Rechtsgrundlagen für Programmierer

Abgrenzung Werkvertrag und Dienstvertrag

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Die Abgrenzung zwischen einem Dienstvertrag und einem Werkvertrag gestaltet sich in der Theorie recht simpel, in der Praxis verschwimmen die Grenzen allerdings häufig.

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Die Abgrenzung zwischen einem Dienstvertrag auf der einen und einem Werkvertrag auf der anderen Seite gestaltet sich in der Theorie recht simpel, in der Praxis verschwimmen die Grenzen allerdings häufig. Beide Vertragsarten haben die Erbringung von bestimmten Leistungen gegen Entgelt zum Inhalt. Beim Werkvertrag steht aber zusätzlich noch die Erzielung des vereinbarten Erfolges im Vordergrund. Beim Dienstvertrag wird also in Anführungsstrichen nur die reine Leistung geschuldet, kein konkretes Ergebnis. Ganz anders beim Werkvertrag. Hier kommt es primär auf die Erzielung des vereinbarten Erfolges an. Zur Abgrenzung der beiden Verträge ist die Frage nach der Hauptverantwortung für das vertraglich Vereinbarte zu stellen. Ist der Auftragnehmer also der Programmierer lediglich der verlängerte Arm des Kunden sozusagen, das ausführende Organ, dann liegt die Hauptverantwortung beim Kunden. In diesen Fällen ist von einem Dienstvertrag auszugehen. Liegt hingegen die Hauptverantwortung beim Programmierer, dann liegt ein Werkvertrag vor. Auch im Bezug auf die Verantwortlichkeit kommt es ganz entscheidend darauf an, was genau die Vertragsparteien vereinbaren. Typische Dienstleistungen sind etwa Beratungsleistungen oder auch die Durchführung von Organisations- und Planungsaufgaben. Dagegen sind als typische Werkleistung anzusehen: Gestaltung einer Webseite, Programmierung einer bestimmten Webseite-Funktion, Entwicklung eines Logos, Herstellung eines Prospekts, Erstellung eines Layouts und eben auch die Erstellung einer Software. Als Fazit lässt sich feststellen: Programmiererleistungen sind in aller Regel als Werkleistung einzustufen. Aus Sicht des Programmierers ist ein Dienstvertrag in Vergleich zu einem Werkvertrag jedoch vorteilhaft, gerade weil hier keinen konkreten Erfolg geschuldet wird. Um das zu erreichen, sollte, falls möglich, kein konkreter Erfolg, sondern das ernsthafte Bemühen zur Erzielung eines Erfolges vereinbart werden. Denn dann ist im Zweifel von einer Dienstleistung auszugehen. Diese darf auch nicht bewusst fehlerhafter beachtwerden. Die juristische Situation in Österreich und in der Schweiz ist jeweils mit der in Deutschland vergleichbar. Auch in diesen Ländern haben Dienst- und Werkvertrag jeweils die gleiche Voraussetzung sowie Unterschiede.

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Erscheinungsdatum:27.07.2016

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an gekennzeichneten Stellen in der Schweiz und in Österreich bis einschließlich Mai 2016. Es soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

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