Rechtsgrundlagen für Programmierer

Abgrenzung Angestellte/Selbständige

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Mitarbeiter eines Unternehmens können grundsätzlich entweder festangestellte Arbeitnehmer oder freie Mitarbeiter sein. Nach außen gibt es kaum nennenswerte Unterschiede, ebenso wenig in Bezug auf die inhaltliche Leistung. Schaut man allerdings hinter die Kulissen, dann ist der Unterschied ganz entscheidend.

Transkript

Mitarbeiter eines Unternehmens können grundsätzlich entweder festangestellte Arbeitnehmer oder freie Mitarbeiter sein. Nach außen gibt es kaum nennenswerte Unterschiede, ebenso wenig im Bezug auch die inhaltliche Leistung. Wenn man allerdings hinter die Kulissen schaut, dann ist der Unterschied Arbeitnehmer - Freier Mitarbeiter ganz entscheidend. Für eingestellte Arbeitnehmer müssen insbesondere Sozialabgaben durch den Arbeitgeber abgefüllt werden. Auch hat der Arbeitgeber für die bei Ihn beschäftigten Arbeitnehmer eine besondere Verantwortung im Form einer arbeitsvertragliche Fürsorgepflicht. So kann er in gewissen Grenzen die Arbeit seiner Angestellte bestimmen, also wann, wo und an was sie zu arbeiten haben. Er hat im Rahmen des Arbeitsvertrages ein umfassendes Weisungsrecht. Zugunsten von Arbeitnehmern besteht andererseits aber auch einen Anspruch auf Beschäftigung und natürlich auf Zahlung des vereinbarten Lohns. Außerdem sind bei Angestellten insbesondere folgende Kriterien erfüllt: Gesetzliche Kündigungsfristen. Mindestanzahl von Urlaubstagen pro Jahr. Enge Einbindung in die Betriebsorganisation. Keine freie Zeiteinteilung bei der Arbeit, es sei denn, im Arbeitsvertrag ist was anderes festgelegt. Vorgaben und Weisungen für die Durchführung der Arbeit durch den Arbeitgeber. Verpflichtung zur persönlichen Erbringung der Leistung, also keine Subunternehmer oder Vertreter möglich. Außerdem Erbringung der ganzen oder jedenfalls der überwiegenden Arbeitskraft für den Arbeitgeber. Im Gegensatz dazu haben freie Mitarbeiter in Anführungsstrichen nur Anspruch auf Zahlung des vertraglich festgelegten Entgelts und auf Beschäftigung für die eventuell im Vertrag festgelegte Zeit. Arbeitgeber müssen für sie keine Sozialabgaben zahlen. Ihre Tätigkeit führen freie Mitarbeiter grundsätzlich selbstverantwortlich durch. Hierbei ist aber natürlich der vertraglich vorgegebene Rahmen verbindlich. Von Gesetzes wegen besteht kein Kündigungsschutz und Anspruch auf Urlaubstage haben freie Mitarbeiter ebenso wenig. Neben diesen beiden Arten von Mitarbeitern gibt es noch eine Art Zwischending. Nämlich die sogenannte arbeitnehmerähnliche Person bzw. den arbeitnehmeränhlichen Selbständigen. Hierbei handelt es sich um einen Selbständigen, der jedoch in so großen Umfang für einen Auftraggeber arbeitet, dass er wirtschaftlich stark von diesem abhängig ist. Bezieht ein Selbständiger die Mehrheit seiner Einkünfte, Faustregel 3/4 des Umsatzes, von einem Auftraggeber, bzw. wendet er die Mehrheit seiner Arbeitszeit und Arbeitskraft für einen Auftraggeber auf, dann gilt er als Arbeitnehmerähnlich. Als Konsequenz daraus kann er sich im Falle von Streitigkeiten, etwa über sein Honorar, an die Arbeitsgerichte wenden. Es ist wichtig anzumerken, dass es für die Einordnung einer Person als Arbeitnehmer, Selbständiger oder arbeitnehmeränhlicher Selbständiger nicht auf die Bezeichnung als solche ankommt. Es ist vielmehr entscheidend, wie sich die objektive Situation darstellt. Ein Arbeitgeber kann einen Selbständiger also vertraglich entsprechend benennen und ihn auch als solchen einstufen. Erfüllt der Betreffende jedoch die genannten Kriterien, so ist er dennoch als festangestellter Arbeitnehmer einzustufen. Das kann unter Umständen dazu führen, dass auf den Arbeitgeber Nachzahlungsforderung im Bezug auf Sozialabgaben, Lohnsteuer, etc. zukommen.

Rechtsgrundlagen für Programmierer

Erfahren Sie als Entickler und Programmierer alles wichtige rund um Urheberrecht, Lizenzen und Verträge.

1 Std. 9 min (28 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:27.07.2016

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an gekennzeichneten Stellen in der Schweiz und in Österreich bis einschließlich Mai 2016. Es soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!