Grundlagen der Programmierung: Datenbanken

Abfragen erstellen

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Datenbankabfragen können in SQL in wenigen Schritten erstellt werden. Diese dienen dem Auslesen von bestimmten Informationen aus einer Tabelle einer Datenbank, wobei sich das Ergebnis durch die Einbindung einer Bedingung einschränken lässt.

Transkript

Kommen wir zurück zu SQL. Wie im ersten Abschnitt dieses Trainings bereits erwähnt ist SQL, die Structured Query Language, das gemeinsame Vokabular von vielen relationalen Datenbanken. Es ist nicht für die Allzweck- Programmierung gedacht, sondern vielmehr handelt es sich um eine kleine Sprache, die sich ausschließlich auf das Arbeiten mit Datenbanken konzentriert. Schon wenn Sie rund ein Dutzend Schlüsselwörter kennen, sind Sie in der Lage nahezu 90% aller jemals anfallenden Aufgaben in SQL zu realisieren. Das bei weitem häufigste Wort, dass sie jemals in SQL schreiben werden, ist SELECT, und mit diesem Wort beginnen wir, wenn wir Informationen aus einer der Tabellen in einer unserer Datenbank auswählen, also selektieren oder lesen wollen. Wir verwenden es um der Datenbank quasi eine Frage zu stellen und wir erwarten eine Antwort. Im Datenbankbereich spricht man aber nicht von Frage, sondern eben von Abfrage und auf Englisch heißt es dann "Query". Beginnen wir also mit diesem SELECT. Ich muss zuerst sagen was ich haben möchte, also welche Spalten ich haben möchte und von welcher Tabelle diese Spalten sein sollen. Also, SELECT und FROM, das sind unsere SQL-Schlüsselwörter. Das sind die Teile der Sprache SQL selbst. Die Spalten und Tabellennamen, also Colums und Tables, das kommt dann eben von Ihnen. Das sind die Namen, mit denen Sie Ihre Spalten und Tabellen in ihrer Datenbank benannt haben. Angenommen Sie sind an Informationen aus dieser "Employee" Tabelle hier interessiert. Ich greife eine der Spalten heraus, "FirstName" und gebe den Namen der Tabelle selbst an, wenn ich da irgendwie zugreifen möchte. Also, "SELECT FirstName from Employee". Die Ausführung dieser Abfrage liefert dann alle Werte dieser "FirstName"-Spalte aus allen Zeilen der "Employee" Tabelle zurück, egal ob es sich um eine Zeile, 100, oder 100.000, oder auch gar keine Zeilen handelt. Oftmals brauchen Sie aber mehrere Spaltenwerte. Dazu geben Sie die einzelnen Spaltennamen durch Komma getrennt an. "FirstName, LastName". Wenn wir diese Abfrage ausführen, erhalten wir eben beide Spalten, oder auch dieses Mal wieder für alle Zeilen in dieser Tabelle "Employee". Möchten Sie nun sämtliche Spalten in dieser Tabelle haben, dann brauchen Sie nicht alle niederzuschreiben. Hierfür können Sie einfach nur das Sternchen verwenden. Somit heißt der allgemeine Ausdruck hierfür einfach "SELECT *" oder "SELECT * from Employee". Diese Abfrage gibt alle Spalten für alle Zeilen in der Tabelle "Employee" zurück. Man könnte auch sagen, zeige mir alles in dieser Tabelle. Oftmals möchte man aber die zurückgegebenen Ergebnisse irgendwie einschränken. Hierfür kann man optional ein weiteres Schlüsselwort an die Abfrage einfügen, nämlich WHERE. Diese WHERE-Klausel gibt eine bestimmte Bedingung an, die "wahr" sein muss. Also, zum Beispiel, dass der "LastName = 'Green' " ist, oder dass die "EmployeeID = 474" sein muss, oder meinetwegen das Gehalt, also, "Salary 50.000" betragen soll. Im nächsten Video erläutere ich was im WHERE-Teil dieser Abfrage genau erlaubt ist. Doch es gibt vielleicht jetzt schon ein paar Dinge die bei ihnen Fragen aufwerfen dürften. Erstens, wie sieht es mit der Groß- und Kleinschreibung aus, was ist mit gross- beziehungsweise kleingeschriebenen Wörtern. Spielt es eine Rolle? Allgemein gesagt ist SQL nicht von der Groß- und Kleinschreibung abhängig, es ist quasi egal , ob sie das Wort SELECT in Großbuchstaben oder in Kleinbuchstaben schreiben. Im Laufe von vielen Jahren hat sich aber bei den meisten Entwicklern die Konvention durchgesetzt, dass alle SQL-Schlüsselwörter durchgängig groß geschrieben werden. Diese Anweisungen sind dann meistens einfach nur leichter für den Menschen zu lessen. Die Schreibweise der Namen von Tabellen und Spalten, die sollte anders als mit der Schreibung übereinstimmen, wie sie in der Datenbank auch tatsächlich verwendet werden, je nachdem, ob Großbuchstaben, Kleinbuchstaben oder irgendwie eine gemischte Schreibweise verwendet wird. Nichtdestotrotz kümmern sich die meisten Datenbankmanagementsysteme nicht darum und behandeln Tabellen und Spaltennamen ebenfalls unabhängig von der Groß- und Kleinschreibung. Zeilenumbrüche spielen auch keine Rolle, SQL beachtet weder die Großschreibung, noch die Leerzeichen. Eine SQL-Anweisung können Sie deswegen auch über mehrere Zeilen aufteilen, so wie ich das hier gemacht habe. Offiziell sollte eine vollständige SQL-Anweisung mit einem Semikolon abgeschlossen werden, aber in der Praxis ist es es in den meisten Datenbankmanagementsystemen auch tatsächlich egal . Ich persönlich schreibe allerdings die meisten Anweisung mit einem Semikolon, um das Ende dann noch irgendwie explizit zu kennzeichnen. Momentan wähle ich mit dieser Abfrage hier aus der Tabelle "Employee" aus. Doch vielleicht haben Sie sich schon die Frage gestellt, wie es aussieht, wenn Sie mehrere Datenbanken haben. Woher weiß jetzt das System in welcher Datenbank sich die Tabelle befindet. Immerhin darf ich ja mehrere Datenbanken erstellen, die Tabellen mit den gleichen Namen enthalten. In solchen Fällen muss ich nicht nur den Tabellennamen in meiner SQL-Anweisung angeben, sondern auch den Namen der Datenbank selbst. Dann schreibe ich den Namen hinzu und trenne das Ganze mit einem Punkt voneinander. Hier in diesem Beispiel nehme ich also an, dass ich eine Datenbank "HumanResources" habe und an der Tabelle "Employee" in dieser Datenbank interessiert bin. Schauen wir uns also mal die WHERE-Klausel etwas näher an.

Grundlagen der Programmierung: Datenbanken

Fangen Sie ganz von vorne an und erfahren Sie alles über die Grundlagen zu Datenbanken und deren Einsatzzwecke, um danach eigene Lösungen und Anwendungen zu entwickeln.

3 Std. 6 min (39 Videos)
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