gruppen zusammenfassen lassen, in aller Kürze vor. Die erste Gruppe betrifft die berufliche Orientierung. Darunter fallen Leistungsmotivation, Gestaltungsmotivation und Führungsmotivation. Das Arbeitsverhalten bildet die Klammer der zweiten Gruppe. Hierzu zählen die Eigenschaften Gewissenhaftigkeit, Flexibilität und Handlungsorientierung. Unter die sozialen Kompetenzen fallen die Eigenschaften Sensitivität oder Feinfühligkeit, Kontaktfähigkeit, Soziabilität oder Umgänglichkeit, Teamorientierung und Durchsetzungsstärke. Die letzte Gruppe umfasst die Eigenschaften, die die psychische Verfassung eines Menschen definieren: emotionale Stabilität, Belastbarkeit und Selbstbewusstsein. Bei der Erfassung der Eigenschaften konzentriert sich das Bochumer Inventar auf Eigenschaften, die für das Berufsleben relevant sind. Es erhebt nicht den Anspruch, eine komplette Beschreibung der Persönlichkeit abzugeben. Wichtig zu wissen, die Bewertung der einzelnen Eigenschaften erfolgt nicht in Form von richtig oder falsch, gut oder schlecht. Maßgeblich ist vielmehr, ob die jeweilige Eigenschaft dem Betreffenden hilft, im zugehörigen Kontext erfolgreich zu sein. Das gilt nicht nur für das Bochumer Inventar, sondern auch für die übrigen psychologischen Tests. Betrachten wir ein Beispiel. Auf den ersten Blick halten wir Kreativität für eine gute Eigenschaft. Wer z. B. als Art Director bei einer Werbeagentur tätig ist, der muss kreativ sein. Wer aber als Controller in einem Unternehmen arbeitet, für den ist Detailtreue wahrscheinlich viel wichtiger als Kreativität. Deshalb lautet die Frage immer: Hilft die betrachtete Eigenschaft dem Mitarbeiter, die Anforderungen, die an ihn gestellt werden, so gut wie möglich zu erfüllen? Wenn ja, prima. Wenn nein, dann bedeutet Entwicklung für den Mitarbeiter, genau hier anzusetzen und die eigenen Fähigkeiten zu erweitern.

Mitarbeiter entwickeln

Lernen Sie die Grundlagen, Spielregeln und Instrumente zur Entwicklung Ihrer Mitarbeiter kennen.

1 Std. 6 min (19 Videos)
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Erscheinungsdatum:17.02.2017

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