Cinema 4D R19: Neue Funktionen

Alembic Import und Alembic-Tag

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Informieren Sie sich in diesem Film über die Neuerungen bei Alembic-Dateien. Beispielsweise können diese nun automatisch interpolierte Zwischenbilder erhalten, sodass Effekte wie Bewegungsunschärfen korrekt im Rendering dargestellt werden.

Transkript

Das Alembic-Datenformat eignet sich besonders gut dafür, Animationen zwischen verschiedenen 3D-Applikationen auszutauschen, da in dieser Datei eben pro Bild, pro Frame der Animation immer der gesamte Zustand, die gesamte Form eines Objektes abgebildet wird. Das bringt aber auch einige Nachteile mit sich. Wenn wir zum Beispiel an den Bereich Motion Blur denken, denn die Motion Blur ist darauf angewiesen, den Unterschied zwischen den Bildern nicht nur zu kennen, sondern auch was zwischen den Bildern passiert, also eben Zwischenbilder noch zu kennen. Das konnte bei den normalen Alembic-Dateien zu Problemen führen, dass dann eben die Motion Blur nicht richtig berechnet werden konnte. Deswegen gibt es eine neue Funktion beim Import. Und die sehen wir gleich hier oben an, nämlich als sogenannte Interpolation. Das bedeutet genau das, was ich gerade versucht habe zu beschreiben, dass nämlich dann auch zwischen den Vollbildern einer Animation, also hier in dem Fall zum Beispiel 30 Bilder pro Sekunde, dass dazwischen auch Informationen über die Objektbewegung und Verformung interpoliert wird und dementsprechend dann Effekte wie zum Beispiel die Motion Blur auch korrekt funktionieren können. Wenn Sie die Motion Blur nicht benötigen, dann ist im Prinzip auch die Interpolation hier nicht so zwingend nötig. Sie ist aber standardmäßig aktiviert, von daher auch nicht schlimm, wenn Sie das einfach genauso lassen. Das zweite neue, was wir hier in Import finden, ist die Unterstützung anderer Attribute, und das fasst so ziemlich alles zusammen, was jetzt nicht direkt von Cinema 4D ausgewertet werden kann, zum Beispiel Vektoren, die zum Beispiel eine Binderichtung oder Geschwindigkeit von Partikeln beschreiben und ähnliches. Diese Attribute, diese Vektoren werden dann einfach in Vertex-Map-Tags gespeichert, die also ganz normal im Objektmanager von Cinema 4D dann auftauchen, die Sie zum Beispiel bei Expresse dann auslesen könnten, aber vor allen Dingen auch beim Export wieder mit übergeben können, sodass diese Informationen dann auch beim Aufruf dieser Datei in einer ganz anderen Applikation immer noch theoretisch zur Verfügung stehen. Ich öffne jetzt hier einmal eine Szene, die ich aus Cinema heraus exportiert hatte in das Alembic-Format, eine relativ einfache Deformation einer Ebene. Und da sehen wir gleich eine weitere Neuerung noch, die auch das Alembic-Format betrifft, nämlich Sie sehen ja hier das entsprechende Objekt, was importiert wurde, was aber eben eingekapseltes Alembic-Objekt ist. Das heißt, wenn wir zum Beispiel hier in den Punktekanten oder Polygone-Modus umschalten, haben wir keinen Zugriff auf die Oberflächen-Informationen. Das ist in der Regel auch sinnvoll, da in dem Alembic-Format im Prinzip jedes Bild der Animation die Geometrie völlig anders aussehen kann. Es gibt aber auch Fälle, in dem eben ein Morphing abgebildet wird oder eine andere Deformation, bei der eben die Punktanzahl und Flächenanzahl an Objekt identisch bleibt von Bild zu Bild. In solchen Fällen der ist natürlich hilfreich, wenn wir Dei Möglichkeit hätten, auf die Polygone zuzugreifen. Und das geht jetzt tatsächlich auch, da in dem Fall hier Sie sehen, ist eine einfache Ebene als Grundobjekt eben verwendet und dann deformiert wurde, bleiben natürlich die Polygone-Reihenfolge und Anzahl konstant zwischen den Bildern, sodass wenn wir jetzt dieses ehemalige Alembic-Objekt konvertieren, wir hier hinter ein neues Alembic-Morph-Tag finden. Und dieses hält die Verbindung zu der Alembic-Datei, das heißt, die Animation wird nach wie vor ganz normal auf das Objekt übertragen. Aber Sie sehen schon dadurch, dass wir jetzt hier in einem Polygon-Modus sind, können wir ganz normal mit der Oberfläche umgehen, so wie wir es von Polygonobjekten in Cinema zum Beispiel gewohnt sind. Und das findet natürlich ganz viele neue Möglichkeiten. Denken Sie nur an die Zuweisung von Materialien auf Selektionen oder auch auf die Erzeugung von Vertex-Maps, Vertex-Farben-Tags, die Verwendung von Simulationen, Deformationen auf bestimmte Abschnitte an dem Objekt etc. Das bringt also sehr viel mehr Möglichkeiten mit sich, zumindest wenn die Polygonenanzahl und Punktreihenfolge in dem Objekt identisch bleibt. Theoretisch könnte dieses Alembic-Morph-Tag jetzt sogar auf ein gänzlich anderes Objekt übertragen werden, was die gleiche Polygonen- und Punktanzahl hat. Also auch eine Möglichkeit, durch die Hintertür die Alembic-Information oder Animation eventuell auf ein ganz anderes Objekt zum Beispiel per Pose Morph zu übertragen. Soweit die Veränderungen beim Alembic-Format, also vor allen Dingen die Interpolation von Zwischenbildern, für das Rendering von Motion Blur sehr interessant und eben auch das neue Morph Tag, was wir hier sehen, was auch an bereits konvertierten Alembic-Objekten die Verbindung zu der Alembic-Datei hält und uns die Möglichkeit gibt, dann zum Beispiel mit Selektionen oder Vertex-Maps zu arbeiten.

Cinema 4D R19: Neue Funktionen

Sehen und verstehen Sie die neuen Funktionen von Maxons Cinema 4D Release 19.

6 Std. 4 min (40 Videos)
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Erscheinungsdatum:08.09.2017

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