Composing mit Photoshop: Lady in Black

Abdunkeln der Fassaden im Hintergrund

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Die Fassaden der beiden Gebäude wurden in ganz unterschiedlichen Lichtsituationen fotografiert und müssen nun an eine neue Gegenlichtsituation angepasst werden. Dazu nutzen Sie die Tonwertreduzierung.
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Transkript

So langsam aber sicher dürften Sie sich fragen, wie diese Bildteile denn überhaupt jemals zusammengehen sollen. Denn wir haben, wenn man es mal wirklich genau betrachtet, so ein leichtes Gegenlicht hier auf dem Pflaster drauf. Dann haben wir ein klar von der rechten Bildseite kommendes Licht für den Dom, für den Reichstag ist die Lichtquelle nicht ganz so leicht auszumachen, da der Reichstag bei relativ diffusem Licht fotografiert wurde. Trotzdem kommt es eher, wie man auch an der Reflexion der Fensterscheiben und an den unterschiedlichen Helligkeiten an der Fassade erkennt, ebenfalls von rechts, ist aber im Vergleich zum Dom diffus. Das war richtiges Sonnenlicht. Erkennt man auch ganz gut, hier sieht man eindeutige Schatten. Und jetzt haben wir so viele Lichtsituationen, die sind nicht so ohne Weiteres zusammenzubekommen. Das könnten wir auch sofort in Angriff nehmen, aber eventuell geht es Ihnen ähnlich wie mir, mich stört leider etwas, was nach wie vor immer wieder ein Problem ist, diese weißen Linien, die hier drin sind. Wenn man sich das mal genauer anschaut, sind die weißen Linien wirklich minimal. Jetzt zoome ich einmal ganz dicht heran. Aber hier ist sie doch tatsächlich erkennbar, Das heißt, wir müssen die trotz allem wegretuschieren, damit sie gar kein Problem mehr darstellen. Die Dicke, die wir hier gerade sehen, ist überhaupt nicht mal vom Dom, sondern hoffentlich die vom Reichstag. Also, die Maske habe ich schon, ich nehme den Pinsel, den Pinsel ein bisschen größer und mit 100 Prozent Deckkraft mache ich die einfach weg, indem ich hier unten draufklicke, hier oben draufklicke, und damit ist sie an der Stelle schon einmal weg. Trotzdem sind die Dinger tückisch, je nach Vergrößerungsmaßstab sieht man sie eben an anderer Stelle auch noch. Wann immer Sie sie sehen, machen Sie sie am besten gleich weg. Ich sehe jetzt gerade keine mehr und mache ganz normal weiter. Wir waren gerade bei der Lichtsituation, die wir deutlich verändern müssen. Wie kann man so etwas machen? Man muss sich im Prinzip von vornherein eine komplett neue Lichtsituation ausdenken. Denn nur, wenn wir etwas neues, eigenes kreieren können, können wir diese vielen Lichtbaustellen, die hier drin sind, quasi unter einen Hut bekommen. Und dazu habe ich mir ein Gegenlicht ausgedacht, das ist sowieso, mal rein emotional betrachtet, das, was am meisten Stimmung mit in das Bild bringt. Deswegen möchte ich das hier ganz gerne machen. Die Wolken sprechen noch einmal eine andere Sprache, aber man sieht schon, dass die Outlines der Wolken so stark erleuchtet sind, auch hier sieht man es, dass man durchaus später mit einer eigenen Lichtquelle dafür sorgen kann, dass das nach Gegenlicht aussieht. Ein bisschen anders ist es hier beim Dom und beim Reichstag, die müssten ja, wenn wir wirklich Gegenlicht haben, deutlich dunkler sein. Das ist auch genau unser Glück, denn wenn wir die dunkler machen, dann können wir die Unterschiede zwischen der hell beleuchteten und der schattierten Seite hier deutlich verringern. Und um dieses Verringern der Unterschiede geht es. Den Dom klicke ich an, und hole mir eine "Tonwertkorrektur". Jetzt wird der Dom erst einmal mit einer Schnittmaske versehen beziehungsweise die "Tonwertkorrektur" wird mit einer Schnittmaske durch diesen Klick versehen, damit die Änderungen sich nur auf den Dom und nicht auf den Himmel oder Hintergrund auch noch auswirken. Jetzt ziehe ich die Lichter einfach mal weiter herunter bis das Ding ungefähr so aussieht. Wenn Ihnen das jetzt zu kontrastarm ist, kann ich das verstehen, seien Sie nicht traurig. Wenn es ganz schlimm ist, ziehen Sie den Kontrast noch nach oben. dadurch wird die ganze Geschichte noch dunkler, und selbstverständlich, das sehe ich auch, ist es im Moment eigentlich zu dunkel. Aber da wir ja noch mitten in der Bearbeitung drin sind, und über diese Einstellungsebene jederzeit wieder hineinkönnen, würde ich das erst einmal tatsächlich so stehen lassen, genau so, wie wir es jetzt gerade haben, und sogar – noch schlimmer – weiter auf den Reichstag kopieren. Also die Alt-Taste drücken, und diese "Tonwertkorrektur" über die Reichstagsebene schieben. Dann fliegt allerdings die Schnittmaske heraus, die müssen wir wieder einfügen, und dann sieht das Ganze so aus. Wie gesagt, es scheint im Moment so dunkel zu sein, aber jetzt mal ehrlich, das sieht schon ein klein wenig mehr nach Gegenlicht aus. Wir müssten jetzt nur noch dafür sorgen, dass dieses Gegenlicht noch mehr tut. als nur diese silhouettenartigen Scherenschnitte zu hinterlassen, und darum müssen wir uns jetzt erst einmal kümmern. Trotz allem, die Schatten, die wir hier sehen, von unseren Laternen, die können wir so stehen lassen. Wenn etwa an dieser Stelle hier, dort, später die Lichtquelle sein wird, dann verlaufen die Schatten, wenn man die Perspektive der Kamera mitberücksichtigt, eigentlich ziemlich korrekt. Können wir also erst einmal so stehen lassen. Dann haben wir damit unsere Fassaden abgedunkelt und damit die Voraussetzung für ein echtes, cooles Gegenlicht geschaffen.

Composing mit Photoshop: Lady in Black

Sehen Sie, wie ein Compositing entsteht - von der Fotoaufnahme des Models über das Bearbeiten der einzelnen Bilder in Photoshop bis hin zum kombinierten Ergbnis mit Texteffekt.

2 Std. 42 min (31 Videos)
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