SharePoint 2016-Administration Grundkurs

Administration von Dienstanwendungen

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Die Administration von Dienstanwendungen erstreckt sich von der Zentraladministration über den IIS Manager bis hin zum Datenbankserver. In diesem Video erfahren Sie die Zusammenhänge und lernen, wo Sie welche Einstellungen vornehmen können.

Transkript

In Webanwendungen stellt SharePoint dem Benutzer ein Frontend zur Verfügung zur Bedienung von SharePoint, Und mit Dienstanwendungen stellt die Farm erweiterte Funktionalität zur Verfügung, wie zum Beispiel die Suche, wie zum Beispiel Project Server und viele andere Dienstanwendungen, die eventuell auch von Drittanbietern eingekauft werden. Dienstanwendungen sind an verschiedenen Stellen in der Zentraladministration wiederzufinden. Ich möchte Ihnen in diesem Video einen Überblick geben, wie man Dienstanwendungen konfiguriert, und wo, an welcher Stelle in der Zentraladministration oder auf dem Server entsprechende Menüpunkte zu finden sind. Begonnen mit der Webanwendung wird für jede Webanwendung zuerst festgelegt, welche Dienstanwendungen sie konsumieren kann. In der Zentraladministration in der Anwendungsverwaltung im Befehl Webanwendungen verwalten kann man eine Webanwendung markieren und oben im Menüband Webanwendungen den Befehl Dienstverbindungen aufrufen, und dann sehen, mit welchen Dienstanwendungen diese Webanwendung verbunden ist. Durch die Verbindung zur Project Server-Dienstanwendung steht auch die Funktionalität des Project Server in dieser Webanwendung zur Verfügung. Durch die Verbindung zur Suchdienstanwendung steht die Suche in dieser Webanwendung zur Verfügung. Letztlich verbindet sich also eine Webanwendung über einen sogenannten Dienstanwendungs-Proxy mit der eigentlichen Dienstanwendung hinten dran. In der Zentraladministration im Abschnitt Anwendungsverwaltung findet man unter der Sektion Dienstanwendungen den Befehl Dienstanwendungen verwalten. Und kann nun jede verfügbare Dienstanwendung der Farm und den zugehörigen Proxy jeweils aufgelistet sehen. Hinter einer Dienstanwendung kann eine relativ einfache Programmierung stecken. Es kann aber auch ein sehr komplexes Programm sein, das aus mehreren Web Services und einem Verbund von mehreren Windows-Diensten besteht und auch mehrere Datenbanken nutzt. Eigentlich kann eine Dienstanwendung schon fast eine eigene Serverumgebung darstellen, die in die SharePoint-Farm integriert wurde. Das sieht man auch bei der Integration des Project Server, der vormals eine eigene Serveranwendung war und jetzt in SharePoint integriert wurde. Auf der Seite Dienstanwendungen verwalten kann man also jede Dienstanwendung und auch jeden Proxy einzeln markieren. So zum Beispiel die Benutzerprofildienst-Anwendung. Und findet dann oben im Menüband Dienstanwendungen die entsprechenden Befehle zum Verwalten dieser Dienstanwendung. Mit Veröffentlichen kann festgelegt werden, dass diese Dienstanwendung auch für andere Farmen zur Verfügung steht. So könnte man diese Dienstanwendung farmübergreifend verwenden. Über die Berechtigungen lässt sich ansteuern, welches Konto hier mit welchen Rechten ausgestattet ist. Es gibt hier unterschiedliche Berechtigungen. Das heißt, die Berechtigungen, die man gewähren kann, müssen nicht immer nur Vollzugriff sein, es kann auch andere Berechtigungen geben. Das wird letztlich von der Dienstanwendung bestimmt. Über die Administratoren wird festgelegt, welche Konten hier mit administrativen Rechten arbeiten. Über Löschen bietet sich die Möglichkeit, die Dienstanwendung zu löschen. Und im Befehl Eigenschaften kann man die eigentliche Konfiguration der Dienstanwendung sehen, das heißt, in welchem Anwendungspool, in welchem w3wp-Prozess soll die Dienstanwendung laufen. Damit wird auch das Konto bestimmt, das gegebenenfalls zur Anmeldung am Datenbankserver verwendet wird, nämlich das Konto des Anwendungspools. Es wird bestimmt, welcher Datenbankserver für die einzelnen Datenbanken verwendet wird. Auch hier gilt: Die Eigenschaften der Dienstanwendung hängen letztlich davon ab, was der Programmierer dieser Dienstanwendung an Eigenschaften gegeben hat. Diese Dienstanwendung hat nun mehrere Datenbanken. Es gibt auch Dienstanwendungen, die gar keine Datenbanken zur Verfügung stellen. Für die meisten Dienstanwendungen gibt es auch eine Administrationsseite, die über Verwalten erreichbar ist oder über direkten Klick. Diese Administrationsseite ist dann aber absolut spezifisch und von Dienstanwendung zu Dienstanwendung unterschiedlich. Auch auf der Seite Dienstanwendungen verwalten zu finden ist der Abschnitt Erstellen im Menüband Dienstanwendungen. Dort kann man mit Neu neue Instanzen für Dienstanwendungen errichten, und mit Verbinden neue Proxys errichten. Das heißt, wenn eine Dienstanwendung nicht automatisch durch MinRole eingerichtet wurde, kann man hier nachträglich erst mit Neu eine neue Dienstanwendung einrichten und dann mit Verbinden den zugehörigen Proxy erstellen. Hinter einer Dienstanwendung steckt jetzt auf jeden Fall ein Verzeichnis im Internetinformationsdienst. Dessen Verwaltungskonsole der Internetinformationsdienste-Manager ist. Man findet auf den Servern, je nach Rolle natürlich auch; aber bei einem Server, der alle Rollen innehat, findet man im Sites-Verzeichnis die SharePoint Web Services und darunter mit jeweils einer GUID versehen ganz viele App-Instanzen. Jede dieser App-Instanzen stellt eine Dienstanwendung dar. Über die SharePoint PowerShell kann man das Cmdlet Get-SPServiceApplication aufrufen und erhält eine Liste der verfügbaren Dienstanwendungen in der Farm. Links jeweils der Name der Dienstanwendung und ganz rechts die GUID. So kann man zum Beispiel sehen, dass die Suchdienstanwendung mit dem GUID beginnend mit 00cbbb ausgestattet ist. Dieser GUID findet sich auch hier im Verzeichnis SharePoint Web Services wieder, gleich an erster Stelle. Wenn man das im Explorer öffnet, sieht man die Konfigurationsdateien des SearchService. Das bedeutet, die Dienstanwendungen werden über die SharePoint-Web-Services- Site-Konfiguration im IIS nach außen gebracht. Je nach Programmierung der Dienstanwendung stecken hinter dieser Dienstanwendung noch weitere Windows-Dienste, die gestartet werden müssen. So ist zum Beispiel die Suchdienstanwendung wiederum verbunden mit dem SharePoint-Server-Search-Dienst, der hier als lokaler Windows-Dienst läuft. Das ist der Crawler, der anhand der Konfiguration dann über alle Inhalte geht und die Indexdatenbank aufbaut. Das ist ein Windows-Dienst, kein Web Service. Der gehört aber auch zur Suchdienstanwendung, genauso wie der Search Host Controller, der die Suche nach außen anbindet. Das heißt, all die zusammengenommen, das Web-Services-Verzeichnis hier, die Windows-Dienste, die hier gelistet sind, zusammen mit den einzelnen Datenbanken bilden gemeinsam genommen die Suchdienstanwendung. Für diese Suchdienstanwendung gibt es nun in der Zentraladministration in der Seite Dienstanwendungen verwalten eine eigene Konfigurationsseite. Wenn man die anklickt, lädt man die Verwaltung der Suchdienste und kann Einstellungen vornehmen, die für alle relevanten Dienste der Dienstanwendung gültig sind. Der Administrator wird sich also überwiegend im Bereich der Seite Dienstanwendungen verwalten der SharePoint-Zentraladministration bewegen, um zugehörige Dienste entsprechend zu managen. Im Zusammenhang mit dem neuen Feature MinRole ist es nun möglich, diesen Verbund aus Windows-Diensten und Web Services unter einem gemeinsamen Nenner zu fahren. In der Zentraladministration, in den Systemeinstellungen, unter Dienste auf dem Server verwalten kann man nun die Rolle sehen, die diesem Server zugewiesen wurde. Der Server steht links hier. Und kann sehen, welche Dienste hier gestartet sind und ob das dieser Rolle entspricht. Konform Ja bedeutet, dass der Access-Services-Dienst gestartet ist, ist konform, entspricht der Konfiguration der Einzelserverfarm. Hätte man jetzt die Rolle Suchdienst gewählt, müssten all diese Dienste beendet sein und es würde wiederum dort stehen: Konform Ja. Das heißt, mit diesen MinRoles, mit diesen neuen Rollen, die eingeführt wurden, hat Microsoft den Verbund der einzelnen Dienste, die gestartet sein müssen, damit ein Server dieser Rolle gerecht wird, definiert und einen Oberbegriff benannt. Es besteht die Möglichkeit, in den Systemeinstellungen im Abschnitt Server die Rolle eines Servers zu ändern. Es gibt hier die Rollen Anwendung, Frontend, Verteilter Cache, Suche, Benutzerdefiniert und Einzelserverfarm. Die Herausforderung besteht aber jetzt darin, dass wenn man mit MinRole arbeiten will, man eigentlich vier Server implementieren muss, um eine Gesamtverbund-, eine Enterprise-Farm abzubilden. Andernfalls müsste man die Rolle Benutzerdefiniert anschalten. Das würde MinRole zumindest zum Teil erheblich aushebeln.

SharePoint 2016-Administration Grundkurs

Lernen Sie, worauf es bei der Planung, Einrichtung und Administration einer SharePoint-Farm auf Basis von SharePoint Server 2016 ankommt.

8 Std. 21 min (66 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
Hersteller:
Software:
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:24.10.2016

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!