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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

3D-Objekte mit Fotos texturieren

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Das Texturieren von 3D-Objekten ist in Photoshop sehr einfach. Nehmen wir an, Sie möchten ein über dem 3D-Objekt platziertes Bild auf dieses Objekt projizieren. In manchen 3D-Programmen ist das eine kleine Wissenschaft. In Photoshop dagegen brauchen Sie dazu nur einen Shortcut zu drücken. In vielen 3D-Programmen ist das Texturieren von Objekten relativ kompliziert und auch in Photoshop können Sie das machen. Und ja, letztendlich ist es da doch sehr einfach, wenn Sie wissen, wie Sie da vorgehen können. Und zwar möchte ich Ihnen hier einfach mal zeigen, wie Sie eigene Fotos auf 3D-Objekte aufbringen können, ohne da zu wissenschaftlich zu werden beziehungsweise zu sehr ins Detail zu gehen. Also, wie geht das? Zunächst einmal brauchen Sie natürlich ein 3D-Objekt und so eins können Sie natürlich jeder Zeit laden. Sie finden auch einige hier im 3D-Menü, wenn Sie über "Weitere Inhalte abrufen" gehen, und öffnet sich eine Webseite und auf der haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Anbieter für 3D-Objekte anzusurfen. Und ja, viele davon sind kostenlos, Sie erhalten viele Modelle, die wirklich sehr gut aufgebaut sind, gratis und die können Sie dann in Photoshop benutzen. Sie können aber auch in Photoshop selbst 3D-Objekte erzeugen und das möchte ich Ihnen mal zeigen. Ich öffne hier eine neue Datei. So, und dann nehmen wir hier mal eine Dateigröße von 1000 mal 1000 Pixeln, ich sage "OK" und dann können wir auch schon direkt loslegen. Und zwar geht das alles hier über das 3D-Menü. Und da wähle ich zunächst mal hier "Neues Mesh aus Ebene" und dann haben Sie die Möglichkeit, die Ebene selbst in ein 3D-Objekt zu verwandeln und zwar als "Postkarte", also quasi als eine drehbare Fläche, und dann haben Sie hier verschiedene "Mesh-Vorgaben". Und weil es das Interessanteste von diesen hier ist, nehme ich hier einfach mal den "Hut". Da klicke ich drauf und jetzt wird diese Ebene zu einem Hut gefaltet und wichtig ist, dass Sie hier immer das Verschiebenwerkzeug aktiv haben, denn dann können Sie hier diese Symbole nehmen für den 3D-Modus und hier im Bild navigieren. Und wenn Sie hier eine gelbe Linie sehen am Bildrand, dann können Sie das Objekt hier mit der ersten Option direkt mal drehen und sich mal ein bisschen umschauen im Bild. So, und hier hätte ich jetzt gerne vorne auf diesem... Naja, also das soll ein Hut sein. Lassen wir es mal als Hut durchgehen. Aber da möchte ich jetzt gerne ein Bild drauf haben. Stellen Sie sich vor, Sie haben sich eine Baseball-Cap aus dem Internet heruntergeladen, hier als 3D-Objekt und möchten da mal sehen, wie ihr eigenes Logo darauf wirkt. Ja, dann können Sie das genau so machen, wie das, was ich Ihnen jetzt hier zeige oder nehmen wir mal an, Sie haben sich einen Kopf heruntergeladen, also einen 3D-Kopf, und möchten da Ihr eigenes Gesicht einfach mal draufprojizieren. Und auch das geht genau so, nämlich sehr einfach. Alles, was ich brauche, ist zunächst mal das Bild, was ich hier draufprojizieren möchte. Und das ist in diesem Fall mal dieses hier und das nehme ich mir einfach jetzt mal aus dem Finder und ziehe das hier in die Datei. Sie sehen, das wird dann als Ebene angelegt und ich kann es hier noch frei skalieren, kann dann hier natürlich dann noch die Deckkraft anpassen, um hier genau zu bestimmen, wo das Bild zu liegen kommt. Ich sage mal hier, ich möchte die Frau gerne auf der Front des Hutes so ein bisschen tanzen sehen. Ja, dann klicke ich hier auf das Häkchen und habe damit meine Transformation bestätigt, muss hier natürlich wieder die Deckkraft auf 100 Prozent setzen und jetzt hätte ich gerne dieses Bild wie mit einem Scheinwerfer auf diesen Hut projiziert. So, und jetzt würde man ja erstmal anfangen zu denken, gerade wenn man von einer anderen 3D-Software kommt: "Ja, wie macht man das jetzt in Photoshop? Im Prinzip müsste man doch dieses Bild kopieren, dann in das Material hineingehen, das Material öffnen, die Textur öffnen und das Bild einfügen und so weiter." Na, wissen Sie was? Das brauchen Sie alles nicht. Sie müssen nur diese beiden Ebenen zusammenfassen. Photoshop erkennt dann automatisch, dass dies ein Bild ist und projiziert das dann auf das 3D-Objekt. Wenn Sie hier ein 3D-Objekt hätten, dann würden diese beiden 3D-Objekte dann letztendlich in einer gemeinsamen Szene landen. Aber wir haben hier ein Bild und das soll draufprojiziert werden auf den Hut, also fassen wir doch mal diese Ebenen zusammen. Und das machen Sie mit dem Befehl "Cmd+E". Und den gleichen Befehl finden Sie auch hier irgendwo im Ebenen-Menü und zwar unter "Mit darunter liegender auf eine Ebene reduzieren". Also hier "Cmd+" beziehungsweise "Strg+E" und dann mache ich das mal und voilà da haben wir schon die Textur auf dem Hut drauf. So, und Sie sehen, das funktioniert natürlich nur bis zu einem bestimmten Punkt, nämlich da, wo der Hut sich hier hinten wieder herumbiegt, wo also quasi, wenn wir den Hut von vorne sehen und Sie mit einer Taschenlampe oder einem Projektor diesen anstrahlen, da würde es dann an diesen Stellen dunkel bleiben. Und das können Sie natürlich hier noch nachträglich auch ändern und zwar können Sie diese Textur betreten. Und das machen Sie alles, indem Sie hier einfach ins Bild klicken, also einmal auf das Objekt und dann noch einmal auf das Objekt und dann sehen Sie, hier erscheint schon das Material mit dieser Kugelvorschau und bei "Objektfarbe", da finden Sie auch die Textur. Und das sehen Sie hier an diesem Symbol, dort wo keine Textur hinterlegt ist, da sehen Sie nur so ein Ordnersymbol, aber hier haben wir ein Dateisymbol, das heißt, ich kann dadrauf klicken und hier "Textur bearbeiten" wählen. So, und so sieht das Ganze dann aus. Das hier, das ist die UV-Überlagerung, also die Abwicklung des 3D-Objekts in eine zweidimensionale Ebene, so dass Sie direkt sehen, wo hier der Hut sich befindet auf dieser weißen Fläche und Sie sehen, das hier ist also der vordere Teil des Hutes, also wird das hier der Hintere sein und das hier die Seiten. So, und jetzt können Sie einfach zum Bespiel hier eine Farbe aufnehmen mit dem Pinsel und mit gehaltener "Alt-Taste" klicken Sie einmal hier rein und dann können Sie zum Beispiel dem Rest des Hutes hier auch Farbe verleihen. Und das Schöne ist, das können Sie jetzt nicht nur hier im zweidimensionalen Bereich machen, sondern Sie können auch einfach das Ganze hier machen. Und Sie sehen, das wurde dann automatisch schon aktualisiert. Also wenn ich das mal drehe, dann ist der Teil schon angemalt und ich kann das Ganze jetzt hier auch so machen, dass ich hier dann weitermale. Auch hier kann ich eine Farbe aufnehmen. Und ja, das funktioniert mittlerweile wirklich recht gut und mit der "V"-Taste, also mit dem Verschiebenwerkzeug, können Sie hier jederzeit das Bild drehen. So, und jetzt können Sie natürlich den Aufwand so weit betreiben, dass Sie hier auch einzelne Elemente stempeln, dass Sie zum Beispiel andere Bilder hier von der Seite auf diesen Hut mit der gleichen Methode draufprojizieren. Und ja, das ist wirklich eine spannende Geschichte. Und Sie können zum Beispiel auch diese beiden Bilder, also die Textur und hier auch das 3D-Objekt nebeneinander stellen über "Fenster Anordnen" und dann "2 nebeneinander". Und dann können Sie hier direkt sehen, wo Sie malen. Wenn ich z. B. hier mal mit dem Pinsel über den vorderen Bereich gehe, dann sehen Sie links mit diesem Fadenkreuz genau, wo ich mich gerade befinde. Wenn ich also hier mal wieder reingehe, "V" drücke und gedrückt halte und hier den Hut mal ein bisschen drehe, so dass wir auch die andere Seite sehen, dann kann ich hier in der Textur ebenfalls mich bewegen und sehe genau, wo ich hier noch malen muss. Also im Prinzip ist das das ganze Geheimnis der Texturierung in Photoshop. Sie können alle Werkzeuge, die Sie kennen, wie gewohnt benutzen und natürlich, wenn Sie hier diese UV-Überlagerung stört, dann lässt sich die auch ausschalten. Und zwar über "Ansicht Anzeigen UV-Überlagerung". So, wenn ich das rausnehme, dann können Sie hier ja auch genauer malen, weil diese Überlagerung doch ein wenig stört, obwohl sie natürlich sehr nützlich ist. So, und wenn es schneller gehen soll, dann können Sie das auch hier einstellen und zwar im "Eigenschaften"-Bedienfeld, wenn Sie hier runterscrollen und hier die Textur sehen, dann können Sie hier direkt die "UV-Überlagerungen" einstellen. Und zwar nicht nur ein und aus, sondern Sie können hier auch die Farbe und die Deckkraft variieren und das ist dann natürlich schon eine sehr praktische Geschichte. Bei geringer Deckkraft, da sieht man es noch ein bisschen, so dass Sie hier genau wissen, wo Sie malen und ja trotzdem sehen Sie, wo das Gitter sich befindet. Ja, und zu guter Letzt müssen Sie einfach nur diese Datei schließen, die Texturdatei, und speichern und das war es auch schon. Jetzt kann ich hier mit dem Verschiebenwerkzeug meinen Hut in Position bringen und ihn vorzeigen, das heißt, ich brauch den jetzt eigentlich nur noch zu rendern. Also einmal auf "3D" und "rendern" klicken. Und zwar finden wir das hier unter diesem Punkt: "3D-Ebene rendern". Genau das Gleiche macht auch dieser Knopf hier in der "Eigenschaften"-Palette und ja dadurch wird das Bild quasi jetzt nach und nach schöngerechnet und Sie können diese 3D-Elemente dann auch für herkömmliche Fotomontagen benutzen und so weiter. Der Vorteil ist halt, dass Sie die frei drehen können. Aber jetzt wissen Sie genau, wie Sie hier in Photoshop texturieren können und Sie sehen, das ist alles gar nicht so schwierig. Also viel Spaß beim Ausprobieren der 3D-Funktionen. Die finden Sie in allen Photoshop CC-Versionen und in Photoshop CS6 und früher finden Sie diese in den Extended-Versionen. Da sieht das Ganze aber vielleicht noch ein bisschen anders aus. Also mit Photoshop CS6 Extended können Sie das genau so machen, ansonsten in Photoshop CC finden Sie alles so vor, wie Sie das hier gesehen haben. Also nochmal viel Spaß mit diesen 3D-Funktionen.