PostgreSQL Grundkurs

Aktualisieren eines Servers

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Die Aktualisierung von PostgreSQL unterscheidet sich ein wenig von der anderer Datenbanken, da es problemlos möglich ist, mehrere Serverversionen auf einer Maschine laufen zu lassen. Dieser Film beschreibt eine gängige Methode, um Datenbanken auf einen neuen Server zu übertragen.

Transkript

Die Aktualisierung des Datenbankservers PostgreSQL unterscheidet sich ein wenig von anderen Datenbankservern, da es bei dieser Umgebung auch unter Windows ohne Probleme möglich ist, mehrere Serverversionen auf einem Betriebssystem zu installieren und auch gleichzeitig zu betreiben. In diesem Video möchte ich Ihnen eine Möglichkeit demonstrieren, von einer früheren PostgreSQL-Version auf die jeweils aktuelle Version upzudaten. Die vorherige Version wird in diesem Beispiel nicht mehr benötigt und kann anschließend gelöscht werden. Zunächst einmal ist es natürlich relevant zu wissen, welche Version oder welche Versionen auf dem Betriebssystem installiert sind und eine gute Anlaufstelle, das zu überprüfen, ist "pgAdmin". Das findet man in diesem Programmordner, hier an der Stelle. Sie erkennen in dem Programmtitel, dass es sich wirklich um eine ältere Version handelt, denn "pgAdmin III", hier zu erkennen, hat noch die Versionsnummer 1.22.2. Das entspricht, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, einem Veröffentlichungsdatum vom Februar 2014. Etwas weiter unten, hier an dieser Stelle, können Sie die Versionsnummer des Datenbankservers erkennen, 9.5. Auch das ist nicht mehr ganz knackfrisch und es wird Zeit, dass wir aktualisieren. Ich verwende ja in diesem Videotraining bislang die Serverversion 9.6.0. Da es diese aktuell auf dem PostgreSQL-Server nicht mehr gibt, also auf der Webseite nicht mehr gibt, führe ich das Beispiel der Aktualisierung mit der Version 9.5 durch. Eine Aktualisierung auf die in diesem Video beschriebene Version 9.6.2 sollte also somit auch leicht übertragbar sein. Bevor Sie ein Update durchführen, ist es natürlich grundsätzlich ratsam, ein Backup aller Datenbanken, die man besitzt, zu erstellen. Ich habe hier als Beispiel eine persönliche oder eine eigene Datenbank angelegt, die Datenbank "adressen", und in dieser Datenbank befindet sich eine einzige Tabelle, die Tabelle "freunde". Mehr habe ich da jetzt gar nicht drin. Wie kann man so ein Backup erstellen? Es gibt ja mehrere Möglichkeiten. Die wohl einfachste, wenn wir schon in "pgAdmin" sind, ist, die rechte Maustaste zu benutzen und dann hier auf den Punkt Backup oder "Sicherung" zu klicken. So, das mache ich jetzt mal, dann öffnet sich dieser Dialog. Da wechsle ich dann mal in "Dokumente" und nenne das Ganze mal "adressen.backup", so speichere ich das. Die restlichen Einstellungen in diesem Backup-Dialog, die spare ich mir jetzt. Da gibt es noch verschiedene Möglichkeiten, die man dort definieren kann. Ich nehme die ganz normale, einfache Standardsicherung. Wenn diese Liste dann mit einem Exitcode 0 abgeschlossen ist, dann konnte diese Datei erzeugt werden und wir haben ein Backup der Datenbank "adressen" erstellt. Ich schließe nun diese Version "pgAdmin III" und wechsle auf die Webseite von PostgreSQL, um die aktuelle Version herunterzuladen. Und die sieht man hier schon farbig herausgestellt, ist im Moment die Version 9.6.2. Können Sie erreichen durch Klick auf "Download" "Windows" "Download the installer". Es dauert dann einen kleinen Augenblick und dann gelangen wir auf eine jetzt zu den letzten Aufnahmen dieses Trainings vollständig neu gestaltete Seite, aber meiner Meinung nach übersichtlicher, besser gemacht. Und jetzt können Sie hier in dem ersten Pop-up-Dialog die aktuelle Version auswählen. Und hier sieht man, die 9.6.0 ist nicht verfügbar, deswegen das Beispiel mit der 9.5. Also, ich klicke auf die "9.6.2" aktuell und natürlich für das Betriebssystem Windows. Und hier muss man sich jetzt noch sicher sein, hat man die 32-bit-Version oder 64 -- ich benutze die 64 -- und kann dann auf den Button "Download now" klicken. Da das eine Weile dauert, habe ich das bereits vollzogen und ich kann Ihnen die Datei zeigen. Die sieht jetzt hier so aus: "Downloads", "9.6.2", 64-bit-Version. Installieren wir den Prozess. Das Schöne ist bei PostgreSQL, ich brauche außer dem Backup vielleicht der Datenbank gar nicht großartig weiter was vorsehen. Ich installiere jetzt einfach durch Doppelklick auf dieses File die neue Version und bestätige das. So, das dauert natürlich jetzt den üblichen Ablauf des Installationsskriptes. Dann kommen wir in den Set-up-Dialog hinein. Hier bestimmen Sie dann, wo die Version installiert wird. Das Einzige, was jetzt auch erwähnenswert ist, dass Sie möglichst natürlich eine unterschiedliche Versionsnummer auch angeben. Wenn Sie das Ganze jetzt in den gleichen Ordner hineinkopieren... Ich habe das schon mal ausprobiert, das funktioniert zum Teil, aber das ist nicht ganz unproblematisch, also, ich würde diesen Weg auf keinen Fall gehen, sondern eben den, den ich Ihnen hier beschreibe. Installieren Sie es in einem separaten Verzeichnis, dann kann gar nichts schiefgehen. Das wäre jetzt die Version 9.6. Dann wird angegeben, welches das Data Directory ist; das übernehme ich jetzt. An der Stelle fällt mir vielleicht auch noch ein, dass man gegebenenfalls auch das Dataverzeichnis kopieren kann. Auch diese Möglichkeit besteht, um es dann hinterher wieder in das neue Verzeichnis hineinzukopieren. Das würde ich aber nur machen bei Updates, die sich innerhalb einer Versionsnummer 9.6.x bewegen oder später andere Versionsnummern, also nicht bei einem Update von 9.5 auf 9.6.x. Da würde ich lieber diesen Backup-Weg wählen, das ist sicherer. Geben wir hier ein Passwort ein, so, muss das noch bestätigen. Das Tolle an diesem Installationsweg oder an diesem Schritt -- alle Einstellungen übernehme ich jetzt einfach "Default" -- ist, dass wir ja dadurch, dass der alte Server jetzt während der Installation nicht angetastet wird, auch gar keine Vorkehrungen treffen müssen, zum Beispiel Mitarbeiter oder Benutzer der Datenbank herauszuschmeißen, weil das ist immer bei anderen Datenbanksystemen nicht ganz unerheblich. Je nachdem, wie und auf welche Weise Sie eine Installation durchführen, müssen Sie natürlich sicherstellen, dass keine User auf die Datenbank oder auf den Server zugreifen. Hier ist es egal. Der alte Server 9.5 läuft schön im Hintergrund, während wir den neuen hier in aller Ruhe im Vorfeld installieren. Jetzt ist die Installation, die eigentliche Installation abgeschlossen und der neue Datenbankserver wird gestartet. Dann gibt es ein Uninstall-File, das wir später benötigen, um auch die alte Version zu deinstallieren. Abschließend kann man den bereits bekannten Stack Builder verwenden, was ich aber an der Stelle ebenfalls abbreche. Also, hier wären dann über den Stack Builder, ODBC-Treiber et cetera installierbar. Das spare ich mir jetzt. Ich beende damit den Installationsdialog. Wechseln wir ins Menü von Windows. So, etwas weiter unten und da sieht man nun, es gibt zwei Versionen: "PostgreSQL 9.5" und "9.6". Jetzt gehe ich auf die "9.6" und rufe hier das neue Tool "pgAdmin 4" auf. Das Schöne ist, dass man über dieses Administrationstool genauso Zugriff auf die alte Datenbank, also die Datenbank mit der vorherigen Version, hat wie mit dem alten Tool. Ich würde allerdings nicht umgedreht mit dem älteren Tool jetzt hier auf die neue Datenbank zugreifen. Das geht zwar, ist aber nicht empfehlenswert, also, da immer die aktuelle verwenden, also in dem Falle "pgAdmin". Und nachdem sich nun alles installiert hat, klicken wir hier auf "Server" und dann sehen wir den alten Server, den haben wir hier. Immer ein Doppelklick aktiviert die Datenbank. Und da wir das jetzt das erste Mal verwenden über dieses Administrationstool, muss man natürlich auch das passende Kennwort eingeben. So, das mache ich jetzt, und dann den neuen Server. Auch den bestätige ich und speichere das Kennwort und habe jetzt Zugriff darauf. So, alles andere sieht jetzt ein bisschen moderner aus, so wie es eigentlich sein sollte. Hier fehlt jetzt natürlich in dem neuen Server die Datenbank, also die zuvor gespeicherte "adressen"-Datenbank, und die erreichen Sie auch wieder, indem Sie die rechte Maustaste betätigen, und da gibt es hier ein "Restore". Vorher würde ich aber die Datenbank anlegen, das ist bei diesem Weg sinnvoller. Also, ich lege jetzt hier die Database an und nenne die genauso: "adressen". Das speichere ich, den Rest spare ich mir jetzt im Moment mal. So, und dann kann ich hier mit der rechten Maustaste drauf und auf "Restore" gehen. Sie sehen, jetzt kommt ein Dialog, der auch bei der alten Version eventuell kommen kann. Hier fehlt der Eintrag zu den Programmen in dem Binary-Verzeichnis. Das finden Sie hier unter "Preferences" und dann gibt es normalerweise irgendwo die "Binary paths". Und hier müssen wir bei "PostgreSQL Binary Path", den Weg, um zu Ihrem Programm zu finden, unter Binary definieren. Das heißt, ich gehe dann mal ganz kurz an diese Stelle, wo PostgreSQL, der Server, gespeichert ist, und zwar der neue, und das ist dieser Pfad. Den kann ich dann einfach als Text kopieren und wieder zurück hier in den Dialog mit "Strg+V" einfügen. Und dann sind wir schon fertig, so. Jetzt kann ich dann auch mit der rechten Maustaste das Restore durchführen. Sie sehen, jetzt kommt auch dieser Dialog. Jetzt wähle ich das einfach hier aus, so. Das Ganze ist -- das finde ich nicht ganz so schön -- doch ziemlich anders gestaltet, wie man es von Windows gewohnt ist. Und es ist auch sehr träge, wie man hier erkennt. Also, ich finde es nicht so gelungen. Da will ich auch gar nicht drauf zugreifen. Unter "Dokumente" habe ich das gespeichert und da ist auch die Datei, die wir suchen. Die wähle ich aus, klicke dann auf "Select" und dann auf "Restore". Dann dauert das einen kleinen Augenblick, er muss das Ganze erst aktualisieren, und dann sieht man, hat das Ganze wunderbar funktioniert. Schauen wir es uns an. Und zwar sollte sich jetzt hier unter "Schema" auch eine Tabelle befinden. Da haben wir die "Tables" und wie man sieht, ist auch hier die Tabelle "freunde" eingetragen und damit auch die gesamten Daten, die damit verbunden sind. Und der abschließende Schritt, wenn Sie das möchten, ist jetzt nichts anderes wie die Deinstallation. Dafür schließe ich jetzt erst einmal hier das Programm, wechsle in die "Dienste". Und da in diesem Dienste-Dialog der Server auf zweifache Art und Weise läuft, nämlich einmal die 9.5- und die 9.6-Version, möchte ich die 9.5 ja deinstallieren, also beende ich das, so, und wechsle dann anschließend in den Dialog hier, wo dieser Server sich befindet, "PostgreSQL" "9.5", und da gibt es dieses "uninstall-postgresql". Das sollte man auf jeden Fall verwenden. So das rufe ich mal auf. Jetzt sind wir natürlich an dem Punkt angekommen, wenn hier jetzt noch Mitarbeiter oder User in der Datenbank arbeiten, dann sollten die vorher, wie auch immer Sie das organisieren, nicht mehr auf die Datenbank zugreifen, also, das wäre jetzt fatal. Da muss man sicherstellen, dass es zu einem bestimmten Zeitpunkt X keine Zugriffe mehr gibt, alle User auf der neuen Datenbank, mit der neuen Datenbank oder mit dem neuen Datenbankserver arbeiten und dann kann man diesen Deinstallationsschritt ohne Probleme durchführen. Sie sehen auf jeden Fall, die Installation von PostgreSQL ist auf der einen Seite etwas aufwendiger wie bei anderen Datenbankservern, auf der anderen Seite aber doch relativ leicht. Hier gibt es noch den Hinweis, dass das Dataverzeichnis nicht gelöscht werden kann. Das ist klar, weil hier befinden sich ja die persönlichen Daten drin. Wenn Sie ganz sicher sind, dass Sie das nicht mehr brauchen, dann können Sie dieses Verzeichnis auch komplett selber weglöschen oder in den Papierkorb legen. Und damit hätten Sie Ihr System upgedatet, bereinigt und mit der neuen Version versehen.

PostgreSQL Grundkurs

Lernen Sie, wie Sie PostgreSQL in Ihr System integrieren und Datenbanken, Tabellen und Datensätze anlegen und verwalten können.

2 Std. 53 min (28 Videos)
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Erscheinungsdatum:26.01.2017
Aktualisiert am:15.05.2017

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