Photoshop: Füllmethoden für natürliche Porträts

Alexandra mit dem passenden Hintergrund

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Unscharfe Strukturen im Bild sind in diesem Beispiel kontraproduktiv. Mit einem Farbverlauf treten sie im wahrsten Sinne des Wortes in den Hintergrund.
06:52

Transkript

Ich habe mehr Spaß am Fotografieren, als am Bilderbearbeiten, und so schaue ich, wenn ich fotografiere, dass möglichst viele Dinge schon erledigt sind, sodass die Zeit für die Bildbearbeitung auf ein Minimum reduziert ist. Zudem bin ich kein Freund von umfangreichen Bildretuschen bei Portraits. Hautnachbearbeitung beschränkt sich bei mir auch auf tatsächlich ein Minimum: Glanzlichter entfernen, vielleicht ein bisschen unreine Haut beseitigen. Aber ansonsten mache ich da nicht viel. Das ist meine Vorstellung von einem guten Bild. Für mich ist wichtig, dass das Wesen der Person rüberkommt, und das hängt in meiner Vorstellung von einem guten Bild nicht davon ab, wie glatt die Haut ist. Wenn ich ein Bild ausgewählt habe, von dem ich sage, das Motiv gefällt mir, das ist gut, dann schaue ich mir ein paar Details an. Und hier bei diesem Bild fällt mir auf, dass der Bildausschnitt nicht völlig geglückt ist. Hier ganz links ist noch so eine dünne weiße Linie. Die ist völlig verzichtbar, die ist überflüssig. Da würde ich als erstes das Bild so beschneiden, dass es hier mit einer idealerweise dunklen Linie endet, denn die gibt nach links hin dem Bild den besten Halt. Dann schaue ich mir die großen Flächen an. Hier diese dunkle Fläche bildet ein ganz gutes Gegengewicht zu der kleinen Fläche hier unten. Im Gesicht stört mich in erster Linie das Glanzlicht hier oben. Bei dem zweiten Glanzlicht hier bin ich mir nicht sicher, ob ich das so störend finde oder nicht. Das werde ich wahrscheinlich ausprobieren, und das Glanzlicht auf der Nase werde ich auch noch eliminieren. Es ist so eine Sache mit den Glanzlichtern, die geben mir auch andererseits den Hinweis, dass die Stelle, wo das Glanzlicht ist, die ist halt nicht so flach oder gerade, wie alles andere. Auf einer geraden Fläche gibt's halt nicht so viele Glanzlichter, und insofern geben die natürlich auch eine kleine Zusatzinformation, wie ist diese Person tatsächlich, wie sieht die aus. Und das Aussehen hat ja auch etwas mit dem Wesen zu tun, und wenn man da zuviel abdunkelt und das zu gleich stampft, dann geht aus meiner Sicht da auch ein bisschen was verloren. Also beschränke ich mich auf das Glanzlicht hier oben und auf der Nase, und das mache ich mit dem Stempelwerkzeug im Modus Abdunkeln, zoome da ein bisschen ran, dann geht's einfacher, wähle für die Nase einen eher kleinen Radius, dupliziere zunächst die Hintergrundebene und wähle mir dann eine Quelle in der Gegend um die Nase aus, und reduziere die Deckkraft noch auf irgendwas so um die 50 %. Und das geht meistens mit eins-zwei Mausklicks ist da der Fall schon erledigt. Da braucht man nicht wirklich viel zu machen. Drauf achten sollte man, dass das Ganze nicht fleckig wird, dass man nicht irgendwie zwar das Glanzlicht entfernt, aber dafür einen dunklen Fleck setzt. Das ist ja blöd. Hier sieht man, dass es bewegt sich in erster Linie in dem Bereich, da kann man also ein bisschen größer werden mit dem Radius, den man aufnimmt, und dann eins-zweimal gestempelt, noch mal bisschen von hier. Und dann so, aus unterschiedlichen Richtungen, mal an- und ausschalten. Und dann ein bisschen rauszoomen und schauen, ob das die richtige Richtung ist. Jetzt sieht man das, was ich da gerade gesagt habe. Ich habe da ein bisschen zuviel des Guten gemacht. Das sieht jetzt eher aus, wie ein dunkler Fleck. An der Stelle empfiehlt sich dann, auf den Modus Normal zu wechseln, hier ein bisschen größere Aufnahme zu nehmen, drauf zu achten, dass da keine Struktur mitaufgenommen wird, und dann kann man hier so einmal reinstempeln, und dann ist auch das gut erledigt. Damit sind die zwei Punkte gut erledigt, und wenn man in das Bild noch mal reinzoomt und und sich die Augen anguckt, dann sehen Sie ganz deutlich, dass die Pupillen beide nicht gleichermaßen scharf sind. Es liegt einfach an der Aufnahmetechnik. Die Aufnahme ist gemacht mit einer Vollformatkamera, 200mm Brennweite und Blende 2,8. Das heißt, die Schärfentiefe ist da relativ gering. Das sieht man: hier ist die Ecke scharf, da oben ist die Augenbraue scharf, der Rest ist unscharf. Das heißt, bei der Aufnahme bietet sich's an, die Augen noch ein bisschen nachzuschärfen. Es gibt zwei Techniken: entweder mit dem Scharfzeichner- Werkzeug, oder, alternativ dazu, möchte ich jetzt mit dem Hochpassfilter schärfen. Dazu dupliziere ich die Ebenenkopie noch ein weiteres Mal und wende dann darauf auf dieser Kopie die Füllmethode Ineinanderkopieren an. Anschließend gehe ich auf Filter, sonstige Filter, Hochpass, und komm dann in dieses Vorschaufenster und kann mich hier eine Stelle aussuchen, wo ich mir die Struktur anschauen kann, ob die Schärfung da gut ist, oder zu wenig, oder zuviel. Und hier das scheint mir schon relativ viel zu sein. Ich schaue noch eine andere Stelle an. Kann das hier ein bisschen schwächer machen, denn man möchte ja beim Schärfen im Grunde nur die Konturen schärfen aber die Hautstruktur, die soll möglichst glatt bleiben. Wenn ich jetzt hier statt am Radius um irgendwas um die drei einen stärkeren Radius nehme, dann sehen Sie, wird die Haut fleckig und unschön, und bei einem Zwischentritt werden halt auch Poren mitgeschärft, und das wollen wir ja auch nicht. Also, den Radius relativ niedrig halten, irgendwas um die drei, und schon ist das geschärft. Man sieht das im Vorher/Nachher Vergleich ganz gut. Da wir jetzt hier eine Ebene haben, die, wenn ich die im Modus normal einblende, ganz grau ist, bis auf Ebene, wenn man noch einzoomt, sieht man es noch mal, ein paar Unterschiede. Ein paar Stellen sind bisschen heller und ein paar ein bisschen dunkler, und durch diese mittelgraue Ebene, da bietet es sich an, die noch ein bisschen zu bearbeiten. Ich setze den Modus wieder auf Ineinanderkopieren und wähle jetzt die Gradationskurve, und hier sieht man, die meisten Tonwerte sind in der Mitte. Dann gibt's noch ein paar rechts und links davon, und damit der Mittelpunkt sich jetzt nicht verschiebt, setze ich erstmal einen Punkt bei Eingabe 128 und Ausgabe eben auch 128, dass tatsächlich das in der Mitte bleibt und nicht verändert wird. Denn im Modus Ineinanderkopieren wird ja Mittelgrau nicht verändert. Und jetzt kann man sehr schön die Gradationskurve hier ein bisschen verbiegen. Man fährt einfach die Außenpunkte näher zur Mitte hin, und schon wird der Schärfungseffekt noch mal stärker. Mit dieser Korrektur, der Korrekturebene, also dem Bearbeiten der grauen Ebene des Hochpassfilters ist es möglich, die Schärfung noch ein bisschen den eigenen Bedürfnissen anzupassen. Sie sehen, es ist wirklich ganz einfach, mit einem Blick auf das Ganze mit wenigen Handgriffen ein Portraitbild zu optimieren.

Photoshop: Füllmethoden für natürliche Porträts

Lernen Sie, wie Sie mit den Füllmethoden in Photoshop eine dezente, natürliche Porträtretusche durchführen und Lippen, Augen und Haare optimieren.

1 Std. 22 min (13 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!